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Bürgermeister Eduard Kolle, Hubert Ringe, Andrea Umana, Markus Gubbe, Michael Schmidt, Kai-Oliver Wolff und Kreisrätin Monika Scherff (v.l.) hoffen auf viele Teilnehmer beim Umweltwettbewerb. Foto: be
Bürgermeister Eduard Kolle, Hubert Ringe, Andrea Umana, Markus Gubbe, Michael Schmidt, Kai-Oliver Wolff und Kreisrätin Monika Scherff (v.l.) hoffen auf viele Teilnehmer beim Umweltwettbewerb. Foto: be

Der Verschwendung auf der Spur

lz Lüneburg. Ist die Waschmaschine ein echter Stromfresser? Lässt sich nicht schon beim Einkaufen Abfall vermeiden? Warum ist es sinnvoll, regelmäßig zu lüften? Mit derartigen Fragen beschäftigen sich Klimadetektive. Der gleichnamige Wettbewerb richtet sich an Schüler der dritten Klasse. Stadt und Landkreis Lüneburg, der kommunale Müllentsorger GfA und die Klimawerk Energieagentur rufen jetzt wieder Grundschulen dazu auf, sich daran zu beteiligen.

Das Projekt wird aus den Einnahmen einer Flächenvermietung für eine Windkraftanlage finanziert. Die teilnehmenden Klassen bekommen T-Shirts für die Schüler, außerdem einen Koffer mit Spartipps, Strommessgeräten, Raumtemperatur- und Luftfeuchtigkeitsanzeigern, Unterrichtsmaterialien und Leitfäden. Zentrale Fragen des Umweltwettbewerbs sind: Wie kann ich durch mein Verhalten zum Klimaschutz beitragen, Ressourcen clever nutzen und warum ist das Thema Klimaschutz eigentlich so wichtig? Dazu entwickeln die Kinder zusammen mit ihren Lehrern Ideen und reichen die visualisierten Ergebnisse bis Mai 2016 bei einer Jury ein.

„Das kommt bestimmt richtig gut an bei den Kindern“, ist Lüneburgs Bürgermeister Eduard Kolle überzeugt. Er ist Schirmherr des Wettbewerbs. Kreisrätin Monika Scherff sagt: „Wir können gar nicht früh genug anfangen, ein Bewusstsein für Themen wie Energieverbrauch und Energieeinsparung zu schaffen.“

Die Klimadetektive ermitteln, wo Strom sinnlos verbraucht, Wasser verschwendet, Abfall produziert wird oder erneuerbare Energien genutzt werden können. Sechs Monate lang ist jedes Kind der teilnehmenden Klassen als Klimadetektiv zu Hause und in der Schule unterwegs und kann in drei verschiedenen Bereichen Aufgaben erfüllen und Ideen kreativ umsetzen: In der Kategorie „Spartipps und Minikampagne“ wird das Bewusstsein für den Ressourcenverbrauch geschärft. Dafür gehen die Kinder in einem Haushalt Spartipps zu den Themen Stromverbrauch, Heizen, Lüften, Abfall und Wasser nach.

Für den „Klimakalender“ ist Kreativität gefragt. Die Schüler überlegen sich, was sie für einen geringeren Ressourcenverbrauch und den Klimaschutz tun können und stellen die Ergebnisse in einem Klimakalender dar. Bei „Unterwegs in der Schule“ nehmen die Schüler die eigene Schule unter die Lupe. Sie beobachten den Ressourcenverbrauch, erarbeiten eine Positiv-Negativ-Liste und Ideen für Verbesserungsmaßnahmen.

Die Lehrer von Drittklässlern können sich bis zum 2. November bewerben, am 12. November fällt um 16.30 Uhr mit einer Einführungsveranstaltung für Lehrer der Startschuss, am 19. Mai kommenden Jahres ist Abgabeschluss für die Wettbewerbsergebnisse. Auf die Gewinner warten von Sponsoren gestiftete Erlebnispreise wie eine Märchenführung durch das Kloster Lüne oder eine Vorstellung im Kinder- und Jugendtheater mit Blick hinter die Kulissen.

Das Anmeldeformular kann unter www.klimawerk.de/klimadetektive heruntergeladen werden. Mehr Informationen: Tel.7898293.