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Vorgesehen ist, im Zuge der Dorferneuerung den Südergellerser Weg in Heiligenthal zu sanieren. Vor allem das Problem mit der Oberflächen-Entwässerung soll dadurch gelöst werden. Foto: t&w
Vorgesehen ist, im Zuge der Dorferneuerung den Südergellerser Weg in Heiligenthal zu sanieren. Vor allem das Problem mit der Oberflächen-Entwässerung soll dadurch gelöst werden. Foto: t&w

Regenwasser schlägt Parkplatz

dth Heiligenthal. Angesichts geänderter Förderbedingungen rückt bei der anstehenden Dorferneuerung Heiligenthal nun der Südergellerser Weg an Platz eins der Maßnahmenliste. Das habe der Arbeitskreis Dorferneuerung unter Vorsitz von Claus-Dieter Schmidt bei der jüngsten Sitzung vorgeschlagen, berichtet Südergellersens Bürgermeister Steffen Gärtner (CDU). Das Votum des Arbeitskreises soll Grundlage für den Gemeinderat sein, der über die Projekte entscheidet, die für das Förderprojekt zum 15. Februar 2016 angemeldet werden sollen. Ursprünglich stand auf Platz eins der Prioritätenliste die Schaffung von Stellplätzen für mehr als 30 Autos und einen Bus südöstlich des Hotels ,,Zur Wassermühle“.

Bereits im Februar war laut Gärtner das Dorferneuerungskonzept Heiligenthal vom Land Niedersachsen genehmigt worden. „Allerdings haben wir lange warten müssen, bis die neue Förderrichtlinie herauskam. Die stellt uns nun vor bürokratische Schwierigkeiten und bedeutet voraussichtlich einen geringeren Fördersatz als bisher.“ Die Rede ist von einem Förderanteil von 33 Prozent auf den Bruttobetrag eines Bauprojekts anstelle von 50 Prozent aufs Netto. Gärtner: „Das wird sich alles zwar noch relativieren. Aber wir mussten etwas umdenken.“ Die Prioritätenliste wurde auch den aktuellen Bedürfnissen angepasst.

Einzelne Teilnehmer sprachen sich bei dem Treffen in der Wassermühle als erste Maßnahme für die Neugestaltung der Heiligenthaler Ortseingänge aus. Die große Mehrheit jedoch votierte aber für den Südergellerser Weg. Laut Ortsplaner Frank Patt soll der von der Hauptstraße bis zur Einmündung Sportplatz angepackt werden, um vor allem das Problem der Oberflächenentwässerung in den Griff zu bekommen. Gärtner: „Oft läuft Regenwasser in Massen über die Höfe.“ Das soll abgestellt werden, indem das keilförmige Profil der Straße so geändert wird, dass das Wasser nur noch in eine Richtung abfließt. Dazu sollen unter anderem eine Natursteingosse bis hin zu einem neuen Regenrückhaltebecken geschaffen werden. Auch die Pflasterung der Einmündungsbereiche ist vorgesehen. Die Kostenschätzung liegt bei rund 186000 Euro.

Mit schätzungsweise 240000 Euro würde der neue Parkplatz bei der Wassermühle zu Buche schlagen, der nun erstmal zurückstehen soll. Patt: „Da sind ohnehin noch Vorarbeiten gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde zu erledigen.“ Ziel der Maßnahme sei es, dass die Kreisstraße nicht mehr von beiden Seiten zugeparkt wird durch den Hotel- und Restaurantbetrieb oder bei Veranstaltungen in der nahen Gutskapelle.

Nachdem Heiligenthal 2012 ins Dorferneuerungsprogramm des Landes aufgenommen worden war, fanden sich mehr als 30 Interessierte zusammen, die seitdem den Arbeitskreis Dorferneuerung bilden. Sie skizzierten 16 Einzelprojekte, deren Gesamtkosten auf rund 1,33 Millionen Euro geschätzt werden. Herausgekommen ist ein 174 Seiten starkes Papier, das vor einem Jahr dem Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg vorgelegt wurde. Dort wird über die Förderung der Projekte entschieden, wobei die mit anderen Vorhaben in den Landkreisen Lüneburg, Harburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg konkurrieren.