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Spannend fanden die Mädchen und Jungen den Blick hinter die Kulissen im Bleckeder Biosphaerium beim so- genannten Türöffnertag. Unter anderem fütterten sie die Fische und lernten die Filteranlage kennen. Foto: ina
Spannend fanden die Mädchen und Jungen den Blick hinter die Kulissen im Bleckeder Biosphaerium beim so- genannten Türöffnertag. Unter anderem fütterten sie die Fische und lernten die Filteranlage kennen. Foto: ina

Schlafende Biber, hungrige Fische

ina Bleckede. „Einen Biber kann man am besten mit einer Mohrrübe wecken.“ Obwohl die zehnjährige Laura-Sophie schon viel über die Nager wusste, war diese Information für sie neu. „Auch Erdbeeren und Äpfel findet er lecker, das hat mich echt überrascht.“ Die Schülerin der fünften Klasse gehört zu einer zwölfköpfigen Gruppe von Kindern, die am „Türöffner-Tag“ im Biosphaerium Elbtalaue hinter die Kulissen blicken durften.

Hinter der Idee steckt die vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) ausgestrahlte „Sendung mit der Maus“, ins Leben gerufen wurde die Aktion anlässlich des 40. Maus-Geburtstags im Jahr 2011.

Am „Türöffner-Tag“ können Kinder und Familien überall in Deutschland bei freiem Eintritt Sachgeschichten live erleben. Mehrere hundert Einrichtungen, Unternehmen, Forschungslabore, Vereine und Werkstätten öffnen Türen, die Besuchern sonst verschlossen bleiben.

Das Biosphaerium bot insgesamt 24 Maus-Fans bei zwei ausgebuchten Terminen exklusive Einblicke in die Biberanlage und die Aquarienlandschaft. In der Biberanlage suchten die acht- bis 14-Jährigen mit Umweltpädagogin Petra Schnelle zunächst nach den Spuren des großen Nagers und erkundeten seinen Lebensraum. Anschließend durften die Kinder bei einer Biber-Fütterung dabei sein. Hinter den Kulissen der Aquarienlandschaft wurde von Tierpfleger Sven Schulze die Funktionsweise der Technik anschaulich erklärt.

Darüber hinaus lernten sie auch „Fischfutter-Leckereien“ von Mehlwürmern bis quaderförmig eingefrorenen Mückenlarven kennen. Vier vorab ausgeloste Kinder durften dann einen Antennenwels und zwei Karpfen füttern. „Schaut mal, der Wels starrt uns an“, sagte die siebenjährige Nike aus Adendorf und deutete auf das Becken. „Erst denkt man, der ist hässlich, aber wenn man sich den Wels eine Zeitlang anguckt, ist er richtig süß.“