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Herabfallendes Laub im Herbst kann Fahrbahnen schnell zu Rutschbahnen werden lassen. Foto: be
Herabfallendes Laub im Herbst kann Fahrbahnen schnell zu Rutschbahnen werden lassen. Foto: be

Herbstgefahren im Straßenverkehr

ots Lüneburg. Mit Beginn des Herbstes steigt bundesweit die Gefahr eines Verkehrsunsfalls. Eine Ursache hierfür ist, dass sich viele Verkehrsteilnehmer noch nicht auf die nun gefährlicher werdenden Straßen- und Wetterverhältnisse eingestellt haben.

Die Polizei warnt vor Achtlosigkeit, denn Fahrbahnoberflächen nehmen im Herbst ihre ganz eigenen Beschaffenheiten an, es tritt häufig Nebel auf und sinkende Temperaturen sorgen mitunter für überfrierende Nässe. Durch regennasse und oft zusätzlich mit Laub bedeckte Straßen oder dichten Nebel kommt es sehr schnell zu mitunter schweren Verkehrsunfällen. Aus diesem Grund heißt die Devise „runter vom Gas“ und den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug vergrößern. Zeitverzögerungen sollten im Herbst wie auch im Winter bei allen Fahrten mit einkalkuliert werden.  Stellen Sie sich auf die jahreszeitlich bedingten Veränderungen, Gefahren und Situationen im Straßenverkehr ein und helfen Sie mit, Verkehrsunfälle zu vermeiden.

  • Immer häufiger gibt es feuchte, schmierige Fahrbahnoberflächen, durch Morgen- oder Abend-Tau. Das kann insbesondere für Motorradfahrer sehr gefährlich werden.
  • Wildwechsel sind nach wie vor typischen Gefahren der Landstraßen und mit der Abnahme des Tageslicht, also den kürzer werdenden Tagen ist das Wild morgens später und abends früher aktiv als im Frühjahr und in den Sommermonaten. Dämmerungszeiten (Morgen-, wie Abenddämmerung) sind Wildwechselzeiten. Bei Wildwechsel gilt: 1. Unter Beachtung des Nachfolgeverkehrs kontrolliert abbremsen 2. Nicht ausweichen 3. Lenkrad fest- und gerade halten.
  • Herbstzeit ist auch Erntezeit. Wir befinden uns in der Endphase der Kartoffelernte und es schließen sich fast übergangslos die Mais- und die Rübenernte an, die bis in den Dezember hinein reichen. Immer häufiger treffen wir gerade auf Landstraßen landwirtschaftliche Züge und Erntefahrzeuge an, die in aller Regel auch wesentlich langsamer, häufig auch breiter und vor allem in der Dunkelheit schlecht zu erkennen sind. Bedenken Sie beim Überholen moderner landwirtschaftlicher Züge auch, dass manche Traktoren bis zu 60 km/h erreichen können und deshalb ein längerer Überholweg als bei älteren Zugfahrzeugen (25 km/h) einzuplanen ist.
  • Auch das sogenannte „Bauernglatteis“ zählt zu den typischen Herbstgefahren. Gemeint sind erhebliche Fahrbahnverschmutzungen durch Erd- oder Lehmklumpen, die sich beim Verlassen der Ackerflächen aus den grobstolligen Reifen der landwirtschaftlichen Fahrzeuge lösen und vor allem zusammen mit Nässe zu einem gefährlich rutschigen Schmierfilm werden.
  • Im Bereich von Waldschneisen und Brücken muss bei herbstlichen Winden und Stürmen mit spürbarem Seitenwind gerechnet werden, der schnell zu folgenschweren Fahrfehlern führen kann. Grundregel muss es sein, bei plötzlich auftretenden oder natürlichen Hindernissen oder Wildwechsel, niemals schnelle Lenkbewegungen zu vollziehen, da diese gerade bei ungünstigen Fahrbahnbedingungen unweigerlich zum unbeherrschbaren Ausbrechen des Fahrzeuges führen.
  • Sehen und gesehen werden ist gerade für Fußgänger & Radfahrer in der dunklen Jahreszeit wichtig: Fußgänger, insbesondere Schüler, sollten in der Dunkelheit mit entsprechenden Reflektorbändern an der Kleidung versehen sein, oder aber entsprechend helle Kleidung tragen, um besser von den Kraftfahrern gesehen zu werden.Das gilt auch für Jogger, die in der Dämmerung oder Dunkelheit an Straßen unterwegs sind. Eltern sollten darauf achten, dass die Fahrräder ihrer Sprösslinge verkehrstüchtig sind und den Anforderungen entsprechenden sowie selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Räder mit defekter Beleuchtung oder mit defekten Bremsen haben im Straßenverkehr nichts zu suchen. Ein Fahrradhelm schützt erwiesenermaßen vor schweren Kopfverletzungen!