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Heiko Dörbaum, Lokalpolitiker mit Herzblut, verlässt die Kommandobrücke der SPD-Fraktion nach elf Jahren, im Rat macht er bis zum Ende der Wahlperiode weiter. Foto: jj
Heiko Dörbaum, Lokalpolitiker mit Herzblut, verlässt die Kommandobrücke der SPD-Fraktion nach elf Jahren, im Rat macht er bis zum Ende der Wahlperiode weiter. Foto: jj

Dörbaum gibt Chefposten ab + + + Mit Video

as Lüneburg. Er hat sich den Schritt reiflich überlegt, hat auch mit seiner Familie und politischen Weggefährten darüber gesprochen, ob er bei der Kommunalwahl 2016 noch einmal antritt. „Schließlich habe ich mich entschieden, nicht noch einmal zu kandidieren. Deshalb ist es aus meiner Sicht konsequent, dass ich jetzt schon mein Amt als Fraktionsvorsitzender der SPD aufgebe, damit eine Nachfolgerin beziehungsweise ein Nachfolger gewählt werden kann“, sagt Heiko Dörbaum (70). Das hat er seiner Fraktion jetzt mitgeteilt, kommenden Montag soll ein neuer Fraktionsvorsitzender gewählt werden. Dörbaum hat einen Kandidaten vorgeschlagen: Klaus-Dieter Salewski, der seit dieser Wahlperiode im Rat der Stadt sitzt.

Seit knapp einem Vierteljahrhundert engagiert sich Heiko Dörbaum in der Kommunalpolitik, hat in dieser Zeit ein großes Paket an Aufgaben gestemmt. 20 Jahre steht er dem Bauausschuss als Vorsitzender vor und hat in dieser Zeit ein Stück Stadtentwicklung mitgeschrieben. Stichworte sind hier unter anderem der Ausbau des Klinikums, die Entwicklung des Schulzentrums Kaltenmoor und das Kultur- und Bildungszentrum Saline. Außerdem ist er seit 23 Jahren mit viel Herzblut als Ortsvorsteher am Ebensberg tätig und seit 2004 Fraktionschef der SPD im Rat. Im Kreistag saß er von 2001 bis 2013, fünf Jahre davon war er dort stellvertretender Fraktionschef der SPD. Anfänglich habe er gedacht: Das machst Du fünf Jahre. Doch dann seien daraus 25 Jahre spannender kommunalpolitischer Arbeit geworden. Seine Prämisse: Das geht nur mit großem Engagement. Eine seiner vornehmlichen Eigenschaften: Verlässlichkeit. Die gilt für ihn in der Zusammenarbeit mit seiner Fraktion wie auch allen Fraktionen im Rat, mit dem jeweiligen Gruppenpartner sowie mit Oberbürgermeister Ulrich Mädge.

Nun der Ausstieg in kleinen Schritten. Bis zum Ende der Wahlperiode möchte Dörbaum weiter seine Funktion als Vorsitzender des Bauausschusses ausüben und Ortsvorsteher des Stadtteils Ebensberg bleiben. Sein Amt als Fraktionsvorsitzender gibt er jetzt schon mit der Überlegung ab, „dass meine Nachfolgerin/mein Nachfolger in Anbetracht der anstehenden Haushaltsberatungen für das Jahr 2016 die Möglichkeit haben muss, Verantwortung zu übernehmen und Zeit für die Einarbeitung braucht“. Der Etat 2016 sei mit großen Herausforderungen verbunden wie zum Beispiel mit der Bewältigung der Flüchtlingssituation und der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

In Klaus-Dieter Salewski sieht Dörbaum den richtigen Nachfolger: „Er bringt gute Voraussetzungen durch seine Arbeit in der Fraktion und langjährige Erfahrung in verantwortlicher Gewerkschaftsarbeit mit.“ Allerdings muss ihn die Fraktion am kommenden Montag noch wählen. Ob es weitere Vorschläge gebe, lasse sich derzeit noch nicht sagen.