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Das Lüneburger Klinikum richtet eine Sprechstunde für Flüchtlinge im Ambulanzzentrum am Oedemer Weg ein. Foto: A./t&w
Das Lüneburger Klinikum richtet eine Sprechstunde für Flüchtlinge im Ambulanzzentrum am Oedemer Weg ein. Foto: A./t&w

Klinikum Lüneburg: Ärzteteam für die Erstversorgung von Flüchtlingen

ca Lüneburg. Die Stadt verbessert die medizinische Versorgung der Flüchtlinge im Camp der Theodor-Körner-Kaserne. Damit reagiere das Rathaus auf eine Bitte des Landes, heißt es in einer Mitteilung. Künftig sollen sich die Menschen im Ambulanzzentrum der Radiologie am Oedemer Weg einer Erstuntersuchung unterziehen. Oberbürgermeister Ulrich Mädge betont: „Es muss niemand Sorge haben, dass für andere Patienten im Klinikum nun weniger Leistungen zur Verfügung stünden oder irgendwelche Risiken entstünden.“

Ein sechsköpfiges Team aus Ärzten, Ambulanz- und Pflegefachkräften sowie medizinisch-technischen Radiologieassistenten wird in den nächsten Wochen von montags bis freitags von 16.30 bis 21 Uhr Patienten untersuchen. Die regulären Sprechzeiten des Ambulanzzentrums seien davon nicht betroffen. Die DLRG, die für das Land Niedersachsen die Notunterkunft betreibt, kümmert sich um den Transport der Flüchtlinge von der Kaserne zum Klinikum und zurück und vermittelt auch Dolmetscher. Pro Abend kann das Klinikum für etwa 50 Flüchtlinge eine medizinische Erstuntersuchung inklusive Labor- und radiologischer Untersuchung anbieten.

Derweil hatten sich Lüneburger Mediziner, die am Wochenende ehrenamtlich in der Unterkunft Dienst geschoben hatten, Sorgen gemacht, dass sie Patienten im Fall der Fälle nicht weiter zu Fachärzten wie Gynäkologen überweisen könnten. Dem widerspricht ein Sprecher der DLRG: Entsprechende Bescheinigungen der Sozialbehörden lägen nun vor. In der Vergangenheit sei die DLRG für entstehende Kosten eingesprungen, die dann die Landesaufnahmebehörde erstattet habe.

Für die medizinische Versorgung zeichnet zwar das Land verantwortlich, der Landkreis will aber Ende des Monats bei einer Routinebegehung schauen, ob aus Gesichtspunkten der Hygiene und des Infektionsschutzes alles in Ordnung ist.