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Nach dem Fahrplanwechsel der Bahn am 13. Dezember wird IRE seltener nach Berlin fahren. Foto: A./be
Nach dem Fahrplanwechsel der Bahn am 13. Dezember wird IRE seltener nach Berlin fahren. Foto: A./be

Fahrplanwechsel 2015: IRE fährt seltener nach Berlin +++ Zusätzliche Metronom-Züge

cec Lüneburg. Der nächste Fahrplanwechsel der Bahn steht am 13. Dezember an. Er bringt auch für Lüneburg Veränderungen. Betroffen ist der seit April vergangenen Jahres eingesetzte IRE nach Berlin, auf der Strecke gibt es sogar vor dem Fahrplanwechsel schon Veränderungen.

Dass die Deutsche Bahn mit der Auslastung des Zuges nicht zufrieden ist, hatte der Regionalverband Elbe-Heide im Verkehrsclub Deutschland bereits gehört und fragt deshalb: „Welche unterstützenden Maßnahmen können ergriffen werden?“ Die Bahn ihrerseits habe diesbezüglich schon einiges angestoßen, entgegnet Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis. Da die Auslastung des IRE schwankt, werden bereits ab 2. November die stark nachgefragten Verbindungen von Donnerstag bis Sonntag mit einer erhöhten Wagenzahl gefahren. Zu verkehrsschwachen Zeiten von Montag bis Mittwoch verkehrt der Zug nur noch jeweils einmal pro Tag nach Berlin, und zwar morgens, statt wie bisher zweimal (7.35 und 17.13 Uhr ab Lüneburg). Nur über Weihnachten und den Jahreswechsel im Zeitraum vom 17. Dezember bis 4. Januar setzt der bisherige Takt wieder ein.

Eine weitere Neuerung tritt mit dem Fahrplanwechsel im Dezember ein, die Züge von Berlin nach Lüneburg fahren morgens dann eine Stunde später ab, gegen 8 Uhr.
Um die Verbindung zu stärken, habe man schon einiges auf den Weg gebracht, erklärt Bahn-Sprecher Meyer-Lovis. So sei beispielsweise das Catering-Angebot verbessert und an Kundenwünsche angepasst worden. Außerdem habe das Unternehmen in Hamburg und Berlin mit Anzeigenschaltungen und Medienkooperationen inklusive Ticketverlosungen kräftig für die Strecke geworben. Und es wurde ein Faltblatt mit dem Titel „Hamburg liegt jetzt an der Spree“ produziert, der die vielen Vorzüge der Verbindung bewirbt und in den kommenden Tagen an allen „Unterwegs-Bahnhöfen“ ausgelegt werden soll.

Der Verkehrsclub kritisiert, dass der Zug nicht in Bad Bevensen hält, sieht den Grund dafür darin, dass die Haltestelle zum Nahverkehrsbereich des Metronom gehört. Das kann Meyer-Lovis nicht bestätigen. Zwar wisse er es auch nicht hundertprozentig. „Aber ich glaube das nicht, weil er in Lüneburg dann ja auch nicht halten dürfte.“ Bad Bevensen sei als Halt zum einen nicht in Betracht gekommen, weil die Trasse stark frequentiert sei sowohl durch Fern-, als auch durch Güterzüge, zum anderen, weil die Bahn eine passable Fahrzeit anbieten möchte. Aus diesem Grund dürften Reisende auf der Strecke Berlin-Hamburg in Uelzen, Lüneburg und Hamburg-Harburg ja auch nur aus- und in der Gegenrichtung an diesen Bahnhöfen nur zusteigen.

Nachteilig wirkt sich der Fahrplan-Wechsel im Dezember auch für Bahnkunden aus, die zwischen Frankfurt und Lüneburg verkehren. Denn auf der Verbindung Frankfurt-Hannover mit dem ICE 1094, der um 16.58 Uhr in der Main-Metropole startet, fallen täglich außer sonnabends die Zwischenhalte in Kassel und Göttingen und Lüneburg als Endstation weg. Es heißt also, in Hannover umzusteigen in den ICE 584 München-Lübeck. Ankunft in Lüneburg ist dann nicht wie bisher um 20.10 Uhr, sondern erst um 20.26 Uhr. Die nächste Direktverbindung, der ICE 572, verlässt Frankfurt um 18.58 Uhr und trifft an der Ilmenau um 22.12 Uhr ein.

Positiv für hiesige Reisende ist eine andere Veränderung: Lüneburg wird neuer Nachtzug-Halt. Der Nachtzug fährt um 20.59 Uhr in Richtung Freiburg, Basel, Zürich sowie nach München über Stuttgart und an den Winterwochenenden nach Innsbruck. In der Gegenrichtung erreicht er Lüneburg um 8 Uhr. Eine 30 Minuten frühere Ankunft in Basel ermöglicht einen neuen Anschluss von und nach Mailand.

Zusätzliche Metronom-Züge aus Hamburg

Auch beim Metronom stehen zum 13. Dezember Veränderungen an. Künftig fährt auch am Freitag um 18.31 Uhr ein Zug vom Hamburger Hauptbahnhof nach Lüneburg, bislang fuhr dieser nur montags bis donnerstags. Ein zusätzlicher Zug in Richtung Lüneburg verlässt freitags um 14.03 Uhr den Hamburger Hauptbahnhof.

Außerdem fahren einige Züge, deren letzter Halt bislang Hamburg-Harburg war, in Zukunft bis zum Hamburger Hauptbahnhof weiter, und zwar jener, der montags bis freitags um 12.33 Uhr in Lüneburg hält, sowie die Wochenend-Verbindungen, die um 10.33 Uhr, um 12.33 Uhr, um 16.33 Uhr und um 20.22 Uhr in Lüneburg abfahren.

In der Gegenrichtung startet entsprechend in der Woche eine Verbindung am Hamburger Hauptbahnhof, am Wochenende sind es vier. Ob Metronom-Kunden mehr zahlen müssen, steht noch nicht fest. Wenn der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) neue Tarife beschließt, dann im Dezember, Änderungen würden voraussichtlich zum 1. Januar 2016 wirksam, erklärt Pressesprecher Björn Pamperin. Er stellt klar: „Metronom hat keinen Einfluss auf die Preise.“