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Die schraffierte Linie zeigt den Geltungsbereich für den Bebauungsplan „Östlicher Ortskern Oedeme“. Oben ist das Areal der Reiterbar zu sehen. Foto: sp
Die schraffierte Linie zeigt den Geltungsbereich für den Bebauungsplan „Östlicher Ortskern Oedeme“. Oben ist das Areal der Reiterbar zu sehen. Foto: sp

Oedeme: Bebauung muss ins Ortsbild passen

as Lüneburg. Erste Adresse für die Vorstellung des Entwurfs eines Bebauungsplanes „Östlicher Ortskern Oedeme“ war der Ortsrat, der bereits große Zustimmung für die Planungen bekundete. Einstimmig votierte jetzt auch der Bauauschuss der Stadt für den Entwurf, der eine ortstypische Bebauung vorsieht. Nun soll die Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen.

Der Plan umfasst eine 9,8 Hektar große Fläche, die sich von der Reiterbar im Norden bis zur Straße Hinter der Gärtnerei im Süden erstreckt, östlich wird sie von den landwirtschaftlichen Flächen entlang des Hasenburger Mühlenbaches, im Westen von Gründstücken an der Straße Im Dorf begrenzt. Ziel sei eine Verdichtung, die ins Ortsbild passen soll, sagt Matthias Eberhard, Bereichsleiter Stadtplanung. Entstehen sollen Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser, jeweils eingeschossig, mit einer Traufhöhe von maximal vier Metern und einer Firsthöhe von bis zu neun Metern. Lediglich landwirtschaftliche Gebäude, die erhalten bleiben und anders genutzt werden sollen, dürfen bis zu 11,5 Meter hoch sein. Auf dem Gelände der Reiterbar könnten ein Dorfgemeinschaftshaus und eventuell auch ein Kindergarten entstehen.

Dem Naturschutz wurde bei den Planungen Rechnung getragen. Als Ergebnis einer Biotoptypkartierung wurden Grünflächen festgesetzt, die als Pufferzonen zur Bebauung und zu Naturschutzgebieten dienen. Festgeschrieben wird auch, dass alte Baumbestände wie an der Reiterbar erhalten bleiben.

Ortsbürgermeisterin Christel John erklärte, der Ortsrat sei gut in die Planung eingebunden worden. Sie plädierte dafür, dass der Charakter der Scheunen erhalten bleiben soll. Birte Schellmann (FDP) liegt daran, dass sich neue Gebäude wirklich ins Bestehende einfügen.

Eduard Kolle (SPD) wollte wissen, ob es schon konkrete Ideen für ein Dorfgemeinschaftshaus gebe. Bisher sei das nur eine angedachte Planung, erklärte Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Wolfgang Kuhn (CDU) lobte, dass der alte Schafstall unter Denkmalschutz gestellt wurde, der alte Ortskern damit nicht restlos verloren gehe. Andreas Meihsies (Grüne) erklärte, seinem Fraktionskollegen Alfons Bauer-Ohlberg, der im Ortsrat Oedeme sitzt, sei das Maß der Bebauung wichtig. „Es wird nicht alles abgerissen, sondern manches erhalten.“ Dafür dankte er der Bauverwaltung. Sein Vorschlag: Hinter der Reiterbar sollten die Flächen für Landschaftsschutz ausgewiesen werden. Es sei bereits Naturschutzgebiet, erklärte Oberbürgermeister Mädge.