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Neben Traktoren, Metronom-Zug oder Bardowicker Mühle verewigt Graffiti-Künstler Jonathan Sachau auch den Nikolaihof an den Wänden der Fußgängerunterführung. Foto: t&w
Neben Traktoren, Metronom-Zug oder Bardowicker Mühle verewigt Graffiti-Künstler Jonathan Sachau auch den Nikolaihof an den Wänden der Fußgängerunterführung. Foto: t&w

Die Mühle im Bahnhofstunnel — Graffitti-Kunst in Bardowick

cas Bardowick. Die Idylle der Bardowicker Windmühle, ein Traktor bei der Gemüse-Ernte und der unverkennbare, blau-gelbe Metronom-Zug – sie zählen zu den ersten Motiven, die einen Platz auf den Wänden des Bardowicker Bahnhofstunnels gefunden haben. Die einzelnen Graffiti sollten alle einen Bezug zur Samtgemeinde Bardowick haben, erklärt Jonathan Sachau.

Der 31-jährige Graffiti-Künstler aus Hamburg hat mit seiner Firma „Dosenfutter“ den Zuschlag für das Projekt erhalten, für das die Gemeinde zuvor eine Ausschreibung veröffentlicht hatte. Unter anderem sollen historische Gebäude wie der Dom zu Bardowick künstlerisch umgesetzt werden, ebenso wie landwirtschaftliche Motive und der Bardowicker Bahnhof.

Die Kosten für die Verschönerung der Fußgänger- und Fahrradunterführung am Bardowicker Bahnhof werden sich auf etwa 10 000 Euro belaufen, berichtet Bardowicks Bauamtsleiter Christian Helke. Getragen werden die Kosten vom Domflecken Bardowick, der die Idee zur Tunnel-Verschönerung von Beginn an unterstützte. Der Eigenbetrieb Straßenbau und -unterhaltung (SBU) des Landkreises Lüneburg, Eigentümer des Tunnels, habe der Verschönerung ebenfalls zugestimmt.

Die Motive für die Graffiti haben Vertreter aus Gemeinde und Politik zusammen mit Jonathan Sachau erarbeitet und beschlossen. Einer der großen Vorteile des Projektes: Die bunten Motive sind nicht nur ein echter Hingucker, sondern schützen die Wände zudem vor unerwünschten, illegalen Sprühereien.

Vor drei Jahren hat Jonathan Sachau die Firma „Dosenfutter“ gegründet. Mittlerweile arbeitet er hauptberuflich als Graffiti-Sprayer und ist damit gut im Geschäft, erzählt er. Der 31-Jährige, der in Lüneburg Erziehungswissenschaften studierte, erhält Aufträge aus ganz Norddeutschland. Auch in und um Lüneburg konnte er sich bereits künstlerisch austoben. Vor zwei Jahren setzte er mit Lüneburg-Motiven Farb-Akzente auf der Wand des damals gerade neu gebauten Fahrrad-Parkhauses vor dem Bahnhof. Auch auf zahlreichen Stromkästen sind seine Werke zu bewundern.