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Verschollen: An der Artotale hatten sich Herakut mit diesem Graffito am Haus Wandfärberstraße 3 beteiligt, heute ist es nicht mehr da. Foto: nh/Laura Bensow
Verschollen: An der Artotale hatten sich Herakut mit diesem Graffito am Haus Wandfärberstraße 3 beteiligt, heute ist es nicht mehr da. Foto: nh/Laura Bensow

Artotale Lüneburg: Was übrig blieb

mm Lüneburg. Herakut ist ein deutsches Künstler-Duo, international erfolgreich. Das sind Jasmin Siddiqui (Hera) und Falk Lehmann (Akut), sie sprayen, zeichnen, bauen Skulpturen. Ihre Kunstwerke sind bei Shows, Ausstellungen und im öffentlichen Raum in den größten Städten rund um den Globus zu sehen. Die Straßenkünstler waren auch schon in Lüneburg. Bei der „Artotale“, dem Kunstprojekt der Universität in der Leuphana-Startwoche im Jahr 2009 in Zusammenarbeit mit der Stadt. Damals kamen viele Straßenkünstler, um mit ihren Graffiti, Gemälden und Installationen die Stadt und den Universitätscampus zu verschönern. Die Lebensdauer einiger Kunstwerke war jedoch begrenzt – sie sind wieder verschwunden.

Auf Spurensuche

Wie das Graffito von Herakut. Einst zierte ihr Kunstwerk, eine Meerjungfrau, eine Hauswand an der Wandfärberstraße. Es war, wenn man so will, ein internationales Aushängeschild. Es ist inzwischen ebenso verschwunden wie ein Dutzend weitere Graffiti und Installationen, die während der Artotale entstanden waren. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: „Verschiedene Faktoren spielten eine Rolle für die Dauer eines Kunstwerkes: die Genehmigung der Hauseigentümer, die Genehmigung der Stadt, aber auch die verwendeten Materialien. Natürliche Materialen, zum Beispiel Papiermaché, lösen sich nach einiger Zeit auf. An manchen Stellen haben neue Baumaßnahmen die Kunstwerke verdrängt“, heißt es von der Universität auf Nachfrage.

Bei einer Spurensuche hat LZ-Mitarbeiterin Carina Stelter nachgeforscht, wo in der Stadt noch Graffiti und Gemälde der Artotale haften geblieben sind.

 

Noch da sind:

  • Ben Eine: Graffito. Parkhaus Karstadt, Auf dem Wüstenort
  • Trica186: Graffito. Garage, Auf der Hude 72
  • Tryone: Graffito. Uni-Campus (UC) Hörsaal 5, Rückwand
  • Pius Portmann: Graffito. Musikschule, An der Münze 7
  • 1010: Graffito. Große Bäckerstraße 21
  • Boxi: Graffito. Salzstraße 13/14
  • Victor Ash: Graffito. Ritterstraße 12
  • Victor Ash: Graffito. Rote Straße 12
  • Faith47: Graffito. Hauptschule Stadtmitte, Haagestraße 1
  • Moki & 1010: Graffito. Johannisstraße 22
  • Brad Downey: Graffito. Uni-Gebäude, Rotenbleicher Weg 67
  • Herbert Baglione: Graffito. Uni-Gebäude, Wilschenbrucher Weg 84
  • Zezao: Graffito. Mensagebäude UC 3
  • SKKI: Plakat. UC Außenwand Bibliothek
  • Daue the Chimp: Graffito. Heinrich-BöIl-Straße 38
  • Daniel Man: Graffito. UC Hörsaal 4, Rückwand
  • Vitche & Jana: Graffiti und Installation. UC Hörsaal 1, RückwandVerschwunden sind:
  • Vitche: Skulptur. St. Johanniskirche, Am Sande
  • Herakut: Graffito. Wandfärberstraße 3
  • Branco: Kunstplakate. Karstadt, Große Bäckerstraße 31
  • Swoon: Paste-Up. Glockenstraße 19
  • Almut Linde: Skulptur. Grapengießerstraße
  • Mirko Reisser(DAIM): Graffito. Obere Schrangenstraße 18
  • Loomit: Graffito. Parkhaus am Wasserturm, Bei der Ratsmühle
  • Tilt: Graffito. Rotenbleicher Weg 2a
  • Zeus: Graffito. Universitätsgebäude, Rotenbleicher Weg 67
  • Alex Diamond: Installation. UC Grünfläche vor Gebäude 9
  • Jay-One: Graffito. Heinrich-BöIl-Straße 34
  • DTAGNO: Moos-Installation. UC Gebäude 12, Vorbau
  • Jana: Graffito. UC Gebäude 27 

One comment

  1. Swoon ist eine Künstlerin 🙂