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Schadstoffsanierung in Westergellersen
Schadstoffsanierung: Nachdem der Umbau des alten Kühlhauses in Westergellersen zum Gemeinschaftsraum der Jugendfeuerwehr wegen einer Schadstoffbelastung zunächst gestoppt worden war, gibt es nun doch ein Happyend. Die Schadstoffe sind entfernt, Innenausbau und die Verschönerung der Fassade können starten. Foto: uk

Schadstoffsanierung in Westergellersen: Kühlhaus-Projekt läuft wieder

dth Westergellersen. Die Zukunft des ehemaligen Kühlhauses in Westergellersens Ortsmitte ist nach der Schadstoffsanierung gesichert: Jetzt „können nun der Innenausbau und einige Verschönerungsarbeiten an der Außenfassade erfolgen“, sagt Westergellersens ehrenamtlicher Gemeindebürgermeister Hans-Jürgen Nischk (CDU). Bei seiner öffentlichen Sitzung am Dienstagabend im Clubraum der Grundschule Westergellersen hat der Gemeinderat nun einer überplanmäßigen Ausgabe in Höhe von 8000 Euro einmütig zugestimmt für die weitere Sanierung und Herrichtung des „Alten Kühlhauses“. Das Gebäude soll künftig der Westergellerser Jugendfeuerwehr als Gemeinschaftsraum dienen.

Bereits Ende 2013 hat sich der Rat dazu entschlossen, das Gebäude wieder nutzbar zu machen, erinnert Nischk. Ein Abriss kam wegen der Erhaltung des Ortsbildes ohnehin nicht in Frage. Allerdings hatte es eine böse Überraschung gegeben.

Für das Kühlhaus waren hochgradig mit Schadstoffen belastete Dämmmaterialien verwendet worden, unter anderem Teeranstriche. Die vom Gemeinderat zunächst ins Auge gefasste Behandlung der Wände mit Sandstrahl könne das Problem nicht aus der Welt schaffen, warnte vergangenes Jahr ein Fachmann bei einer Besichtigung. Die Pläne zur Sanierung des Kühlhauses wurden im Sommer 2014 zunächst auf Eis gelegt.

In diesem Frühjahr entfernte nun eine Spezialfirma das belastete Dämmmaterial und versiegelte die Wände mit einer Folie. Bürgermeister Nischk berichtet: „Das Bremer Umwelt­institut hat bereits eine Schadstoffanalyse durchgeführt und der ausführenden Fachfirma ein gutes Zeugnis ausgestellt. Die Schadstoffwerte sind deutlich unter den Grenzwerten.“ Jetzt kann das Projekt fortgesetzt werden.

Christian Vorbringer, Jugendfeuerwehrwart in Westergellersen, begleitet die Umsetzung. Er sagt: „Die Arbeiter stehen schon in den Startlöchern.“ Zunächst sollen am Montag die Fenster eingebaut werden, zwei werden ersetzt und eins ist komplett neu. Vorbringer sagt: „Danach geht es mit dem Trockenbau los.“

Bis Ende des Jahres könne die Jugendfeuerwehr einziehen. Mit dem alten Kühlhaus stehen der Jugendfeuerwehr dann insgesamt 35 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Vorbringer sagt: „Wir wollen das Kühlhaus als gemeinsamen Hobby- und Gemeinschaftsraum nutzen. Außerdem kommt eine Werkbank rein, um die Jugendlichen auch im handwerklichen Bereich zu fördern.“

Das Kühlhaus wurde in den 1950er-Jahren in der Ortsmitte erbaut. Dort wurden noch bis 1998 Fleisch, Gemüse und Obst tiefgefroren gelagert. Zuletzt war das Haus nur noch als Abstellraum für den Gemeindearbeiter genutzt worden.