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Dominik (mit Jutta Bauer aus der Kämmerei beim Theater) und Kilian (mit Bürgermeister Thomas Maack im Freibad Adendorf) haben die HanseCard schon genutzt. Foto: sp
Dominik (mit Jutta Bauer aus der Kämmerei beim Theater) und Kilian (mit Bürgermeister Thomas Maack im Freibad Adendorf) haben die HanseCard schon genutzt. Foto: sp

HanseCard kommt gut an

as Lüneburg. Die HanseCard ermöglicht einen vergünstigten Eintritt in bestimmte Einrichtungen in Stadt und Landkreis. Nutzen können sie Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien sowie solche, die ein Ehrenamt ausüben. Das kommt gut an. Besonders für den Besuch des Lüneburger Sportbades und des Freibades Hagen sowie des Freibades und des Eisstadions in Adendorf zum halben Preis wurde sie im vergangenen Jahr eifrig genutzt. Wie sich die Hansecard seit der Einführung im Jahr 2013 entwickelt hat und wie es im kommenden Jahr weitergeht, das ist Thema im Gesundheits- und Sozialausschuss des Lüneburger Rates. Er tagt am Montag, 9. November, von 15.30 Uhr an im Hospital zum Großen Heiligen Geist, Heiligengeiststraße 29a.

Zwei Angebote kommen hinzu

2014 sind gegenüber dem Vorjahr rund 25 Prozent mehr Karten ausgegeben worden, die Zahl stieg von 3242 auf 4061. Das ist größtenteils darauf zurückzuführen, dass seit Anfang 2014 auch Kinder und Jugendliche aus der Samtgemeinde Gellersen sowie aus der Gemeinde Adendorf aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung mit der Stadt Lüneburg die Karte in Anspruch nehmen können. Die Zahl der Nutzungen liege mit 28,4 Prozent etwas höher als der prozentuale Anstieg der ausgegebenen Karten, heißt es in der Vorlage zum Ausschuss. Ermittelt wurde auch, dass die Kinder und Jugendlichen die Hansecard nutzen, um das Theater, Volkshochschulkurse, das Salzmuseum oder Kurse der Evangelischen Familien-Bildungsstätte zu besuchen, allerdings in geringerem Maße als die Freizeitbäder und das Adendorfer Eisstadion. Außerdem können sie in der Ratsbücherei Lüneburg kostenlos Bücher ausleihen. Seit 2015 gibt es auch eine Vereinbarung zwischen der Hansestadt und der Samtgemeinde Ostheide, so dass auch dort junge Menschen in den Genuss der Vergünstigungen kommen.

Ab 2016 gilt sie auch für zwei neue Einrichtungen: die Kunstschule Ikarus und das Ostpreußische Landesmuseum. Beide Institutionen hatten sich an die Stadt gewandt, um in das Angebot der HanseCard aufgenommen zu werden. Die Stadt begrüßte das, da es sich um Bildungsangebote handele.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass es 2016 vorübergehend beim automatischen Versand der Karten eine Einschränkung geben wird. Bisher wurden die Adressen der Kinder aus Familien mit Leistungsbezug nach Sozialgesetzbuch II vom Jobcenter über die Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr könne die Agentur dies aufgrund einer Programmaktualisierung nicht rechtzeitig leisten. Deshalb müssen die Karten für die Kinder bei der Stadt Lüneburg im Geschäftszimmer 003 des Fachbereichs Soziales im Rathaus, Eingang Klosterhof, beantragt werden. Die Karten werden dann gedruckt und können mitgenommen werden. In den Gemeinden müssen die Anträge gestellt werden, die leiten dann die Namen und Adressen an die Stadt weiter, die die Karten an die Nutzer schickt.

Zuschüsse

Der Verein Blist und die Aids-Hilfe sollen Geld von der Stadt bekommen. Beide haben Anträge auf Unterstützung gestellt. Blist bittet um 900 Euro, die Aids-Hilfe um 2000 Euro. Da die Stadt allerdings nur noch 2000 Euro insgesamt für Zuschüsse im Topf hat, schlägt die Verwaltung vor, Blist 500 Euro und der Aids-Hilfe 1500 Euro zu gewähren. Der Sozialausschuss wird darüber nun entscheiden.