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Lüneburger Hafen
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umschlag im Lüneburger Hafen gestiegen. Bis Ende des Jahres sollen es 263000 Tonnen sein, das wäre ein Plus von 18 Prozent. Foto: A/t&w

Im Lüneburger Hafen ist noch ein Platz frei

as Lüneburg. Der Umschlag im Lüneburger Hafen nimmt weiter zu. Für das laufende Jahr geht Lars Strehse, Geschäftsführer der Hafen Lüneburg GmbH, von 263000 Tonnen aus, das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr mit 224000 Tonnen. Bis 2019 könne es aufgrund des Neubaus des Düngemittelzentrums der Raiffeisen ein weiteres Wachstum beim Umschlag von 10 Prozent geben, erklärte er im Wirtschaftsausschuss der Stadt.

Die Hafen Lüneburg GmbH bewirtschaftet die Infrastruktur, also das Hafenbecken, angrenzende Umschlagflächen, die Hafen- sowie die Goseburgbahn. Laut Hochrechnung wird sie in diesem Jahr einen Jahresüberschuss von rund 13600 Euro einfahren. Für das kommende Jahr weist der Wirtschaftsplan nur ein Plus von rund 5800 Euro aus. Der Grund dafür ist, dass im kommenden Jahr eine größere Maßnahme zur Entschlammung des Hafenbeckens erfolgen soll, erläuterte Strehse auf Nachfrage von Eugen Srugis, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses. Die Kosten sind für 2016 mit rund 250000 Euro veranschlagt.

Dafür hatte die Gesellschaft zwar in den vergangenen Jahren schon Geld zurückgestellt, muss aber auch 2016 tief in die Tasche greifen. Investiert wird unter anderem in die Vorplanung zur Beschaffung eines neuen mobilen Krans oder Großbaggers, gegebenenfalls mit Elektro- oder Hybridantrieb, für Umschlagsarbeiten am Binnenschiff und der Bahn. „Der vorhandene Portalkran an der Westseite des Hafenbeckens ist an Schienen gebunden, so dass nicht in allen Bereichen des Hafens Umschlag mit eigenem Gerät erfolgen kann“, verdeutlichte Strehse. Momentan könne mit einem Gerät in der Regel nicht mehr als ein Auftrag pro Tag abgewickelt werden. Über die konkrete Beschaffung wird voraussichtlich frühestens Ende 2016 entschieden.

Andreas Meihsies (Grüne) wollte wissen, wie die Akquise für den Umschlag ablaufe. Strehse erklärte, dass dies nicht die Aufgabe der Hafen GmbH sei, „da die Gesellschaft kein Logistikdienstleister mit eigenem Lagerei- und Dienstleistungsportfolio ist. Der Hafen erbringt ausschließlich die eigentliche Umschlagdienstleistung im Kundenauftrag. Selbstverständlich wird der Hafen als Umschlagplatz auch durch Gespräche mit Unternehmen aktiv beworben“. Jedoch liege derzeit der Fokus der Akquisition von neuen Geschäften, in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung, darin zu gucken, welche Unternehmen für eine Ansiedlung in Frage kommen, die die trimodale Anbindung — also Wasserweg, Schiene und Straße — nutzen möchten. Derzeit gebe es noch ein städtisches Grundstück mit einer Fläche von 1,3 Hektar.