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Herzlich willkommen: Hendrik Garbers kehrt nach kurzer Pause in Elternzeit zurück an die Schule Im Roten Feld – jetzt offiziell als Rektor. Foto: t&w
Herzlich willkommen: Hendrik Garbers kehrt nach kurzer Pause in Elternzeit zurück an die Schule Im Roten Feld – jetzt offiziell als Rektor. Foto: t&w

Schule Im Roten Felde: Hendrik Garbers übernimmt Chefposten

ahe Lüneburg. Der Neue ist ein alter Bekannter: Wenn heute die Mädchen und Jungen der Schule Im Roten Felde nach den Ferien wieder zum Unterricht kommen, haben sie nun auch offiziell wieder einen Rektor. Hendrik Garbers übernimmt die Leitung der Grundschule.

Der 39-Jährige unterrichtet seit drei Jahren an der Schule, war Konrektor und hatte den Chefposten bereits ein Jahr lang kommissarisch ausgeübt, nachdem Vorgängerin Cosima Richter-Koch nur ein kurzes Gastspiel an der Ilmenau gegeben hatte. Nun kehrt er nach zwei Monaten Elternzeit zurück in seine Schule.

Garbers ist ein Ur-Lüneburger. Er ist in der Hansestadt zur Welt gekommen und aufgewachsen, hat an der Uni Lehramt mit den Schwerpunktfächern Sport und Deutsch studiert. „Richtig weg war ich eigentlich nie“, sagt er. In den sieben Jahren, in denen er an der Oberschule in Stelle unterrichtete, pendelte er zur Arbeit. Heute muss er gerade mal 900 Meter von zu Hause zu seinem Arbeitsplatz zurücklegen. Er wollte wieder Grundschul-Luft schnuppern, diese Leichtigkeit, die Kinder in jungen Jahren noch haben, erleben. Als im Roten Feld die Stelle des Konrektors frei wurde, bewarb er sich – mit Erfolg. Nun also der nächste Schritt auf der Karriereleiter. „Eigentlich kam das alles ein bisschen früh, ich wollte nicht auf Biegen und Brechen Schulleiter werden, aber das hat sich eben so entwickelt. Das Kollegium ist super, die Schule ist super – ich konnte mir das nur an dieser Schule vorstellen. Ich hatte ja quasi ein Probejahr.“

Weil er seinen Arbeitsplatz gut kennt und das Kollegium ihn, werde er nun auch nicht alles umkrempeln. Das intakte Schulleben wolle er pflegen, denn es sei wichtig, dass eine harmonische Grundstimmung herrsche. Doch er sieht auch noch große Aufgaben: den Ganztagsbetrieb, der mehr und mehr angenommen und deshalb anders strukturiert werden müsse, und die Ausarbeitung eines Präventionskonzeptes zum Beispiel. Eine andere Aufgabe, die gerade angegangen wird, ist deutlich sichtbar: die Raumnot soll bald ein Ende haben. Die Schule ist gewachsen, von einer durchgängigen Zweizügigkeit auf eine durchschnittliche Dreizügigkeit mit etwa 260 Schülern, 20 Lehrern und ebenso vielen pädagogischen Mitarbeiten und AG-Helfern. Deshalb wird nach dem Anbau einer Mensa und Bibliothek nun erneut erweitert, zwei neue Klassenräume entstehen im Innenhof, zudem neue Nischen im Flur, die Gruppenarbeit besser möglich machen. Läuft alles glatt, soll alles im nächsten Sommer fertig sein. Die Container werden aber auch dann noch bleiben.

Neben all diesen Tätigkeiten wird Garbers aber natürlich auch weiter unterrichten, er ist aktuell Klassenlehrer einer 2. Klasse. „Das ist für mich auch ganz wichtig, das hat auch was mit Erdung zu tun. Und der Unterricht ist ja auch der eigentliche Grund, warum ich den Job überhaupt mache.“

Doch bei allem Spaß brauche er auch einen Ausgleich. Neben der jungen Familie ist das für den begeisterten Triathleten vor allem der Sport. Sechs Mal die Woche trainiere er, auch schon mal vor der Schule. Beste Voraussetzung also, um auf dem neuen Chefposten mehr Ausdauer zu haben als seine Vorgängerin.