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Frauenfrühstück
Das Frauenfrühstück in der Mensa der Uni ist wie immer gut besucht. Zu den beiden Veranstaltungen kommen 500 Interessierte. Foto: ilg

Die so schwierige Mutterrolle – 500 Gäste beim Frauenfrühstück

ilg Lüneburg. Wie in den vergangenen Jahren, wurde aufgrund des großen Andrangs das 47. Lüneburger Frühstücks-Treffen für Frauen in der Mensa der Universität Volgershall in zwei Veranstaltungen aufgeteilt. Bereits am Morgen waren 300 Gäste erschienen, während es am Nachmittag rund 200 waren. Wieder einmal war es Koordinatorin Elke Ahlers gemeinsam mit weiteren ehrenamtlichen Helferinnen aus verschiedenen christlichen Kirchen und Gemeinden gelungen, nicht nur eine überaus interessante, sondern auch nachhaltig wirkende Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Elke Ahlers erinnerte am Reformationstag daran, dass Martin Luther, an diesem Tag vor fast 500 Jahren seine 95 Thesen an die Wittenberger Kirchtür schlug.

Mit einem Bericht aus ihrem Alltag beeindruckte die 45jährige Christina Ohlmeier aus Hamburg: In das Haus ihrer Familie wurde eingebrochen, die Täter legten Feuer; das Hab und Gut war verloren, aber niemand war körperlich zu Schaden gekommen. Dafür konnte die Lehrerin, die fest in ihrem Glauben an Gott verankert ist, trotz des riesigen materiellen Verlustes dankbar sein: „Ich erlebte, wie wichtig Beziehungen sind, sowohl zupackende menschliche als auch die Beziehung zu Gott, der mich trug und mir Kraft schenkte.“

Um „Werte im Wandel Gewinn oder Verlust“ ging es dann auch im Referat von Sabine von Krosigk aus Braunschweig. Die Lehrerin und Psychotherapeutin ist tätig als Referentin und Studienleiterin im Institut für Gemeindewachstum. Sie ist verheiratet und hat vier erwachsene Söhne.

Am Beispiel des Frauen- und Mutterbildes im Laufe der Jahrhunderte zeigte sie den Wandel der Werte anschaulich auf. Sie nannte dabei einige Beispiele, angefangen von der Antike, in der der Mutterbindung als auch der Frau keine Bedeutung zugemessen wurde. Im Mittelalter stand über 400 Jahre als idealisiertes Mutterbild die Madonna mit dem Jesuskind im Fokus. Die Wirklichkeit habe jedoch anders ausgesehen: Hohe Kindersterblichkeit, keine intensive Bindung an das Kind. Auch im 18. Jahrhundert sei man weit davon entfernt gewesen, sich um den Nachwuchs zu kümmern bei den Wohlhabenden machten das Ammen. „Ein heiliges Amt“, nannte allerdings der Philosoph Jean-Jacques Rousseau die Mutterschaft.

Und wie sieht es heute aus? Die These der Referentin: Zu 98 Prozent werde in Psychologie und Psychiatrie die Mutterbindung als Ursache für auftretende Störungen des Kindes angesehen. Allein die Mutter sei für das Schicksal der Kinder verantwortlich: „Die Mutter ist immer schuld, wenn etwas schiefläuft.“

„Ein Wertewandel bringt Gewinn und Verlust doch nie wird alles nur schlechter“, bekräftigte Sabine von Krosigk. Seit den 1970er-Jahren hätten sich die „Unterordnungswerte hin zu Selbstentfaltungswerten“ gewandelt. Der Wandel sei eine Generationsfrage. Da kämpften Frauen mit unterschiedlichen Lebensvorstellungen: „Gluckenmafia gegen Karriere-hühner“. Berufstätige Frauen würden den Spagat zwischen Arbeit und Familie kennen.

Bedauerlich findet die Referentin die allgemeine Abkehr vom Glauben an einen persönlichen Schöpfer. Religion habe sich verändert in Spiritualität und geistige Kräfte, mit anderen Worten: Energie habe Gott ersetzt. Doch wer entscheidet über den Wert des Lebens? Für sie sei die Beziehung zwischen Schöpfer und seinem Geschöpf die einzig wichtige Grundlage.

3 Kommentare

  1. Wenn jemand ein Männerfrühstück veranstalten würde, gäbe es einen reisen Aufschrei. Ein Frauenfrühstück ist bei denen Damen, die am meisten über Männer meckern, völlig normal. Wir haben in Deutschland eine gut funktionierende Gleichberechtigung und das ist gut so. Frauenfrühstück und Müttergenesungswerke sind überflüssig.

    In welcher Zeit leben wir denn?

  2. Männerfrühstück gab es schon – man nannte es nur Frühschoppen.

  3. Ein reiser Aufschrei

    „Wir haben in Deutschland eine gut funktionierende Gleichberechtigung und das ist gut so. Frauenfrühstück und Müttergenesungswerke sind überflüssig.“

    Bravo, Dr Der! Endlich mal einer, der sagt, was uns echten, germanisch spürenden und „reis“ aufschreienden Kerlen an dem ganzen undeutschen Feminismusterrorismus nicht gefällt.

    Sie haben vergessen zu erwähnen, dass von ihren emanzipierten Ehemännern in Lüneburger oder Bienenbütteler Reihenhäusern misshandelten Weibspersonen Einreise und Asyl in deutschen Frauenhäusern allerkonsequentest (!!!) nur dann gewährt werden darf, wenn ihre Herkunft aus sicheren Alkoholiker- und Psychopathenhaushalten zuvor durch Klartext denkende Kontrollwarte wie Sie an der Lüneburger Stadtgrenze mit eisernem Rigorismus ausgeschlossen wurde.