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Vier Bushaltestellen hat die Stadt dieses Jahr umgebaut: am Munstermannskamp, an der Planckstraße, der Thorner Straße West und an der Magdeburger Straße. Auch die Haltestelle an der Wallstraße soll noch 2015 modernisiert werden. Foto: us
Vier Bushaltestellen hat die Stadt dieses Jahr umgebaut: am Munstermannskamp, an der Planckstraße, der Thorner Straße West und an der Magdeburger Straße. Auch die Haltestelle an der Wallstraße soll noch 2015 modernisiert werden. Foto: us

Bushaltestellen werden barrierefrei

sp Lüneburg. Ein langwieriges Projekt ist es, die insgesamt 330 Lüneburger Bushaltestellen barrierefrei zu machen (LZ berichtete). Dieses Jahr hat die Hansestadt bereits vier Haltestellen umgebaut: am Munstermannskamp, an der Planckstraße, der Thorner Straße West und an der Magdeburger Straße. Und die nächsten Drei geht Lüneburg auch noch dieses Jahr an. Ab Donnerstag, den 5. November 2015, werden die Haltestelle Bürgeramt, Wallstraße/Theater und Konrad Adenauer Straße (Ost) modernisiert oder neu gebaut, um sie barrierefrei zu machen. Insgesamt um die 105.000 Euro lässt sich die Hansestadt die Umbauten kosten. Wie auch die Modernisierungen zuvor, werden sie mit Mitteln der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen gefördert, so dass nur ein geringer Eigenanteil für die Stadt bleibt.

Was passiert mit den Bushaltestellen?

Barrierefreie Bushaltestellen bedeuten erstens, die Straßenübergänge so zu gestalten, dass auch Menschen mit Behinderung problemlos zur Bushaltestelle kommen, zweitens höhere Bordsteine einzubauen und drittens sogenannte taktile Leitelemente in den Gehweg einzulassen, also Platten mit Riffeln oder Noppen, die von Blinden ertastet werden können.

Und genau das wird am kommenden Donnerstag an der Haltestelle Bürgeramt umgesetzt. Der Radverkehr wird zukünftig vor der Bushaltestelle gesichert auf die Straße geführt und die Busse kommen an einem höheren Bordstein zum Stehen, so dass das Ein- und Aussteigen leichter fällt. Die Modernisierung wird etwa zwei Wochen dauern.

In der darauffolgenden Woche, also der Kalenderwoche 46, geht es an der Haltestelle Wallstraße/Theater vor dem Stadtarchiv weiter. Dieser Bushalt ist mit über 500 Ein- und Ausstiegen am Tag einer der meistgenutzten Haltestellen der Stadt. Deshalb wird hier unter anderem etwas für Gelenkbusse getan, die mehr Fahrgästen Platz bieten. Die Haltestelle wird künftig nicht mehr 8 Meter lang sein sondern 20, ein 16 cm hoher Bordstein wird eingebaut und die bestehende Wartehalle durch eine neue ersetzt, an der auch Rollstuhlfahrer vorbeikommen. Auch dieser Umbau wird etwa zwei Wochen dauern. Für diese Zeit gibt es in Richtung Gummastraße in einer ehemaligen Parkbucht eine Ersatzhaltestelle. Da dort auf Fahrbahnniveau ein- und ausgestiegen werden muss, bittet die Hansestadt Personen mit Gehhilfen, Kinderwagen oder Rollstühlen auf die angrenzenden Haltestellen Am Sande oder bei der Post auszuweichen.

Als letztes baut die Hansestadt eine neue Bushaltestelle, die dann natürlich auch barrierefrei sein wird. Rechtzeitig zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember entsteht an der Einmündung Konrad-Adenauer Straße/Klosterkamp in Verlängerung der dortigen Rechtsabbiegerspur ein neuer Bushalt. Buskunden, die in Richtung Wendisch Evern fahren, bekommen so eine neue Ausstiegsmöglichkeit auf Höhe Bülows Kamp und Klosterkamp.