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Vandalismus an Waggons: So ist der Zustand mancher Waggons an der Wittenberger Bahn derzeit: Fenster sind eingeschlagen bzw. fehlen ganz, Graffiti ziert die Wände und Moos bedeckt das Dach.
Vandalismus an Waggons -- so ist der Zustand mancher Waggons an der Wittenberger Bahn derzeit: Fenster sind eingeschlagen bzw. fehlen ganz, Graffiti zieren die Wände.

Vandalismus an Waggons

ap Lüneburg. Vandalismus an Waggons: An der Wittenberger Bahn stehen alte Eisenbahnwaggons. LZ-Leserin Christiane Frey, die oft an den historischen Waggons vorbeikommt, beobachtet nun vermehrt, dass Scheiben eingeschlagen, Wände beschmiert werden und die Wagen insgesamt immer mehr verkommen. „Könnte man nicht über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen die Waggons restaurieren oder sie vorübergehend als Wohnraum für Flüchtlinge nutzen? Die haben wirklich Potenzial“, regt Frey an.

Besitzer der Bahnwaggons ist die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg (AVL). Bereits im April war die Restauration von Waggons und auch Lokomotiven ein Thema. Der langfristige Plan für die AVL bestand darin, ein Aufarbeitungsprojekt zu starten. Zwei Waggons und eine Diesellok sollen bis Ende 2017 restauriert werden — eine Aufgabe, die die AVL nach eigenen Angaben „unmöglich allein bewältigen“ könne.

Auf LZ-Nachfrage sagte Daniel Wilhelm, Schriftführer der Arbeitsgemeinschaft, dass die AVL für das sogenannte „Samba-Projekt“ noch 9200 Euro an Spenden benötige. Die Verkehrsfreunde seien dennoch optimistisch, Mitte nächsten Jahres mit den Arbeiten beginnen zu können. Auch für die Frage Christiane Freys hat Daniel Wilhelm eine Antwort: „Als Partner für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder für Projekte zur Wiedereingliederung Langzeitarbeitssuchender stehen wir immer gern zur Verfügung“, betont Wilhelm.

Da die AVL-Mitglieder aber als gemeinnütziger Verein jegliche Arbeit ehrenamtlich durchführen, gebe es bei diesen Maßnahmen auch Grenzen. Dennoch: An den Wochenenden, an denen auf dem Gelände gearbeitet wird, sind „interessierte und handwerklich geschickte Helfer“ für tatkräftige Unterstützung gern gesehen. 3510 Arbeitsstunden — ehrenamtlich — würden für das Projekt benötigt, gibt Wilhelm an.

Auch die AVL ärgert sich über Beschädigungen und Schmierereien. Bis zum Projektstart seien regelmäßige Kontrollen und Rundgänge auf dem Gelände eingerichtet worden, um den „Vandalismus in Zukunft möglichst klein zu halten“, so Wilhelm.