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Ein TÜV-Mitarbeiter kontrolliert auf dem Prüfstand den Unterboden eines Fahrzeugs. Foto: A/t&w
Ein TÜV-Mitarbeiter kontrolliert auf dem Prüfstand den Unterboden eines Fahrzeugs. Foto: A/t&w

TÜV-Untersuchung: Licht als größter Problemfall

red Lüneburg. Mehr als 69 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr an der TÜV-Station in Lüneburg zur Hauptuntersuchung vorgefahren sind, haben die Plakette sofort erhalten. Knapp die Hälfte aller Fahrzeuge war sogar komplett mängelfrei. Allerdings hatten auch 30,1 Prozent der Fahrzeuge beim Prüfungstermin so erhebliche Mängel, dass sie umgehend repariert werden mussten, bevor bei der Nachprüfung die erneute Chance auf die Plakette bestand. Diese Zahlen nennt der aktuelle TÜV-Report.

Absolut verkehrsunsicher waren lediglich 0,35 Prozent der Autos. Rein statistisch waren die Fahrzeuge an der TÜV-Station durchschnittlich 9,3 Jahre alt und hatten mehr als 112 000 Kilometer auf dem Tacho. Insgesamt konstatieren die Sachverständigen in ihrer Statistik einen neuen Trend: Die Zahl der Autos mit erheblichen Mängeln geht weiter zurück. Für Stationsleiter Werner Hellmannzig keine Überraschung: „Viele Hersteller bauen gute Autos, die auch nach vielen Jahren noch ohne erhebliche Mängel auf unseren Straßen unterwegs sein können. Wenn sich die Autofahrer jetzt auch mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge kümmern und fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahrnehmen, ist das positiv für die Sicherheit auf unseren Straßen. Klar ist: Wer sein Auto pflegt und es in einer Fachwerkstatt warten lässt, kann der TÜV-Hauptuntersuchung gelassen entgegen sehen. Besonders freuen würde es uns, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrtantritt zur Regel wird.“

Dass das Licht mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Oftmals werden bei der Hauptuntersuchung mehrere Beleuchtungsmängel an einem Fahrzeug entdeckt. Zweithäufigste Mängelgruppe waren die „Bremsen“ gefolgt von „Umweltbelastung“.

Beim ersten TÜV-Termin im Alter von drei Jahren haben immerhin schon 8,3 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es 14,4 Prozent, bei den Elfjährigen müssen 34,7 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt. Die durchschnittliche Laufleistung liegt aktuell bei den Dreijährigen bei 51 273 Kilometern, bei den Elfjährigen bei 133 982 Kilometern. Als zuverlässigstes Auto gilt laut TÜV-Report die B-Klasse von Mercedes.

Den TÜV-Report, der typspezifische Fahrzeugmängel auflistet, gibt es an jeder TÜV-Station und im Zeitschriftenhandel. Er kostet 4,50 Euro.