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Eine von vielen Bands an diesem Abend: So groß kann Musik sein, wenn sie von JustBIG gemacht wird. Sängerin Wiebke Fellenberg und Mirko Heil (Mitte) wissen, wies geht. Foto: t&w
Eine von vielen Bands an diesem Abend: So groß kann Musik sein, wenn sie von JustBIG gemacht wird. Sängerin Wiebke Fellenberg und Mirko Heil (Mitte) wissen, wies geht. Foto: t&w

Nacht der Clubs: Zwölf Bands und zwölf Lokalitäten in drei Stunden

us Lüneburg. Es ist fast nicht zu schaffen: Zwölf Bands, zwölf Locations und alles in drei Stunden, wie soll das gehen? Das ist das Stichwort. Wir gehen einfach los, fangen in der Ritterakademie an. Der große Saal ist erst halb gefüllt, doch für JustBIG um Sänger Mirko Heil und Wiebke Fellenberg kein Problem, perfekte Club-Nacht-Stimmung zu zaubern. Während Thomas Conrad an der Gitarre für den richtigen Groove sorgt, mischt sich Mirko unters Publikum — und das geht mit. Schnell wird es voll, wir müssen weiter.

Draußen erwischt uns ein mieser Schauer, nicht der letzte in dieser elften Lüneburger Nacht der Clubs. Wenigstens ist der Regen warm. Wir ziehen die Kapuze über, es geht Richtung Schröderstraße. Wäre es nicht bereits stockdunkel, könnte man glauben, es sei verkaufsoffener Sonntag. Die Straße ist voller Menschen, viele sitzen draußen, geschützt unter Markisen. Es ist Bewegung in der Stadt, man schaut, hört, trifft Freunde und Bekannte — „wo kommt Ihr grad her? Auch so voll dort?“ — und zieht weiter.

Wir schauen ins Café Central. Einbahnstraße. Nur über den Hof gehts rein, vorn nur raus. Anders geht es nicht. Drinnen haben die drei Kater der Hepcazz die Stimmung im Griff, gottlob kein Katzenjammer, sondern authentisches Rockabilly der 50er-Jahre. Wir genießen kurz, schieben uns dann Richtung Ausgang. Dort stoßen wir auf Helga und Gedzard Lukas und Karin Hahnfeld. Das Trio ist extra aus Fehmarn angereist. „Unsere Lüneburger Freunde haben uns davon erzählt, zu Recht“, schwärmt Helga. Noch am Abend soll es wieder zurückgehen. Respekt.

Unsere Idee, schräg gegenüber ins Chandlers reinzuschauen, lassen wir fallen. Keine Chance, reinzukommen. Wir drehen um, versuchen es im Zwick. Dort sieht es nicht viel besser aus. Doch Wirt Matthis lässt uns über eine Hintertür rein. Innen dröhnt Reloaded, die vier Jungs aus Hamburg überzeugen mit sauberem Rock.

Etwas dezenter gehts im Wabnitz zu. Im oberen Stock präsentieren sich Barbara Hörmann und ihre drei männlichen Mitstreiter vom Pieke Bergmann Swingtett „in aktueller Frische“, wie die Bassistin uns verrät. Wir gönnen unseren Füßen und Ohren keine Pause, ziehen weiter und erklimmen die Etage des Anno 1900. Sängerin Marina im kurzen Schwarzen hat ihr Publikum im Griff. Im Schallander schwitzen die Rockn Roll Deputyz, die ganze Bude schwitzt und rockt mit. In der Krone treffen wir die Drei aus Fehmarn wieder, „bei „All right now“, wunderbar von Booze, Beer & Rhythm nachgespielt, geben wir dann auf. Mehr geht an diesem Abend nicht. Schade eigentlich.

 

Video: LZplay

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