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Seit 1961 nutze die Universität Lüneburg den Standort am Rotenbleicherweg. Jetzt soll die Liegenschaft Campus Rotes Feld II verkauft werden. Foto: boldt
Seit 1961 nutze die Universität Lüneburg den Standort am Rotenbleicherweg. Jetzt soll die Liegenschaft Campus Rotes Feld II verkauft werden. Foto: boldt

Leuphana Universität gibt Gebäude am Rotenbleicher Weg auf

uni Lüneburg. Die Bauarbeiten am neuen Zentralgebäude schreiten planmäßig voran. Die bauliche Fertigstellung ist weiterhin für das Ende des kommenden Jahres vorgesehen. Mit Blick auf diesen Termin setzt die Leuphana jetzt die Arrondierung ihres Immobilienbestandes fort und wird das aus den 1960er Jahren stammende Gebäude am Standort im Rotenbleicher Weg in Kürze zum Verkauf anbieten. Die Veräußerung ist ein weiterer Schritt zur Konzentration auf den zentralen Campus Scharnhorststraße. Der Erlös aus dem Verkauf der Liegenschaft war von Beginn an Bestandteil des Finanzierungsplans für den Neubau. Die überdurchschnittlich gute Entwicklung der Immobilienpreise in Lüneburg lässt entsprechend attraktive Kaufangebote erwarten.

Fokus der Leuphana Universität liegt auf neuem Zentralgebäude

Das neue Zentralgebäude der Leuphana Universität soll Ende 2016 fertiggestellt sein. Foto: t&w
Das neue Zentralgebäude der Leuphana Universität soll Ende 2016 fertiggestellt sein. Foto: t&w

Die Leuphana nutzt den Standort am Rotenbleicher Weg seit 1961. Ursprünglich wurden die Arbeits- und Veranstaltungsräume vor allem von den Fächern Sport, Kunst und Musik belegt. In den 90er Jahren bis zur Fusion 2005 nutzte dann die damalige Fachhochschule Nordostniedersachsen das Gebäude für den Fachbereich Sozialwesen. Heute arbeiten dort noch gut 50 Wissenschaftler.

Die Universität wird das Gebäude im Rotenbleicher Weg für Forschung und Lehre bis zur Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Zentralgebäudes unverändert weiter nutzen. Der geplante Verkauf betrifft nur den Standort Rotenbleicher Weg, nicht aber die Gebäude im Wilschenbrucher Weg.

 

One comment

  1. „Die Leuphana geht davon aus, dass sich die überdurchschnittlich gute Entwicklung der Immobilienpreise in Lüneburg auch in den Kaufangeboten niederschlagen wird“?

    Es scheint, die Tage der Offenbarungen rücken näher.

    Im Landesrechnungshofbericht von 2014 (LRH) ist zu lesen, die Immobilie „Rotenbleicher Weg 67“ sei mysteriöser Weise nach erneuter, 2013 erfolgter Einschätzung ihres Wertes von 1.960.000 Euro im Jahre 2010 auf 2.270.000 Euro im Jahr 2013 gestiegen. Für die Steigerung ursächlich seien die angenommene Erhöhung von Mietansätzen für Seminarräume, wodurch sich der geschätzte Rohertrag für einen potenziellen Käufer erhöhen würde. Dieser Rohertrag aber sei, so der LRH, „deutlich zu hoch angesetzt“ (ebd S.16). Es bestünden zudem sehr starke „Zweifel“ ob Mieten dauerhaft in dieser Höhe „nachhaltig realisiert“ werden können (ebd.). Die Realisierbarkeit des Verkaufserlöses der Immobilie wird vom LRH für „fraglich“(ebd. S.19) gehalten. Erlösprognosen, welche soweit wie in der Leuphana-Kalkulation in die Zukunft gehen, seien „spekulativ“ (ebd.) und „nicht haltbar. Dieser Finanzierungsbaustein als Ganzes sei somit nicht sicher.