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Die Unternehmer konnten die Standortfaktoren anhand der Kriterien Bedeutung und Zufriedenheit bewerten. Dabei gilt: Je mehr die Bedeutung eines Standortfaktors die Zufriedenheit überwiegt, desto größer ist der Handlungsbedarf. Grafik: IHK
Die Unternehmer konnten die Standortfaktoren anhand der Kriterien Bedeutung und Zufriedenheit bewerten. Dabei gilt: Je mehr die Bedeutung eines Standortfaktors die Zufriedenheit überwiegt, desto größer ist der Handlungsbedarf. Grafik: IHK

Schnelles Internet auf Wunschliste

lz Lüneburg. Infrastruktur, Bildungsangebote, Arbeitsmarkt, Familienfreundlichkeit und Lebensqualität — was prägt die Landkreise im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg? Welche Faktoren haben eine große Bedeutung? Wo gibt es Handlungsbedarf? In einer breit angelegten Befragung der Kammer haben 1200 Unternehmen insgesamt 26 Standortfaktoren nach ihrer Bedeutung und dem Zufriedenheitsgrad bewertet. Das nun vorliegende Ergebnis offenbart Stärken und Schwächen für jeden der sieben Landkreise und für die Stadt Wolfsburg. „Insgesamt zeigt sich, wo und wie Kreise, Kommunen, Wirtschaftsförderungen und auch unsere IHK ansetzen können, um unsere Wirtschaftsregion zukunftsfähig zu machen“, sagt IHK-Präsident Olaf Kahle.

Der IHK-Umfrage zufolge würde der Ausbau der Breitbandinfrastruktur die Attraktivität des Landkreises Lüneburg als Wirtschaftsregion steigern. Jedes zweite der 229 teilnehmenden Unternehmen ist demnach unzufrieden mit der aktuellen Internetanbindung — von Bedeutung ist diese aber für nahezu alle Befragten. Von der Politik wünschen sich die Unternehmer mehr Verständnis für die regionale Wirtschaft. Zudem würden Entlastungen bei den Standortkosten die Zufriedenheit der Gewerbetreibenden erhöhen. Potenziale bestehen dabei insbesondere hinsichtlich der Höhe der Gewerbesteuerhebesätze, bei den Kosten für Gewerbeimmobilien sowie bei der Höhe der Strompreise. Handlungsbedarf gibt es zudem bei der Verfügbarkeit von attraktivem Wohnraum für Mitarbeiter sowie bei der Servicequalität und Erreichbarkeit der Verwaltungen im Kreis Lüneburg.

„Der Kreis Lüneburg ist insgesamt schon gut aufgestellt, es gibt aber auch noch Potenziale, um besser zu werden. Für uns als Logistiker ist Schnelligkeit ein Muss. Insofern haben die Fertigstellung der A39 sowie der Ausbau der Breitbandversorgung naturgegeben eine hohe Priorität — hierfür wünschen wir uns mehr Unterstützung durch unsere Politiker“, sagt IHK-Vollversammlungsmitglied Wolfgang Hiller von der Hiller Spedition in Lüneburg.

Für Landrat Manfred Nahrstedt zeigt die Umfrage: „Der Landkreis Lüneburg ist ein gesunder Wirtschaftsstandort. Mit unserer Wirtschaftsfördergesellschaft haben wir ein modernes Dienstleistungsunternehmen an unserer Seite, das bei der Gründung, Ansiedlung und Entwicklung von Unternehmen berät. Als Bildungs- und Kulturregion vereinen wir wichtige Standortvorteile. Wir sehen jedoch auch viele Handlungsfelder, wie den Breitbandausbau, die Fortführung der A39 oder den Schleusen-Neubau in Scharnebeck. Eine wichtige Aufgabenstellung ist die Schaffung und Bereitstellung eines bezahlbaren Wohnungsangebotes in unserer Region.“

Insgesamt geben die Unternehmer dem Landkreis Lüneburg die Note 2,4. Die Durchschnittsnote für den gesamten IHK-Bezirk, für den die große Mehrheit der Befragten den Lückenschluss der Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg als wichtiges Zukunftsprojekt bewertet, liegt bei 3,0. Die gesamte Auswertung gibt es auf www.ihk-lueneburg.de/standortumfrage im Internet.