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Jörg Silex, Brückenbauingenieur bei der Stadt Lüneburg, weiß, dass die Vollsperrung an der Soltauer Straße den Autofahrern einige Geduld abverlangen wird. Foto: t&w
Jörg Silex, Brückenbauingenieur bei der Stadt Lüneburg, weiß, dass die Vollsperrung an der Soltauer Straße den Autofahrern einige Geduld abverlangen wird. Foto: t&w

Soltauer Straße: Vollsperrung bis Ende des Jahres

cec Lüneburg. In den letzten Kriegstagen wurde die Brücke über die OHE-Gleise an der Soltauer Straße von der Wehrmacht gesprengt, um den Vormarsch der Alliierten in die Stadt aufzuhalten. Nach der Kapitulation wurde sie von den Briten neu errichtet. 70 Jahre hat sie gehalten, jetzt lässt sich ihre Sanierung nicht mehr umgehen. Vorerst provisorisch wird sie neu betoniert, damit die Soltauer Straße mit Beginn der Arbeiten an der Wandrahmbrücke im Februar 2016 als verlässliche Umleitungsstrecke zur Verfügung steht. Bereits seit Juli ist die Querung nur einspurig zu befahren. Ab Montag, 16. November, bis Ende des Jahres wird sie nun voll gesperrt.

Den Autofahrern wird zunächst einiges an Geduld abverlangt werden, kündigt der Lüneburger Brückenbauingenieur Jörg Silex an. Zwar sei die Umleitungsstrecke über Munstermannskamp, Uelzener Straße und Willy-Brandt-Straße bereits seit einiger Zeit ausgeschildert, um den Autofahrern Zeit zu geben, sich auf die neue Situation vorzubereiten, dennoch werde es zu Beginn nicht vollkommen reibungslos ablaufen: „Wir rechnen in der Anfangszeit mit etwas höherem Verkehrsaufkommen, das sich dann aber verteilen wird“, sagt Silex.

Fußgänger und Radfahrer können die Brücke während der gesamten Sanierungszeit mit Einschränkungen passieren, allerdings nur räumliche, nicht zeitliche Behinderungen. Wenn mehrere auf einmal hinüber wollen, könnte es ab und an eng werden.

Von der Sperrung betroffen sind auch Fahrgäste der Buslinien 5007, 5700 und 5919. Die Haltestellen Ginsterweg und Ovelgönner Weg können während dieser Zeit nicht bedient werden. Die KVG bittet darum, auf die Haltestellen Heidkamp und Steinweg auszuweichen.

In einem ersten Schritt werden bei der Sanierung die Stahlbetonpoller und -rohre, die derzeit den Geh- vom Radweg abgrenzen, zurückgebaut. Anschließend wird mittels Hochdruckwasserstrahlverfahren der schadhafte Beton oberhalb der Stahlträger abgetragen und im nächsten Schritt der Oberbau neu betoniert. Am Ende wird eine neue Einrichtung installiert, um Fußgänger und Radler vom restlichen Verkehr zu schützen; nicht wie bisher in der Form eines Geländers, sondern – da es sich um eine provisorische Maßnahme handelt – mit sogenannten Gleitwänden. Dafür werden diese aber anders als bisher auch den Radweg von der Straße absichern.

Die Anlieger werden mit einem erhöhten Lärmaufkommen rechnen müssen, kündigt Silex an. Das Hochdruckverfahren sei jedoch keineswegs lauter als ein Abstemmen des Zements. Im Gegenteil, das Verfahren sei extra gewählt worden, weil es kaum Erschütterungen verursache und so den Altbestand der Brücke, auf dem neu aufgebaut wird, schone.

3 Kommentare

  1. Hermann Brakelmann

    Wenn der Radverkehr die Brücke angeblich weiter nutzen darf – warum ihm dann die Durchfahrt mit dem Verkehrszeichen „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ (Zeichen 250) verboten? Eine neue Falle, um arglose Radfahrende abzuzocken?

    • vielleicht wurde ja eine sparmaßnahme erwogen? kein neues schild kreieren , um nicht der schildermafia in die hände zu fallen?