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Der Arbeitgeberverband vergab am Mittwoch den Ausbildungs- und Innovationspreis an die Campus Management GmbH. Die Preisträger Klaus Hoppe (2.v.l.) und Jan-Peter Bauck (r.). Markus Meyer (l.) und Bernd Wiechel (2.v.r.) gratulieren den beiden Unternehmern. Foto: t&w
Der Arbeitgeberverband vergab am Mittwoch den Ausbildungs- und Innovationspreis an die Campus Management GmbH. Die Preisträger Klaus Hoppe (2.v.l.) und Jan-Peter Bauck (r.). Markus Meyer (l.) und Bernd Wiechel (2.v.r.) gratulieren den beiden Unternehmern. Foto: t&w

Arbeitgeberverband zeichnet Dienstleister aus

kre Lüneburg. Erfolgreich zu sein ist eigentlich ganz einfach: „Dazu braucht es nur Mut und Beständigkeit“, lüftete gestern Abend Klaus Hoppe schmunzelnd und bestens gelaunt das Geheimnis des Erfolgs der Campus Management GmbH. Offenbar keine leeren Worte des Geschäftsführers, denn die Campus Lüneburg/Campus Management GmbH wurde in der Ritterakademie mit dem mit 3000 Euro dotierten Ausbildungs- und Innovationspreis des Lüneburger Arbeitgeberverbandes ausgezeichnet. Der Anerkennungspreis geht in diesem Jahr an die Bauck GmbH. Mit Urkunden ausgezeichnet wurden die Unternehmen HIRI Hildebrandt und Richter, Panasonic, die Webnetz GmbH, Heidenreich Elektrotechnik und die Korn-Stube aus Celle.

„Die Campus-Mitarbeiter haben Lüneburg lebenswerter gemacht. Ohne ihr Engagement wäre unsere Stadt ein Stück ärmer“, ist Prof. Dr. Hartwig Donner überzeugt. In seiner Laudatio zeichnete der ehemalige Lüneburger Uni-Präsident den Weg der Preisträgerin von einer „Studenten-Initiative“ hin zu einem hoch innovativen Dienstleistungsunternehmen nach – mit 80 Vollzeit- und 120 Teilzeitmitarbeitern sowie neun Auszubildenden.

Gestartet waren Klaus Hoppe und seine Mitstreiter Ende der 80er-Jahre, als die Bundeswehr die Scharnhorstkaserne aufgab. Die Soldaten zogen ab – und eine Handvoll Studenten rund um den AStA ein, um so der Wohnungsknappheit zu begegnen. Was damals wohl niemand ahnen konnte: Mit dieser Initiative wurde der Grundstein für ein äußerst erfolgreiches Unternehmen gelegt, das heute zu einem der größten Dienstleister in der Stadt geworden ist. Mehrere gastronomische Betriebe gehören inzwischen zum Portfolio: Das Café Neun auf dem Uni-Gelände, die Tafelwerk Catering GmbH, das Shakespeare-Restaurant im Theater Lüneburg und das Café Fritz in Bleckede. Aber auch das Vamos, die Ritterakademie und das Bleckeder Haus werden von der Campus Management GmbH bewirtschaftet. Auch das Car-Sharing-Projekt „CampusMobil“ führten Klaus Hoppe und seine Mitarbeiter in Lüneburg ein. Lange bevor „sharing“ – das Teilen von Dingen – en vogue wurde. Heute nutzen weit mehr als 1000 Lüneburger den Fahrzeugpark – „ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz“, lobte Donner.

Dass sich Ökologie und Profit nicht ausschließen, beweist auch die Gewinnerin des Anerkennungspreises – die Bauck GmbH. 1932 in Klein Süstedt gegündet hatte sich das Unternehmen von Anfang an dem biologischen Landbau verschrieben. „Mit großem Erfolg“, wie Donner feststellte. Denn 1939 und 1959 kamen die Bauckhöfe in Amelinghausen und Rosche dazu, und 2000 wurde eine eigene Mühle in Rosche in Betrieb genommen. Produkte des Bauckhofes findet man inzwischen selbst im europäischen Ausland. Besonders würdigte Donner, dass die Bauck GmbH nicht nur nach Demeter und Biostandards zertifiziert ist, sondern auch nach den internationalen Standards.

Stiftung zum 100. Geburtstag gegründet

Die Stiftung des Arbeitgeberverbandes wurde im Frühjahr 2004 anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Arbeitgeberverbandes mit einem Stiftungsvermögen von zunächst 100 000 Euro ins Leben gerufen.

Ziel ist es, jährlich Betriebe und Institutionen auszuzeichnen, die sich durch besondere betriebliche und technische Innovationen hervortun, oder aber Herausragendes auf dem Feld der Ausbildung, in der Forschung oder in der Integration und der Aufnahme von benachteiligten Gruppen in den Betrieben leisten.

One comment

  1. Die Studierendengruppe Campus hat ihre Karriere begonnen mit starker Unterstützung des Laudators (Gebäudeverkauf zu Dumpingpreisen; geringe Miete für das Vamos) und Umbauarbeiten mit SGB VIII-unterstützten Jobs gemacht. Gerne hat man für das Vamos den Flügel für Konzerte ausgeliehen, aber dann eingegriffen als die Fachschaft Musik mal ein Brötchen nach einem Konzert verkaufen wollte. Auch ein benachbarter Wirt wurde von einem Rechtsanwalt vertrieben, als er versuchte, Bratwürstchen auf dem Campus zu verkaufen. Turbo-Kapitalimsu mit Öko-Anstrich.