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Niedersächsischer Wissenschaftspreis: Auszeichnungen für Leuphana-Studenten

uni Hannover/Lüneburg. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, hat am Donnerstag in Hannover fünf der diesjährigen Wissenschaftspreise des Landes Niedersachsen an Studierende der Leuphana Universität Lüneburg verliehen: Johanna-Luise Hopp und Henning Siedentopp erhielten den mit jeweils 2.500 Euro dotierten Preis als Einzelbewerber. Als Gruppe wurden Nora Kiefer, Max Rauer und Max Alexander Irmer ausgezeichnet. Insgesamt wurden zwölf Preise an hervorragende Studierende vergeben, weitere Preise gingen an zwei Professoren und an zwei Nachwuchswissenschaftler. Die Auswahl traf eine Jury aus Mitgliedern der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen.

Die 24-jährige Johanna-Luise Hopp absolviert derzeit an der Leuphana ein Bachelorstudium der Kulturwissenschaften. Die Universität hatte sie für die Auszeichnung vorgeschlagen, weil sie sehr gute Studienleistungen erfolgreich mit einem überdurchschnittlichen Engagement verbinde. Die Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes sei seit Beginn ihres Studiums als Semestersprecherin, Fachschaftsmitglied sowie auch als Mitglied der Hochschulgruppe JuSo aktiv, heißt es in einer Pressemitteilung der Leuphana Universität. Besondere Einsatzbereitschaft zeigt Johanna-Luise Hopp des Weiteren auf dem Feld der Nachhaltigen Entwicklung. Dort engagiert sie sich als Tutorin für ihre Mit-Studierenden und organisierte im vergangenen Jahr eine eigenständige Vortragsreihe. Auch außerhalb der Universität ist die Studentin aktiv: Unter anderem arbeitet sie beim gemeinnützigen Verein MUDDI Markt e.V für nachhaltigere Konsum- und Verhaltensweisen mit.

Der 30-jährige Henning Siedentopp studiert nach seinem erfolgreichen Bachelor-Studium der Betriebswirtschaftslehre und fünfjähriger beruflicher Tätigkeit aktuell im Masterprogramm „Management and Entrepreneurship“. Seine herausragende wissenschaftliche Leistungsfähigkeit beweist er unter anderem mit seiner Masterarbeit, die sich mit den Möglichkeiten einer Kreislaufwirtschaft für die Region Lüneburg beschäftigt. Sein soziales und ehrenamtliches Engagement führte ihn immer wieder in die Social Business-Szene. Seine Expertise in Sachen nachhaltige Unternehmensgründung und –führung bringt Siedentopp als Mentor im Social Change Hub der Leuphana und als Berater für Studierenden-Konferenzen ein. Außerhalb der Universität hat sich Henning Siedentopp bereits als Gründer einer sozialen Onlineplattform zum Teilen von Ressourcen und als geschäftsführender Gesellschafter eines Unternehmens, das sich dem verbesserten Konsum durch nachhaltige Kleidung widmet, hervorgetan. Außerdem engagierte er sich für die Volkshochschule Bhatapur in Nepal e.V. und bei der Organisation einer Spendenkampagne zugunsten von Slumbewohnern in Mumbai.

Nora Kiefer (26), Max Rauer (25) und Max Alexander Irmer (25) sind mit dem Verein Zum Kollektiv erfolgreich. Die von Studierenden der Leuphana gegründete Organisation zeichnet sich durch großes Engagement und umfangreichen persönlichen Einsatz ihrer Mitglieder aus. Gemeinsames Anliegen ist die Vernetzung von Universität und Stadt und die Bewältigung sozialer Herausforderungen. Die drei Preisträger studieren mit ausgezeichneten Noten am Leuphana College. Im laufenden Wintersemester haben sie ein eigenes Projektseminar zur Stadtentwicklung für Erstsemester angeboten. Der Verein Zum Kollektiv e.V. hat seit seiner Gründung 2012 verschiedene Kulturveranstaltungen in Lüneburg organisiert, unter anderem ein Stadtteilfest für Familien, ein zweitägiges Theaterfestival mit mehr als 800 Gästen und ein Musikfestival, dessen Erlöse Wasserprojekten in Afrika zugute kamen. Für den Austausch mit den Lüneburger Bürgern setzt der Verein auf wechselnde außeruniversitäre Begegnungsstätten: Leerstehende Ladenlokale werden kreativ zwischengenutzt für generationenübergreifende Tanzabende, Lesungen und Podiumsdiskussionen oder um Flüchtlingen Deutschunterricht zu geben.

Schon in den vergangenen Jahren haben Studierende der Leuphana mehrfach den Wissenschaftspreis des Landes Niedersachsen erringen können. In diesem Jahr kann die Universität erstmals gleich drei Preise verzeichnen. Universitäts-Präsident Sascha Spoun freut sich über den Erfolg: „Alle Preisträger stellen mit ihrem Werdegang unter Beweis, dass sich akademische Spitzenleistungen und starkes ehrenamtliches Engagement gut miteinander verbinden lassen. Unser spezielles Studienmodell und Campusleben zielen genau darauf ab: Studierende anzuregen und zu unterstützen, damit sie Herausforderungen in der Gesellschaft erkennen und an ihrer Lösung mitarbeiten. Auf diesem Wege wollen wir Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit schaffen.“