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Gute Nachrichten für die Lüneburger: Die Müllabfuhr wird im kommenden Jahr nicht teurer. Foto: A./t&w
Gute Nachrichten für die Lüneburger: Die Müllabfuhr wird im kommenden Jahr nicht teurer. Foto: A./t&w

Müllgebühren bleiben stabil

us Lüneburg. Erfreuliche Nachrichten brachte der Lüneburger Abfallentsorger GfA mit in den Wirtschaftsausschuss des Rates. „Eine Fortschreibung des Gebührenbedarfs ist erforderlich“, hieß es etwas verklausuliert in der Vorlage, die den Ausschussmitgliedern dennoch wohlwollende Zustimmung entlockte. Im Klartext: Die Müllgebühren werden 2016 nicht steigen. Auch für die weitere Entwicklung zeigte sich die GfA optimistisch, die Gebühren nicht anheben zu müssen.

„Wegen des nur gering zu erwartenden Defizits 2016 sehen wir davon ab, die Gebühren zu erhöhen“, teilte GfA-Mitarbeiter Peter Heuer mit. Das Defizit, von dem Heuer sprach, beziffert das Unternehmen für 2016 mit knapp 50 000 Euro, obwohl es eigentlich ein positives Ergebnis in Höhe von rund 48 000 Euro erwartet. Grund ist ein Verlustvortrag von rund 94 000 Euro aus dem Jahr 2014, der 2016 zu Buche schlagen wird.

Insgesamt erwartet die GfA 2016 Erlöse von 6,74 Millionen Euro gegenüber 6,41 Millionen 2015. Die Kosten beziffert das Unternehmen für 2016 mit 6,69 Millionen Euro, 2015 sind 6,74 Millionen Euro angesetzt.

Für 2015 ergibt sich daraus ein Defizit in Höhe von rund 174 000 Euro, das als Verlustvortrag dann 2017 zum Tragen käme. Eine Gebührenerhöhung in dem Jahr soll damit dennoch nicht notwendigerweise verbunden sein, erklärte Heuer im Ausschuss: „Es gibt viele Stellschrauben, die dabei eine Rolle spielen. Wir sind optimistisch.“
Zu den Stellschrauben zählt nicht zuletzt der Papierpreis, der in den vergangenen Monaten von rund 50 Euro auf aktuell 90 Euro pro Tonne Altpapier gestiegen ist. Da 75 Prozent der Erlöse aus dem Altpapieraufkommen dem Bereich der Abfallbeseitigung zugute kommen, seien hier je nach Marktlage durchaus kostenentlastende Effekte zu erwarten. Nach Erlösen in Höhe von 395 000 Euro 2015 geht die GfA von 439 000 Euro 2016 aus.

Auch bei der Abfallbeseitigung rechnet das Unternehmen – trotz gleichbleibender Gebühren – mit steigenden Einnahmen. Diese werden nach Einschätzung des Entsorgungsunternehmens von 6 Millionen Euro 2015 auf 6,3 Millionen Euro 2016 klettern. Heuer begründet dies mit zusätzlichem Abfallaufkommen durch anhaltendes Wachstum der Stadt.

Im Wirtschaftsausschuss kam auch die voraussichtliche Nutzungsdauer der Deponie in Bardowick zur Sprache. Ausschussmitglied Ernst Bögershausen (Grüne) wollte wissen, wie lange die Deponie noch betrieben werden könne. „Nach aktuellem Stand bis 2031“, sagte Heuer. Dabei gehe die GfA von einer jährlichen Verfüllmenge in Höhe von aktuell 68 000 Kubikmetern aus, die nach rund 100 000 Kubikmetern in den Jahren 2011 und 2012 durch eine temporäre Oberflächenabdeckung der Deponie erzielt werden konnte. Pläne, wie es danach weiter gehen wird, gebe es nach Auskunft von Heuer derzeit noch nicht.