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Die alte Mauer der früheren Kettenstrafanstalt. Foto: t&w
Die alte Mauer der früheren Kettenstrafanstalt. Foto: t&w

Herbergsverein: Einsatz für alte Mauer

ca Lüneburg. Statt Abriss Erhalt — Anwohner machen sich dafür stark, dass die Mauer, welche die Herberge am Benedikt einfasst, erhalten bleibt. Nachbar Dr. Felix Abraham hat inzwischen mehr als 100 Unterschriften gesammelt; Bewohner, Anwohner und „interessierte Bürger“ plädieren dafür, dass das Gemäuer gerettet wird: „Ein Abriss wäre ein großer Verlust für die Stadt.“ Abraham selber ist bereit, sein Portemonnaie zu öffnen und einen namhaften Betrag zu spenden. Er geht davon aus, dass andere seinem Beispiel folgen könnten.

Die LZ hatte darüber berichtet, dass der Herbergsverein die Mauer als baufällig einstuft. Nach einer groben Schätzung, so Geschäftsführer Michael Elsner, würde es rund 200000 Euro kosten, das Bauwerk zu sanieren. Ein Neubau wäre für weniger als die Hälfte zu haben. Der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt (ALA) plädiert für eine Restaurierung mit dem Argument, die ehemalige Kettenstrafanstalt sei prägend und zu ihr gehöre die Umfassung dazu. Der ALA ist bereit, einen Zuschuss zu gewähren. Die Höhe ist noch unklar.

Inzwischen gab es einen Ortstermin mit Verein, ALA, Anwohnersprecher Abraham und der Stadt. Tenor: Es soll weiterhin eine Mauer geben.

Für die Stadt erklärt Sprecher Daniel Gritz: „Die Bestandsaufnahme ist aus Sicht des Denkmalschutzes noch nicht abgeschlossen.“ Ein Architekt solle sich das Ganze anschauen. Michael Elsner berichtet, dass man die Mauer an mehreren Stellen auch in der Tiefe freilegen lasse, um die Statik zu untersuchen. Er geht im Moment davon aus, dass die Mauer saniert werden kann oder sie abgetragen und mit altem Material wieder hochgezogen wird. Allein könne der Verein das allerdings nicht bezahlen, die Unterstützung über Fördermittel und Spenden sei daher nötig und willkommen. Darum wolle er mit seinen Mitarbeitern werben, um die Mauer dann Stück für Stück instand zu setzen.