Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Alle packen mit an (v.r.): Tina Oelker und ihr Sohn Jasper (4) pflanzen Johannisbeerbüsche, auch Finn (6) und Finja (5) buddeln eifrig mit. Foto: uk
Alle packen mit an (v.r.): Tina Oelker und ihr Sohn Jasper (4) pflanzen Johannisbeerbüsche, auch Finn (6) und Finja (5) buddeln eifrig mit. Foto: uk

Pflanzaktion auf neuem Außengelände der Kita „Kunterbunt“ in Reppenstedt

uk Reppenstedt. Noch fallen sie kaum auf — doch im Frühjahr schon werden die jungen Bäume, Büsche und Sträucher auf dem Außengelände des evangelischen Kindergartens „Kunterbunt“ in Reppenstedt die ersten Blätter und Früchte tragen. Dafür legten sich Kinder, Eltern und Erzieherinnen jetzt mächtig ins Zeug: Bei einem gemeinsamen Arbeitseinsatz brachten sie eine ganze Lkw-Ladung an Pflanzen in den Boden der großen Spielfläche. Und setzten damit den Schlusspunkt unter die Neugestaltung des Außengeländes, das als naturnahes Spielparadies zum Klettern, Entdecken, Matschen oder Ausruhen einlädt.

Bereits vor zwei Jahren war mit den ersten Schritten zur Neugestaltung der 13000 Quadratmeter großen Fläche begonnen worden. „Einige Spielgeräte waren in die Jahre gekommen“, sagt die stellvertretende Kita-Leiterin Sabine Steinke-Wolter. „Wir hatten keine Rasenfläche, weil der Sand sich überall verteilte und unser Rodelberg war zum Rodeln nicht mehr zu nutzen, weil der neue Anbau den Weg versperrt.“ Ideen mussten also her — und dafür wurden die 110 Kinder aus den sechs Gruppen als Experten gebraucht: In einem Partizipationsprojekt wurden Wünsche und Anregungen der Kinder gesammelt und dann von einem Landschaftsarchitekten in ein Konzept gegossen. „Wir haben jede Ecke und jedes Gerät fotografiert und die Kinder mit einem Punktesystem bewerten lassen, was ihnen wichtig ist und was weniger.“ Kaum verwunderlich, dass Wasser und Sand zum Matschen für kein Kind verzichtbar sind — nun gehört die neue Matschanlage zu den Highlights des Geländes. Aber auch eine kleine Tribüne ist entstanden. Findlinge und Baumstämme grenzen die Sandfläche vom Gartenbereich ab, wo in Hochbeeten Kräuter, Kohlrabi und Möhren gedeihen. „Die Kinder pflegen die Beete, ernten und kochen gemeinsam“, sagt Steinke-Wolter. Und für den Hügel hatten die Kinder auch eine zündende Idee: Statt Rodelberg ist hier nun ein Piratenausguck entstanden, der ständig belagert ist. Aus dem alten Weinfass heraus, das an einem Stamm befestigt wurde, lässt sich in luftiger Höhe prima das ganze Gelände beobachten. Bewegung und vielfältige Sinneserfahrungen ermögliche das neue Konzept, freut sich die Erzieherin. „Dabei sollen sich die Kinder auch mal zurückziehen können.“ Etwa in der gemütlichen Höhle unter der Tribüne oder neben der Beerenhecke, von der genascht werden darf.

An den Kosten für die Neugestaltung von insgesamt 30000 Euro beteiligten sich neben der Samtgemeinde Gellersen und dem Diakonieverband als Träger auch etliche Sponsoren sowie die Eltern mit Spenden.