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Zu klein, keine Wärmedämmung, veraltete Sanitär- und Umkleideräume: Die Ilmenauhalle, Baujahr 1974, ist sanierungsbedürftig. Foto: t&w
Zu klein, keine Wärmedämmung, veraltete Sanitär- und Umkleideräume: Die Ilmenauhalle, Baujahr 1974, ist sanierungsbedürftig. Foto: t&w

Ilmenauhalle in Bienenbüttel: Sanierung oder Neubau?

emi Bienenbüttel. Trainingsraum für Turn- und Sportverein (TSV) Bienenbüttel, Treffpunkt für Bürger und Verwaltung, Heimat des Schützenvereins: Die Ilmenauhalle an der Niendorfer Straße erfüllt viele Funktionen, doch der Betonbau von 1974 ist in die Jahre gekommen. Schon seit langem wird in der Gemeinde Bienenbüttel über eine umfangreiche Sanierung oder einen Neubau diskutiert. Die Umsetzung einer neuen Mehrzweckhalle beschleunigen wollen jetzt die Grünen-Fraktion im Gemeinderat sowie die Gruppe SPD/Stefan Waltje. Ein entsprechender Antrag soll am 8. Dezember im Verwaltungsausschuss beraten werden.

Die Antragsteller fordern, dass Planungskosten in Höhe von 40000 Euro in den Haushalt 2016 eingestellt werden. Mit diesem Geld soll die Verwaltung Beratungs- oder Planungsbüros beauftragen können, um Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Doch der Bienenbütteler Bürgermeister reagiert unterkühlt auf diesen Vorstoß.

„Hinter der Sanierung der Ilmenauhalle stehen alle Fraktionen im Gemeinderat geschlossen“, sagt Dr. Merlin Franke. „Bereits im Jahr 2015 haben die CDU, KA-Fraktion und Herr Weigelt dem Haushalt zugestimmt und 55000 Euro Planungskosten in den Haushalt 2015 eingestellt. Mit der Investition muss vor Ablauf des übernächsten Jahres begonnen werden, also 2017. Dies ist auch allen Fraktionen bekannt. Den Antrag halte ich daher für entbehrlich, da sich die Verwaltung aktuell intensiv um eine Förderung bemüht.“

Den Anstoß für den Antrag der Grünen und der Gruppe SPD/Stefan Waltje hatte eine kürzlich durchgeführte Veranstaltung der SPD Bienenbüttel mit Vertretern der Gemeinde gegeben. „Der Bedarf wird von allen Beteiligten — Turn- und Sportverein (TSV) Bienenbüttel, Schulelternrat, Kirche, Politik und Bürger — unstrittig gesehen“, schreiben die Antragsteller. Und: „Bienenbüttel benötigt wieder eine Mehrzweckhalle, die ein Aushängeschild für Bienenbüttel ist.“

Das Projekt wird die Gemeinde schätzungsweise zwischen 2,5 und 3,5 Millionen Euro kosten. Eine Summe, die ohne die Zusage von Fördermitteln laut Verwaltungschef Franke nicht zu stemmen wäre, doch eine Lösung ist in Sicht: „Wir haben eine Förderung aus dem Programm ,Kleine Städte und Gemeinden beantragt“, sagt der Verwaltungschef. „Damit würden wir eine Förderquote von 66 Prozent erreichen.“

Der Sprecher der Gruppe SPD/Stefan Waltje hofft, dass das Vorhaben diesmal „keine Luftnummer“ ist. „Wir müssen uns jetzt mit allen Nutzern zusammensetzen und überlegen, wie der Bedarf ist und was gebaut werden muss“, fordert Arnold Witthöft.

Mängel am Kinderbecken
Mit der Sanierung des Kinderbeckens im Waldbad beschäftigt sich heute Abend der Bienenbütteler Bau- und Planungsausschuss. 1957 wurde das Becken erstmalig in Betrieb genommen, seitdem sind keine grundlegenden Sanierungsarbeiten am Fliesenbelag mehr vorgenommen worden. Nun sind dort Mängel aufgetaucht. Um diese zu beheben, stehen aktuell zwei Maßnahmen zur Diskussion: den Fliesenbelag austauschen oder ein neues Kinderbecken anschaffen.

Für die komplette Sanierung müssten als Investition für das Jahr 2016 Haushaltsmittel in Höhe von rund 40000 Euro eingestellt werden. Die Alternative dazu wäre, das Kinderbecken im Frühjahr 2016 für rund 3100 Euro notdürftig instand zu setzen und dann im Jahr 2017 ein neues Edelstahlbecken für rund 137300 Euro anzuschaffen. Die Bauausschussmitglieder sollen dazu heute ihre Empfehlung abgeben.

Die öffentliche Sitzung beginnt um 18.30 Uhr im Mühlenbachzentrum im Bienenbütteler Rathaus, Marktplatz 1. Weitere Themen sind die Änderung des Bebauungsplans Nr. 41 „Ortskern Bienenbüttel“, der Feststellungsbeschluss zur 27. Änderung des Flächennutzungsplanes und der Satzungsbeschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 56 „Wellbruch II“, Ortsteil Steddorf. emi