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Preisgeber und Preisträger: (v.l.) Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Margarethe Stumpenusen (Ikarus), Theo Haustein (Zum Kollektiv), Kerstin Löding-Blöhs (Alzheimer-Gesellschaft), Detlef Cieplik (HV Lüneburg), Filiz Oktem (Zum Kollektiv), Wiebke Stelljes, Anne Linhsen (Ikarus), Sparkassenvorstand Karl Reinhold Mai und Landrat Manfred Nahrstedt. Foto: t&w
Preisgeber und Preisträger: (v.l.) Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Margarethe Stumpenusen (Ikarus), Theo Haustein (Zum Kollektiv), Kerstin Löding-Blöhs (Alzheimer-Gesellschaft), Detlef Cieplik (HV Lüneburg), Filiz Oktem (Zum Kollektiv), Wiebke Stelljes, Anne Linhsen (Ikarus), Sparkassenvorstand Karl Reinhold Mai und Landrat Manfred Nahrstedt. Foto: t&w

Hans-Heinrich-Stelljes-Stiftung zeichnet Ehrenamtliche aus

oc Lüneburg. Ob in der Kultur, im Sozialen oder im Sport: Ohne das Engagement von Menschen, die sich um der Sache und nicht um des Geldes willen engagieren, geht nichts. Einmal im Jahr zeichnet die Hans-Heinrich-Stelljes-Stiftung Menschen für ehrenamtliches Engagement aus. In diesem Jahr gingen die Preise an Kerstin Löding-Blöhs, Detlef Cieplik, die Kunstschule Ikarus und den Verein Zum Kollektiv.

Seit 1999 besteht die Stelljes-Stiftung. Ausgerufen wurde sie zum 80. Geburtstag von Hans-Heinrich Stelljes, der von 1963 bis 1984 in Lüneburg Oberstadtdirektor war. Oberbürgermeister Ulrich Mädge erinnerte an den vor zehn Jahren gestorbenen Politiker, der sich weit über sein Amt hinaus für die Belange der Menschen „seiner“ Stadt einsetzte. Vergeben wird der mit jeweils 1000 Euro dotierte Stelljes-Preis von der Sparkassenstiftung — in diesem Jahr in der KulturBäckerei.

Der Preis für das Soziale ging an Kerstin Löding-Blöhs. Sie arbeitet verantwortlich im Bereich der gerontopsychiatrischen Betreuung in der Psychi-atrischen Klinik (PKL) und ist darüber hinaus Gründungsmitglied und Vorstand der Lüneburger Alzheimer-Gesellschaft. Eva Nahme, Psychologische Psychotherapeutin an der PKL, würdigte das außergewöhnliche Engagement und die vielen Impulse, die Kerstin Löding-Blöhs in einem Bereich leistet, vor dem viele Menschen zurückschrecken.

Im Bereich Sport wurde Detlef Cieplik ausgezeichnet. Wer in Lüneburg Handball spielt, kennt ihn als Cippel. LZ-Sport-redakteur Ulrich Pott, Vater Handball spielender Töchter, hatte eine lange Liste parat, die den Bereich skizzierte, in dem Detlef Cieplik seit den 80er-Jahren für die heutige HV Lüneburg aktiv ist, vom aktiven Spieler über den motivierenden Jugendtrainer bis zum Organisator von großen Turnieren. Cieplik wäre nicht Cippel, wenn er seinen Preis nicht an den Verein zurückgeben würde — „wir brauchen doch Tore für den Nachwuchs“.

Zwei Frauen, die für die Kunstschule Ikarus stehen, würdigte Dr. Sabine Fett vom Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen. Sie machte nicht nur die Bedeutung von Kunstschulen deutlich, sondern zeigte auch, mit welchem Einsatz Margarete Stumpenhusen als Gründungsmitglied und die etwas später hinzugekommene Anne Linhsen den Spagat zwischen Beruf, Familie und Ikarus hinbekommen. Beide sehen sich als Teil eines Teams, und mit ihrer Laudatio verband Dr. Fett die Forderung, dass die Kunstschule zur künftigen Absicherung eine hauptamtliche Kraft benötige.

Die jüngsten Preisträger kommen aus dem Umfeld der Leuphana. Der Verein Zum Kollektiv macht sich seit drei Jahren zur Aufgabe, leer stehende Räume in der Stadt temporär mit Kultur zu füllen, Brücken zwischen Universität und Stadt zu schlagen, Ideenbörse und Plattform zu sein. Das gelingt dem Verein auch mit einem Open-Air-Theaterfestival in der Innenstadt, bei dem Gruppen aus der Region und von außerhalb auftreten. Das dritte Festival soll 2016 kommen. Der nicht nur für Studenten offene Verein agiert seinem Namen entsprechend ohne Hierarchie. Nachdem die zuletzt genutzte „Vitrine“ zum Welcome Learning Center für Flüchtlinge umstrukturiert wurde, kündigten Theo Haustein und Paul Seegers an, noch im Dezember an einem neuen, dann vierten Ort aktiv werden zu können.

Das Schlusswort vor einem festlichen Essen sprach — wie stets — Landrat Manfred Nahrstedt, mit einem Dank an die Organisatoren und an die Musiker Antonio Chavez und Vincent Dombrowski, die den Abend mit Jazz umrahmten.