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Die Jungen und Mädchen können es kaum erwarten, das neue Trampolin zu testen. Johann Pleuß war einer der ersten auf dem Sprungtuch. Foto: t&w
Die Jungen und Mädchen können es kaum erwarten, das neue Trampolin zu testen. Johann Pleuß war einer der ersten auf dem Sprungtuch. Foto: t&w

Sponsorenlauf am Johanneum bringt rund 10000 Euro Spenden zusammen

cec Lüneburg. So mancher Schüler, der im Sportunterricht nicht unbedingt übermäßig glänzt, überraschte beim Sponsorenlauf der 5. und 6. Klassen des Johanneums im Juli mit einem plötzlichen Leistungssprung. „Ich war beeindruckt, der Ehrgeiz war offenbar geweckt“, sagt Sportlehrer Daniel Kruse, der mit seinem Kollegen Christian Petersen die Spendenaktion auf die Beine gestellt hat. Schulleiter Friedrich Suhr bestätigt: „Die sind gerannt und gerannt. Manche Schüler sind zwei Stunden durchgelaufen, einige Sponsoren sind ganz schön arm geworden.“ Knapp 10000 Euro sind bei dem Benefiz-Lauf zusammengekommen. Ein Drittel fließt an eine Schule in Südafrika, zwei Drittel werden eingesetzt, um den Schulhof des Johanneums zu gestalten. Jetzt wurde ein Außentrampolin eingeweiht, das mit dem Geld finanziert wurde.

Den Kontakt zur Grundschule im südafrikanischen Lategansvlei in der Nähe der Hauptstadt Kapstadt schloss Mitorganisator Kruse während eines privaten Urlaubs. Er wurde auf ein Projekt aufmerksam, in dem sich deutsche Auswanderer für die Schule stark machen. „Es ist eine Region mit hoher Arbeitslosigkeit“, sagt der Pädagoge, bedingt sei diese durch den Einbruch der einst hoffnungsvollen Straußenfleisch-Zucht, die durch Einfuhrverbote anderer Länder beschädigt sei. „Die Grundschule stand kurz vor der Schließung, die Regierung wollte dort kein Geld mehr hineinstecken, das wurde von den Auswanderern abgewendet“, berichtet Kruse, „Hilfe wird dort gut gebraucht.“

Aber auch die eigene Schule soll vom Lauf profitieren, bei dem jeder Schüler von den von ihm selbst ausgesuchten Sponsoren — oft Eltern oder andere Verwandte — pro zurückgelegter Runde auf dem LSV-Sportplatz in Kaltenmoor einen von den Sponsoren selbst festgelegten Betrag bekam. In gut zwei Jahren wird die Außenstelle des Gymnasiums an der IGS aufgelöst, die Fünft- und Sechsklässler, die dort zurzeit untergebracht sind, werden mit am Stammsitz einquartiert. „Darum wollen wir das Gelände Schritt für Schritt darauf vorbereiten, mehr Bewegungsmöglichkeiten schaffen“, sagt Suhr. Mit einem Teil des Erlöses wurden kleine Spielgeräte für die Pausen gekauft wie Fußbälle, Pedalos, Sprungseile und Diabolos. Ein großer Teil floss in die Anschaffung des neuen Trampolins.