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Arbeitslosigkeit auf Tiefstwert

ahe Lüneburg. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer in Stadt und Landkreis Lüneburg geht weiter zurück: 5338 Personen waren Ende November laut Agentur für Arbeit ohne Anstellung. Das sind 63 weniger als im Vormonat und bedeutet eine Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Das ist der tiefste Wert in diesem Jahr und das, obwohl zunehmend auch Asylbewerber und Flüchtlinge in der Statistik erfasst werden. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren 311 Arbeitslose mehr zu verzeichnen. „Die Entwicklung zeigt, dass der Arbeitsmarkt in unserer Region weiterhin aufnahmefähig ist“, analysiert Bernd Passier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen.

In der aktuell stattfindenden Woche der Inklusion möchte die Arbeitsagentur eben jenes Thema stärker in den öffentlichen Fokus rücken. „Trotz sinkender Arbeitslosigkeit und stetig zunehmender Arbeitskräftenachfrage konnten arbeitslose Menschen mit Behinderungen nicht in gleichem Umfang von der guten Entwicklung profitieren“, verdeutlicht Passier. In den Dienststellen vor Ort setzen die Agenturen auf speziell geschulte Kräfte. „Unsere Spezialisten beraten Arbeitslose und auch Unternehmen gezielt auf die Bedürfnisse dieser Personengruppe hin“, erklärt der Agenturleiter. Unternehmen könnten dabei nicht nur Lohnkostenzuschüsse bei einer Einstellung erhalten, sondern auch finanzielle Unterstützung, wenn Anpassungen am Arbeitsplatz notwendig werden.

Passier appelliert an die Unternehmen, „das Potenzial dieser überwiegend gut ausgebildeten Arbeitsuchenden zur eigenen Fachkräftesicherung zu nutzen: Rückmeldungen aus Betrieben zeigen, dass Mitarbeiter mit Behinderungen loyal und engagiert sind“. Im November waren in Lüneburg 300 schwerbehinderte Arbeitslose gemeldet, sechs mehr als zum Beispiel vor zwei Monaten und 30 mehr als vor einem Jahr.

Gestiegen ist auch die Zahl der Arbeitslosen im Alter von 50 Jahren und älter, von 1749 auf 1792 Frauen und Männer. Die Zuwanderung spiegelt sich ebenfalls in der Statistik: Der Anteil der ausländischen Arbeitslosen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14,9 Prozent. Insgesamt haben aktuell 731 gemeldete Erwerbslose keinen deutschen Pass, das bedeutet einen Anteil von 13,7 Prozent an der Gesamtarbeitslosigkeit. Leicht entspannt hat sich erwartungsgemäß die Lage bei den unter 25-Jährigen. 145 junge Frauen und Männer verschwanden in den vergangenen beiden Monaten aus der Statistik, weil sie nun doch einen Job gefunden oder eine Weiterbildung begonnen haben.

Im Gesamtbezirk der hiesigen Arbeitsagentur, zu dem auch die Geschäftsstellen Buchholz, Winsen, Lüchow und Uelzen gehören, sind derweil 4319 Stellen unbesetzt, 880 Stellen mehr als vor einem Jahr. Im Monatsverlauf wurden 1255 Stellenzugänge verzeichnet, die meisten in den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie Zeitarbeit (393 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (245 Stellen), Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz (158 Stellen) sowie dem Verarbeitenden Gewerbe (68 Stellen).

Arbeitsmarktreport November 2015