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Die Mitglieder des neuen Vereins FabLab (v.l.) Stefan Lorenz, Carsten Edler (1. Vorsitzender), Maik Brunken (2. Vorsitzender) und
Daniel Rohde-Kage basteln an einem Lampenschirm aus einem 3D-Drucker. Foto: t&w
Die Mitglieder des neuen Vereins FabLab (v.l.) Stefan Lorenz, Carsten Edler (1. Vorsitzender), Maik Brunken (2. Vorsitzender) und Daniel Rohde-Kage basteln an einem Lampenschirm aus einem 3D-Drucker. Foto: t&w

Neuer Technik-Verein gründet sich im e.novum

mm Lüneburg. Viele Erfolgsgeschichten großer Technik-Unternehmen begannen in einer Garage: etwa die von Apple, Microsoft oder Google. Legenden? Vielleicht. Die könnten sich irgendwann auch um Lüneburg ranken.

Der Grund liegt in den Katakomben des Innovations- und Gründungszentrums e.novum am Munstermannskamp versteckt. Hier gibt es einen Kellerraum, etwa 30 Quadratmeter groß, den Tüftler, Bastler und Technikbegeisterte aus Lüneburg mit Leben füllen möchten. Sie haben einen neuen Verein gegründet: FabLab Lüneburg. Einer von den rund 25 Gründungsmitgliedern ist Maik Brunken.

„Mit Computer-Wissen in lauter Kneipen-Umgebung zu experimentieren, ist auf die Dauer unglücklich“, sagt der 45-Jährige. Deshalb beschlossen er und andere Technikbegeisterte etwa von bereits etablierten Gruppen wie Freifunk Lüneburg oder der Linux User Group: Es müsste einen Ort mit ausreichend Platz geben, wo sie alle ungestört zusammenkommen können. Die Idee für FabLab war geboren.

Die Abkürzung steht für „Fabrication Laboratory“, eine offene Werkstatt, in der Tüftler an ihren technischen Ideen arbeiten — ähnlich wie in einem Repair-Café. Dort kommen Hobbybastler zusammen, um kaputte technische Gegenstände zu reparieren. Bei FabLab wird neu kreiert. Wie am 3D-Druck von Maik Brunken.

Der Familienvater besitzt einen eigenen Bausatz, mit dem er aus Kunststoff gefertigte Gegenstände herstellen kann. Wie zum Beispiel Lampenschirme, Schachfiguren oder Ersatzteile für Gartengeräte. Und der Bausatz wird nun im e.novum stehen. Doch nicht nur 3D-Druck findet sich dort. Die Technik-Szene ist breit aufgestellt, die Angebotspalette im FabLab reicht über das Drucken weit hinaus, Maik Brunken zählt einige weitere Mitmach-Möglichkeiten auf.

Dazu gehörten: Server aufsetzen und sicher konfigurieren, Basteln an Quadrocoptern, Arbeiten mit dem Computerbetriebssystem Linux oder autonom fahrenden Robotern. Genau wie Hard- und Softwareprojekte, Web- und App-Entwicklung, Programmieren, Plotten, Löten oder das Upcyceln alter Smartphones. Zudem gäbe es spezielle Workshops, der Verein möchte auch viele Experten zu Vorträgen einladen.

Maik Brunken beschreibt FabLab auch als „Mischung aus Daniel Düsentrieb und berufsbildender Schule“. Bis jetzt sei die Mitgliederstruktur „recht männerlastig“, dabei sind auch Frauen willkommen. Ohnehin jeder, der sich für Technik begeistert und vielleicht eine eigene Erfolgsgeschichte schreiben möchte.