Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Etwa 500 Personen, überwiegend Stundenten, demonstrierten an der Leuphana Universität gegen eine Veranstaltung der AfD. Foto: t&w
Etwa 500 Personen, überwiegend Stundenten, demonstrierten an der Leuphana Universität gegen eine Veranstaltung der AfD. Foto: t&w

Heftiger Protest an der Uni gegen AfD-Vortrag – Veranstaltung abgebrochen

Demonstranten schützen ihre Atemwege -- die Polizei hat Reizgas zum Einsatz gebracht. Foto: nh
Demonstranten schützen ihre Atemwege — die Polizei hat Reizgas zum Einsatz gebracht. Foto: nh

ca Lüneburg. Gegen die AfD-Veranstaltung an der Leuphana, die vom Gericht zugelassen wurde,  protestierten am Freitagabend rund 500 Demonstranten auf dem Campus an der Scharnhorststraße. Und der Protest wurde zunehmend heftiger, es kam zu Rangeleien, Reizgas wurde eingesetzt.

Die Polizei, die die Veranstaltung mit einer halben Hundertschaft sichert, schaffte durch die Demonstranten einen Korridor, damit die Besucher zu der AfD-Veranstaltung in Hörsaal 3 gelangen konnten. Die Tür zum Hörsaal wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen. Vor dem Hörsaal brüllten die Protestanten weiter Parolen und trommelten gegen die Scheiben.

Die Partei ließ den geplanten Vortrag in Absprache mit Polizeieinsatzleiter Roland Brauer aus Sicherheitsgründen abbrechen. Die Polizei soll zu den Demonstranten, die noch immer vor Ort waren, gesagt haben: „Ihr habt euer Ziel erreicht, die Veranstaltung wurde abgebrochen. Es gab schon Verletzte, das hätte so nicht sein sollen. Geht bitte nach Hause!“.

Überwiegend Studenten protestierten gegen die AfD. Deren Europaabgeordneter Marcus Pretzell wollte um 19 Uhr über Bürgerrechte in Europa sprechen. Durch jüngste Äußerungen, dass er es für richtig halte, Flüchtlinge notfalls auch mit Waffengewalt am Grenzübertritt nach Deutschland zu hindern, war er massiv in die Kritik geraten. Die Universität wollte die Veranstaltung trotz bestehenden Vertrags mit der Partei kurzfristig absagen, doch die AfD erstritt das Recht auf die Hörsaalnutzung vor Gericht.

Uni-Präsident Sascha Spoun sagt: „Wir leben in einem Rechtsstaat. Die AfD hat ihr Recht durchgesetzt, das akzeptieren wir.“

Der Protest hatte friedlich begonnen, die Gegner des Pretzell-Auftritts setzten sich mit Transparenten für ein friedliches Miteinander ein. Die AfD hatte angekündigt, Gegner auch in den Hörsaal zum Vortrag ihres Abgeordneten lassen zu wollen. Man sei offen für einen Dialog.

Fotos: ca/t&w

121 Kommentare

  1. Na, da haben die Studenten ja wieder ein grosses Zeichen gesetzt. Gegen Meinungsfreiheit.
    Ein Glück ist der Sturmtrupp Antifa im Schulterschluss mit IGM und DGB nicht zum Zug gekommen. Dann hätte es Schwerverletzte gegeben.

  2. Kevin Manuel Schnell

    »Uni-Präsident Sascha Spoun sagt: „Wir leben in einem Rechtsstaat. Die AfD hat ihr Recht durchgesetzt, das akzeptieren wir.“« ?

    Uni-Präsident Sascha Spoun verdreht die Fakten. Der eigentliche Skandal liegt doch VOR dem von der AfD gerichtlich erstritten Recht auf Vertragstreue und also auf die vertraglich vereinbarte Hörsaalnutzung.

    Der Skandal besteht darin, dass das Universitätspräsidium mit der lange schon als unerträglich rechtspopulistisch berüchtigten AfD überhaupt einen Vertrag geschlossen hat, der einem Demagogen wie Marcus Pretzell erlaubt, im Hörsaal einer Hochschule zu sprechen.

    • Das Universitätsgelände ist mietbar und auf öffentlichem Grund hat auch die AfD das Recht Veranstaltungen durchzuführen und Räume zu mieten. Es ist wie Heiko Maas sagte zur Höcke sagte: „Die Meinungsfreiheit in Deutschland geht echt weit. Die schützt sogar Ihre Meinung.“

      Die Meinung der AfD ist furchtbar. Aber sie haben eben das Recht darauf sie kund zu tun. Es wäre sehr viel wirkungsvoller gewesen, wenn man die AfD inhaltlich auseinandergenommen hätte, anstatt sie nur abzuhalten.

      • Erstens „ist“ das „Universitätsgelände“ nicht einfach so „mietbar“, sondern DIESE Universitätsverwaltung hat (aus bekannten Gründen) Geldinteressen, was schon furchtbar genug ist.

        Und zweitens handelt es sich nicht um „öffentlichen Grund“ (der übrigens auch nie ohne Weiteres „mietbar“ ist), sondern um Uni-Liegenschaften, auf denen niemand außer Uni-Zugehörigen „ein Recht“ hat, „Veranstaltungen durchzuführen“.

        KEIN RECHT UND KEIN GESETZ DER WELT KONNTE HERRN SPOUN ZWINGEN DER AfD RAUM ZUR VERFÜGUNG ZU STELLEN.

        Es war DIE FREIE EIGENMÄCHTGE ENTSCHEIDUNG von Herrn Spoun, die Durchführung dieser Propagandaveranstaltung zu erlauben und einen Nutzungsvertrag mit deren Initiatoren zu schließen. WARUM er FREI und OHNE NOT entschieden hat, die Raumnutzung durch Demagogen zuzulassen, DAS ist die einzig wirklich interessante Frage.

        Als DANN vor zwei Wochen absehbar wurde, dass es unter den Studierenden UND unter den Professoren riesengroßes Unverständnis gibt, das in gewaltige Proteste münden würde, hat das Präsidium versucht, den selbst rechtskräftig gemachten Vertrag zu ändern, wogegen die AfD erst dann, aber DANN NATÜRLICH gerichtlichen Widerspruch durchsetzen konnte.

        UND ERST JETZT konnte sich Herr Spoun hinstellen und – indem er die vorangegangene freiwillige Vertragsunterzeichnung VERSCHWIEG oder einfach ausblendete – BEHAUPTEN: „Wir leben in einem Rechtsstaat. Die AfD hat ihr Recht durchgesetzt, das akzeptieren wir.“

        Na klar akzeptiert Herr Spoun. JETZT hatte er ja gar keine andere Wahl mehr. Er hatte einen Vertrag unterzeichnet, den musste er „akzeptieren“ einzuhalten. Warum er aber „akzeptiert“ hat, diesen Vertrag überhaupt anzufassen und dann auch noch zu unterschreiben und damit den ganzen empörenden Schlamassel anzurichten, warum er ohne Not „akzeptiert“ hat, für die AfD eine Wahlkampfmesse auszurichten und den bellenden Einpeitscher und die opferseligen Schreihälse auf den Campus zu holen, dafür ist er bis heute jede Erklärung schuldig geblieben.

        • Maximilian Koerber

          Bravo! Sehr gut gesehen!

          Nolle in causa est, non posse praetenditur.

          (Seneca: Ad Lucilium Epistulae Morales, 19, 116′ 462)

        • Das hatte ich anders mitbekommen. Dass man die Unigebäude für Externe Veranstaltungen vermietet, ist grundsätzlich wohl in Ordnung. Immerhin wird das Geld doch hoffentlich für den Unibetrieb genutzt, womit es Studierenden zugute kommt.

          Das man in diesem Fall, das Gebäude nicht an eine Partei wie die AfD hätte vermieten müssen, ist natürlich selbstverständlich.

          Rechtsradikale Demonstrationen zu blockieren und Veranstaltungen, die keinen Dialog zulassen auf kreative Weise zu unterwandern, unterstütze und tue ich selbst.
          Eine Diskussionsveranstaltung zu verhindern, ist leider sehr undemokratisch und wird nur dazu führen, dass die Menschen die von den Demagogen erreicht wurden, sich in ihrer Aluhut-Meinung bestätigt zu sehen. Der Meinungsmache ist meiner Meinung nach am besten entgegenzuwirken, wenn 500 Studierende in der Veranstaltung gesessen hätten und Herrn Pretzel argumentativ auseinandergenommen hätten. Denn das ist nicht schwierig.

          Ich bin der Veranstaltung ferngeblieben, weil klar war, dass man sich an dem Tag leider nicht inhaltlich mit dieser Partei auseinandersetzen wollte.

          • Das man in diesem Fall, das Gebäude nicht an eine Partei wie die AfD hätte vermieten müssen, ist natürlich selbstverständlich.
            warum?

          • »Auf seiner Sitzung am 25. November hat der Senat der Leuphana Universität Lüneburg ohne Gegenstimmen den folgenden Beschluss gefasst: „Die Leuphana Universität Lüneburg missbilligt die Veranstaltung der AfD Lüneburg am 4. Dezember an der Universität Lüneburg und ruft alle Mitglieder der Universität auf, sich an den friedlichen Protestaktionen gegen diese Veranstaltung zu beteiligen. Der Senat (…) distanziert sich im Sinne des Leitbildes der Universität entschieden von den Veranstaltern sowie dem Referenten Marcus Pretzell. Der Senat ermuntert alle Mitglieder dazu, friedlich und aufklärerisch jeglichen menschenverachtenden Inhalten überall und jederzeit entgegenzutreten.“«

            Quelle: https://www.leuphana.de/news/meldungen-universitaet/ansicht/datum/2015/11/26/senat-missbilligt-afd-veranstaltung-an-der-universitaet.html

      • @ domian

        Können sie bitte erklären,was“ furchtbar“ wäre?
        Ich mag keine verallgemeinernden ,oberflächlichen Behauptungen, die sich lediglich auf die persönliche Meinung eines Einzelnen stützen, da die weder repräsentativ ,noch von Bedeutung für die Politik ist.

        • @ Roger
          Sie mögen „keine verallgemeinernden ,oberflächlichen Behauptungen, die sich lediglich auf die persönliche Meinung eines Einzelnen stützen, da die weder repräsentativ ,noch von Bedeutung für die Politik“ sind ?

          Gratuliere, in Ihrem Bekenntnis haben Sie alles aufgezählt, was an der AfD und Leuten wie Marcus Pretzell „furchtbar“ ist.

          Nämlich ihre „verallgemeinernden ,oberflächlichen Behauptungen, die sich lediglich auf die persönliche Meinung eines Einzelnen stützen, da die weder repräsentativ ,noch von Bedeutung für die Politik“ sind.

          • @Mausehund

            Das sehen 950.000 ehemalige Wähler der Groko, 250.000 Wähler der Linken und zusätzlich andere Menschen, ( ca. 900.000 ehemalige FDP und Grüne Anhänger) , die in Deutschland befragt wurden , gerade bei aktuellen Umfragen ganz anders.

            Die sagen klar, daß sie ihr Wahlverhalten ändern werden. In meinem Umkreis, was Sportverein, Arbeitsplatz, private Freunde, Geschäftspartner und sogar Krankenhaus- und Geschäftsbedienstete im freien Handel angeht, sagen die Bürger klar, das die o. g. Eigenschaften auf die katastrophale Politik der Regierungsparteien und nicht etwa auf die Vorhaben der Afd zutreffen.
            Übrigens, Mausehund ist ein richtig guter Kosename!

          • Was ein wenig im Widerspruch zu den von Ihnen frei erfundenen Imponierzahlen steht, ist die jämmerliche Tatsache, dass in allen vier Bundesländern, in denen im nächsten Jahr gewählt wird, weit über 90% (!!!) der Wahlkreise schier unlösbare Probleme haben, genügend AfD-Kandidat(inn)en zu finden und für die, die gefunden wurden, die beglaubigenden 150 Unterschriften pro Kreis beizubringen, so dass die bloße Teilnahme an den Wahlen aufgrund der verschwindend geringen Unterstützung überall flächendeckend gefährdet ist. Umfragen macht man mit einigen hundert Personen. Wer bei Wahlen erfolgreich sein möchte, benötigt jedoch einige hundertausend Stimmen.

            http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-sorgt-sich-um-teilnahme-an-landtagswahlen-a-1066139.html

        • Furchtbar ist es, dass die AfD versucht die Bevölkerung gegen Menschen aufbringt, die vor Gewalt und Krieg flüchten und ihnen unterstellt, diese mit sich zu bringen. Furchtbar ist es, Angst vor dem Fremden zu schüren. Furchtbar ist, ein Miteinander der Kulturen als Gefahr zu sehen. Furchtbar ist es, belegte Zahlen und Notwendigkeiten, wie z. B. Fachkräftemangel durch den demographischen Wandel mit „Lügenpresse“ abzutun. Furchtbar ist es, Menschen vorzuwerfen, hierher zu kommen weil es ihnen hier besser geht als wo sie herkommen.

          Die Liste lässt sich ewig fortführen…

          • Das ist nicht furchtbar oder haben diese Menschen Sonderrechte in Deutschland? Man kann die antisemitische Einstellung vieler hier klar erkennen, auch wenn man die Aussagen schnell gelöscht hat!

            http://www.welt.de/politik/deutschland/article149205946/Ditib-Gemeinde-stellt-antisemitische-Hetze-ins-Netz.html

            Wo ist die Empörung der Leuphana Studenten und die Demo dagegen?

          • Lieber Mickey, die sachlage ist doch wie folgt, oder irre ich mich? courtage verlangen ,für die eigene wohnungsvermittlung? geht es denn? oder ist es doch verboten? den umweg, den der markler gemacht hat, den macht dieser nicht allein. das kind bekommt gern einen anderen namen und wird dann laufen gelassen. ich kenne die regelung der abstandzahlungen. der vermieter hat kein abstand gezahlt, ich habe mich natürlich mit dem vormieter in verbindung gesetzt.er fand es auch ziemlich daneben. und als ich ihm auch noch den neuen mietpreis genannt hatte, ist er förmlich vom glauben abgefallen. es gibt nun mal schwarze schafe in jedem beruf.

      • Richard Wissmann

        @ domian

        zitat:

        “ Es wäre sehr viel wirkungsvoller gewesen, wenn man die AfD inhaltlich auseinandergenommen hätte, anstatt sie nur abzuhalten.“

        Wie wollen unerfahrene Theoretiker und Sesselpupser aus der Uni, im Alter von 18-20, die AfD, deren Darstellungen und nun wahr gewordene vorhergesehene und fundamentale Probleme ,die von den Bürgern seit Monaten jeden Tag wahrgenommen und im täglichen Leben „erlebt“ werden, während die Schlaumeier der Nation von der Uni , in den Ferien bis zum Vormittag schlafen, denn die klaren Argumente und belegte Fakten der AfD auseinandernehmen?

        Mit „Schönreden“ der Vertragsbrüche von Dublin2 , dem eigenmächtigen ändern des Schengen Abkommens ,sowie den Rettungspaketen für diverse Länder , wobei jahrelang schwadroniert wurde, daß es keine „Schuldennhaftung für Schulden anderer EU-Länder“ geben werde , sowie dem Abstreiten der Probleme mit der unkontrollierten Zuwanderung in die Sozialsysteme Deutschlands, in Höhe von momentan geschätzten 1,2 Mio. Migranten und dem enormen Familiennachzug von Muslimen in den nächsten Jahren?
        Das wird wohl kaum funktionieren. Die Menschen sind nicht blind und taub , sowie sehr wohl im Besitz eines PC und TV Gerätes um das o. g. selbst festzustellen.

        • Indem sie es ausprobieren. Im Regelfall kriegen sie bessere Antworten zu Fakten als „Lügenpresse“ aus ihrem Sesselpupser-Theoretiker-Gehirnen heraus.

          Die Klischees für Studierende, die Sie anführen sind so alt, dass es wehtut. Studierende haben meist 40-60 Stunden Wochen, engagieren sich ehrenamtlich, arbeiten in Nebenjobs und lernen nach den Veranstaltungen. Abendveranstaltungen fangen gern mal um 20 Uhr an und gehen bis abends oder man arbeitet in der Gastronomie bis in die Nacht. Also selbst, wenn sie mittags etwas ausschlafen. Faulheit würde ich sowas nicht nennen.

          • @ domian
            Mir reichen die seit x -Jahren abgedroschenen Phrasen , die man an jeder Bahnhofstoilette ablesen kann, “ Alerta, Alerta……. Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen…usw..!“
            Ich hatte bereits mehrfach die Freude , solch ideologisch verblendete Nachplapperei zu entkräften. Es scheitert nicht nur am Zitieren von Aussagen, die fragwürdig und diskussionswürdig wären, sondern schon an der Definition der Begriffe Faschismus, Natioanlität oder ethnische Zugehörigkeit. Man bemerkt nach 2 Minuten die ideologische Beeinflussung und Verblendung von linksgrünen Phrasendreschern, deren Denken nicht über ihre eigene beschränkte, geistige Sichtweise oder dem von den ebenso linksorientierten Lehrern einseitig geprägten Weltbild, hinausgehen.

      • …wenn man die AFD inhaltlich auseinandergenommen hätte.

        Dazu hätte es aber fakten gebraucht, die niemand liefern kann, da kritiker sich ausschliesslich an halbwahrheiten der ör -sender und der presse bedienen. Da werden dann angebliche „horroräusserungen“ von parteimitgliedern wiedergegeben, die so nie gefallen sind oder völlig entstellt wiedergegeben werden.fakt ist. wäre es so wie die schlecht informierten kritiker darstellen, wären die mitglieder der partei lange im knast.

        • Michel, sie sind auf dem holzweg. fakten gibt es genug. was sie beschreiben, ist wissen vom hörensagen.
          und was den knast angeht, dazu bedarf es nicht nur beweise, auch einen willen. rechts brutal, ist bei uns in der gesellschaft angekommen. ich könnte die afd im alleingang auseinander nehmen. nur, wen interessiert es? den verfassungsschutz etwa?

          • @ Klaus Bruns

            zitat: fakten gibt es genug. was sie beschreiben, ist wissen vom hörensagen.

            Oder das was SIE in der BI** aufschnappen.Eben Lügenpresse!Lesen Sie lieber Qualitätsjournalismus, statt Parolen , die man am WC an der Bahnhofstür vorfindet.

    • Wenn die Herrn Studenten mal bitte zur Kenntnis nehmen wollen: Im demokratischen Rechtsstaat gibt es Reisefreudige Redefreiheit. Wer die nicht zulassen möchte, ist der Faschist.

      • „Im demokratischen Rechtsstaat gibt es Reisefreudige Redefreiheit.“

        „Reisefreudige Redefreiheit“ ist eine hübsche Wortfindung. Reisen bildet, aber verbeult die Hosen. Hoffen wir, dass der reisefreudige Redner Marcus Pretzell den Nachteil derangierter Bügelfalten durch den Vorteil kleinerer Lerneffekte ausgleichen konnte. Wer ihm einmal zugehört hat, weiß, dass er Ergänzungen seiner fachlichen und historischen Kenntnisse ganz bestimmt nötig hat.

        Was ist überhaupt „ein Faschist“?

        Der aus dem italienischen Wort für Bund – fascio – abgeleitete Begriff wird von Historikern als „gewissermaßen inhaltsleer“ beschrieben, da er „so gut wie nichts darüber aus[sagt], was faschistisch ist oder sein soll. (…) Ein fascio ist ein Verein, ein Bund,“ daher wären Faschisten wörtlich übersetzt „Bündler und Faschismus wäre Bündlertum“.

        Vgl.: Bernd Martin: Zur Tauglichkeit eines übergreifenden Faschismus-Begriffs. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 29. Jg. 1981, S. 48–73 (Online: https://www.freidok.uni-freiburg.de/fedora/objects/freidok:2001/datastreams/FILE1/content)

        Wenn ich nicht gefragt werde, ob ein Faschist in meinem Schulzimmer sprechen darf, und ich mich protestierend dagegen verwahre, dass er es tut, bin ich dann auch ein Faschist ?

  3. Das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun.

    • Die Afd hat mit Demokratie nichts zu tun. Sie stellen sich dar als wären sie die Volksvertreter obwohl sie gerade mal für einen Pegida-Bruchteil der Bevölkerung sprechen und alle anderen verächtlich als „Gutmenschen“ abtun. Gutbürgerlich verkleidete Nazis, die sich damit auch das Recht auf eine demokratische Behandlung verspielen. Ebenso wie die NPD.
      Man muss in einer Demokratie nicht die 5-10% der Menschen akzeptieren die augenscheinlich nicht in einer Demokratie leben wollen, weil sie nicht allen Menschen die gleichen Rechte zuschreiben. Ganz im Gegenteil, es ist wichtig sie zu bekämpfen damit die Demokratie funktioniert.

      • Warum nennt man sich „reasoning“, wenn man sich mit vernünftiger Argumentation so schwer tut? Die einzigen, die in diesem Land anderen ihr gleiches Recht auf Versammlung vorenthalten wollen, indem sie Veranstaltungen blockieren oder auch Wirte bedrohen, sind Sie und ihre linken Freunde.

      • hallo Frau/Herr Reasoning, bitte schildern Sie mal was ist für sie die Demokratie !!!????

      • Das Verhalten der Studenten hat mit Demokratie nichts zu tun.

        Ich denke nicht, dass die AFD lediglich für einen „Pegida-Bruchteil“ unserer Bevölkerung spricht. Der ungehinderte Zustrom aus islamischen Ländern sorgt für eine Verschiebung der gesellschaftlichen Strukturen. Die Erwartung, von den etablierten Parteien, endlich konkrete und schnelle Lösungen zu erhalten, wird nicht erfüllt. Mit ständigen Durchhalteparolen und Apellen ist niemandem gedient.

        Die heutigen AFD-Anhänger kommen nicht von hinten und links, sondern von vorn und aus der Mitte der Gesellschaft.

        • Mitte der Gesellschaft? Die Zuhörerschaft der AfD bestand heute aus ca. 25 Menschen und Marcus Pretzell hat den Altersschnitt auf 65 gezogen.

      • reasoning

        In der von Ihnen beschriebenen Demokratie möchte ich nicht leben müssen.

        ja, ja – ich weiß, ich kann ja das Land verlassen….

      • So ein Schwachsinn! Lesen Sie doch mal ihre eigenen Zeilen, dann das Programm der AfD und wachen Sie schnell auf!
        Demokratie bedeutet Dialog!. Und die AfD mit der NPD zu vergleichen grenzt an geistiger Impotenz.

      • Die AfD vertritt nach mancher Umfrage derzeit mehr Menschen als die Linken oder die Grünen. Die AfD will Volksentscheide und Volksinitiativen auf allen Ebenen. Die AfD will natürlich nicht allen Menschen exakt die gleichen Rechte zuschreiben, das wäre ja auch Grundgesetz widrig. Gehen Sie einfach mal in eine Erstsemester Vorlesung zum Thema Grundgesetz, dann müssen Sie nicht so viel Unsinn plappern.

      • @reasoning
        Mich stört ein bischen, dass Sie entscheiden, wer „das Recht auf eine demokratische Behandlung“ haben soll und wer nicht. Noch mehr stört mich, dass Sie nicht die legitimen demokratischen Mittel – bspw. Parteienverbot – nutzen, um Ihre Sicht durchzusetzen, sondern durch lautes Brüllen, Zugang versperren etc (im harmlosesten Falle) das Recht in die eigene Hand nehmen.
        Sie schreiben, man müsse „in einer Demokratie nicht die 5-10% der Menschen akzeptieren …“ und an dem Punkt irren Sie fundamental. Doch, Sie müssen die Meinung von Menschen, die anders denken, akzeptieren. Eben das macht eine Demokratie aus.
        Im Gegensatz dazu steht ein totalitäres System. In einem solchen totalitären System ist es üblich, willkürlich festzulegen, wer seine Meinung sagen darf und wer nicht. In einem totalitären System werden die, die anders denken, drangsaliert.
        So, wie Sie es tun.

      • @reasoning

        Dann sollten Sie sich mal mit Antifaschistischen Gruppen, wie der Antifa Lüneburg und andere, auseinandersetzen. Die wohl im Hintergrund gut zu hören waren. Zitat: „Alerta Alerta Antifaschista“. Den auch diese Leute sind gegen eine Demokratie und lehnen unseren Rechtsstaat ab!

        • @ reasson

          „Den[n] auch diese Leute sind gegen eine Demokratie und lehnen unseren Rechtsstaat ab!“

          Auch?

          Meinen Sie, so wie Marcus Pretzell, wie Sie selbst und viele Ihrer Gesinnungsgenossen?

          Ein einziges Wort kann ganz schön verräterisch sein. Nicht wahr?

          • @ Thorsten
            Wann und wo hat sich Marcus Pretzel dahingehend, daß er oder die Partei AfD die Demokratie und den Rechtsstaat ablehnen, geäussert?
            Bitte wahrheitsgemässe Zitate ,mit Angavben der Aussagen und Ort, da Sie sich sonst strafbar machen. Und ich werde dies genau verfolgen. Da können Sie sicher sein. Sie begeben sich auf sehr dünnes Eis, Herr T.

            Sie wissen sehr wohl, daß die AfD sich „FÜR Volksentscheide“ ausspricht! Aber hetzen Sie ruhig weiter, mit unwahren, an den Haaren herbeigezogenen Lügen, die Ihrer Phantasie entstammen.
            Grüsse vom der ehemaligen Linkenwählerin Julia Stossek

    • Ich finde, das hat alles sehr viel mit Demokratie zu tun.

      Die AfD hat eine Veranstaltung eingeklagt, ihr gutes Recht. Sich Einzuklagen gegen Erklärungen diverser Studierendenverbände und der Leitung hat eine provokative Wirkung, das war doch klar. Dass die Polizei da sein musste und von vornherein zwei Zugänge zum Hörsaalgang und den Hörsälen organisiert hat, war nötig und gut.

      Und wie es auf Demonstrationen und Gegendemonstrationen läuft, ist allgemein bekannt. Die Masse der Studierenden hat friedlich drinnen protestiert und ihre Ablehnung kundgetan. Es gab Musik, „Waffeln statt Waffen“, Transparente und Sprechchöre. Auch Rangeleien sind auf Demonstrationen nichts neues, ein Student sucht gerade Zeugen, weil ein Polizist ihm die Brille von der Nase geschlagen hat. Warum Reizgas eingesetzt wurde, ist auch nicht klar und für viele friedlich Demonstrierende nicht verständlich. Warum die Polizei sich schon früh mit Helmen und Mundschutz rüstete, auch nicht. Das ist auch nichts neues auf Demonstrationen.

      Es ist nicht eine Gruppe, sondern viele verschiedene. Es gibt immer welche, die Grenzen übertreten und von den Polizisten abgehalten werden müssen. Und die meisten kriegen gar nicht mit, was so überall passiert und identifizieren sich damit auch nicht. Aber nochmal: sich als Partei an einem Ort einzuklagen, obwohl Vorstand und Studierendenverbände sich dagegen ausgesprochen haben, ist provokativ und läd die Situation auf. Das gute Recht der AfD, aber ebenfalls ein Schlag für alle, die den Campus täglich besuchen. Gegen dies (rechtlich einwandfreie) Aufdrängen und für Offenheit und Solidarität wurde protestiert, und zwar demokratisch.

      Demonstrationen mit all ihren guten und schlechten Seiten gehören zur Politik und Demokratie dazu und sind gelebte Meinungsfreiheit. Die Polizei hat ihr bestes getan, denke ich, um diese auf beiden Seiten zu ermöglichen. Dass die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen abgebrochen wurde, ist schade und war zu vermeiden. Warum der Eingang zum Hörsaal auf einmal frei und nicht von Polizisten versperrt war, ist mir nicht klar. Es sollten einzelne Gegendemonstranten an der Diskussion teilnehmen dürfen, die sich bei der Polizei melden sollten. Der Weg hätte versperrt bleiben müssen. Draußen vor den Scheiben standen auch Polizisten, und so lange die dort standen, wurde auch nicht daran geklopft. Warum dies auf einmal nicht mehr möglich war, ist mir ebenfalls nicht klar.

      Meinungsfreiheit ist das Gut, was wir hoch halten müssen. Dazu gehören rechtskonservative Meinungen, sofern sie mit der Demokratie vereinbar sind. Die AfD ist streitbar, und sie soll auch streitbar bleiben, mit Diskurs, Gesprächen und Meinungsäußerungen. Aber auch die Meinung, die AfD sei eine Plattform und ein Nährboden für antidemokratische und rassistische Gedanken, muss ausgehalten werden. Auch dies gehört zur Meinungsfreiheit und zur öffentlichen Auseinandersetzung.

      Ich habe lange nicht so viel Beteiligung und Interesse an Politik und Demokratie gesehen.

      • Sehr guter Beitrag. Vielen Dank.

        Nur was die Rolle der „Hochschulleitung“ anbelangt, würde ich mir an Ihrer Stelle mal die Ausführungen von Herrn Berg durchlesen und mir anschließend Gedanken über die Folgen unseres kommerzialisierten akademischen „Unternehmens“ machen: https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/285320-protest-an-deren-afd-vortrag#comment-59959

      • @Lara

        Ziata: „Und wie es auf Demonstrationen und Gegendemonstrationen läuft, ist allgemein bekannt. Die Masse der Studierenden hat friedlich drinnen protestiert und ihre Ablehnung kundgetan. Es gab Musik, „Waffeln statt Waffen“, Transparente und Sprechchöre. Auch Rangeleien sind auf Demonstrationen nichts neues, ein Student sucht gerade Zeugen, weil ein Polizist ihm die Brille von der Nase geschlagen hat.

        Auf welchen Veranstaltungen waren sie denn? Jedenfalls nicht die an denen Linke und die Antifa oder der Schwarze Block teilgenommen haben, sonst würden Sie nicht über solche völlig absurden Geschichten von der Demokratiefreudigkeit und der offenen Diskussion mit dem politisch Andersdenkenden lamentieren. Ebenswenig waren Sie an der Leuphana zur Demo. Da lief einiges anders,als Sie beschreiben mit „Waffeln“ und „LiebhabEuchalle“.
        Diese o. g. Gruppen und ihre Anhänger sind absolut Demokratiefeindlich und politisch extrem linksorientiert und gewalttätig. Genau das ,was man allen anderen ,bis zur bösen Polizei vorwirft.
        Und wenn Sie die Situation an der Uni exakt und wahrheitsgetreu beschrieben hätten,hätten sie die Studenten so beschreiben müssen, wie sie sich verhalten haben, nämlich völlig daneben. Menschen aus 50cm Entfernung ins Ohr zu schreien, ihnen den Mittelfinger zu zeigen und sogar nach ihnen zu greifen, um sie zu schlagen oder treten, ist unterste Schublade. Zum Glück hatte die Polizei bei diesen linksextremen Studenten die Situation einigermassen im Griff, sonst wäre es wohl so wie in Berlin am 1. Mai eskaliert. Man holt ja gerneverstärkung ( alles Parallelen zu den Rechten und der NPD- Gefolgschaft)

        Und nun dürfen Sie weter lamentieren. Ich war viele Jahre selbst in der Partei die Linke vor meinem Umzug in Dortmund aktiv. Heute schäme ich mich abgrundtief, diese völlig dummen Versager, die allen anderen die Schuld an ihrem persönlichen Versagen geben, unterstützt zu haben.
        Übrigens, wer nach Polizisten tritt, schlägt oder diese beleidigt indem man ihnen die übelsten Schimpfworte ins Ohr brüllt, darf sich nicht wundern, wenn er seine Brille bei Massnahmen der Polizei verliert. Es hat keinen falschen getroffen. Da können Sie sicher sein.

        • Liebe Lara, liebe Frau Doris Vossler, lieber Reini Habermann, nehmen sie sich solche Kommentare nicht zu Herzen, manche Menschen können eine andere Meinung nicht ertragen und wenn sie dann noch zwei mit anderer Meinung sehen wie in diesem Fall Linus, bekommen sie Panik und der typisch Rechte reagiert immer gleich, er versucht dann wie immer die Realität an seine Theorie anzupassen statt umgekehrt. Die Diskussion bei der Flüchtlingspolitik läuft auch genau nach diesem Schema. Je schwieriger dies unterfangen für ihn wird, lässt ihn letztendlich von der immer einfacher werdenden Welt (Realität) schwadronieren. Dann hat er eine Stufe erreicht auf der sein Intellekt mit der Anpassung der Realität nicht mehr mitkommt. Es raucht ihm sozusagen der Kopf. Anderen wirft er dann auch gerne zu sorgfältig überlegte Lösungen vor.

          Linus, Sie sollten sich Ihre Ausführungen nochmal ganz genau durchlesen und dann hoffentlich auch verdauen, dann stellen Sie fest, das sie wie beschrieben versuchen in diesem Fall Lara und Vossler in ihre Theorie zu pressen, anstatt sich mit den Inhalten ihrer Aussagen auseinander zu setzen.
          Gute Besserung.

  4. Die Störer der heutigen AfD-Veranstaltung in Lüneburg fühlten sich sichtlich wohl mit Ihrem bedrohlichen Schlagen an die Scheiben des Hörsaals in der Leuphana, keine Polizei, die das verhinderte, obgleich eine gefühlte Hundertschaft zum Schutz vorhanden war. Nach einer knappen halben Stunde Getrommel von 200 jungen Leuten und Stürmung des Saales musste die Versammlung geschlossen werden. So werden es auch Hitlers braune SA getrieben haben, das ist das, was sich mir als Gefühl im Hörsaal massiv aufdrängte. Liebe junge Leute, meint nicht, dass ihr heute etwas Gutes für die Demokratie geleistet habt. Ihr solltet euch schämen, nur eurer Unerfahrenheit und Jugend kann man so etwas zuschreiben. (Und zur Informatiuon: Das schreibt ein noch SPD-Wähler.)

    • Ihr vergleich hinkt, was ich allerdings nicht weiter erläutern werde, da allein der Vergleich schon ausreicht um ihre Intelligenz und Reflektionsfähigkeit recht gut beschreibt.
      Studenten dir an Scheiben klopfen – krass sind die brutal! Stellen wir uns doch mal vor, die Scheiben hätten Gefühle oder was?!
      Ich persönlich habe zum Beispiel was Gewalt angeging nur zwei Herren in Erinnerung, die unbedingt durch die (friedlichen!) Studenten und nicht durch den für sie von der Polizei überwachten Weg in den Hörsaal wollten. Als dann jemand fragte, wohin er denn wolle, fing einer der Herren an die umstehenden Studenten zu schubsen. Daraufhin griffen andere Studenten verbal ein, so dass der AfDler umkehrte.
      Und meines Wissens ist es nicht verboten, Sprechchöre und andere akistische Mittel zu nutzen. Das hat aich etwas mot Meinungsfreiheit zu tun 😉

      • @ M

        „Und meines Wissens ist es nicht verboten, Sprechchöre und andere akistische Mittel zu nutzen. Das hat aich etwas mot Meinungsfreiheit zu tun.“

        Na diese Art der Berichterstattung über Meinungsfreiheit wünsche ich mir dann auch an jedem Montag bei Berichten über Pegidaveranstaltungen.

        Da wird grundsätzlich von „Aufmärschen“ und „Horden von alten Männern und ewig gestrigen Islamhassern und Fremdenfeinden “ berichtet.

        Die „Antifa“ demonstriert und setzt Zeichen ( was dann faktisch bedeutet mit Steinen und Flaschen zu werfen und Polizisten gewaltsam anzugreifen, die die „Horden“ verteidigen) ,während die Pegidaanhänger „aufmarschieren!“

        Komisch, wie unterschiedlich verlogen die Wahrnehmung da doch ist,gell?

        • Die Wahrnehmung ist nicht unterschiedlich verlogen, liebe Sybille Hartwig.

          Wie du schon ganz richtig in deinen eigenen Worten auf den Punkt gebracht hast, „bei Pegidaveranstaltungen handelt es sich grundsätzlich um Aufmärsche und Horden von alten Männern und ewig gestrigen Islamhassern und Fremdenfeinden“.

          Bei unserem erst- und einmaligen Protest (denn Auftritte von AfD-Leuten wird es auf Lüneburger Unigelände nie mehr geben) handelte es sich aber bloß um friedlichen, aber grundsätzlichen Widerstand gegen „den Aufmarsch einer Horde von alten Männern und ewig gestrigen Islamhassern und Fremdenfeinden“.

    • Sehr geehrter Herr Werner,

      die Studierenden wollten friedlich an der Veranstaltung der AfD teilnehmen und mit den Redner*innen kommunizieren. Ein Zutritt in den Hörsaal wurde ihnen aber nicht gestattet. Dafür standen voll ausgestattete Polizisten vor den Türen und verwehrte ihnen den Eintritt. So entstand bei den Studierenden der Eindruck, dass ein Dialog nicht gewollt war. Schade!

      Mit feundlichen Grüßen

  5. Dass ein Hochschulpräsident zusammen mit seinen Verwaltungsleuten dem rechtslastigen politischen Extremismus ein Propagandaforum an seiner Universität vermietet ist für mich unfassbar. Womit haben wir künftig, wenn das neue Zentralgebäude abgestottert werden muss, noch zu rechnen? Wird die Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG über Karrierechancen im Vertrieb von Flugabwehrkanonenpanzern referieren? Oder werden DIGNITAS-Mitarbeiter aus Forch im Kanton Zürich über Konzepte räsonieren, wie den „Suizid-Touristen“ aus Lüneburg begreiflich zu machen ist, dass es viele gute Gründe gibt, in die Schweiz zu reisen. (In Großbritannien hat der Ausdruck „Going to Switzerland“ mittlerweile bekanntlich eine feste redensartliche Bedeutung angenommen: Er ist ein Euphemismus dafür, in der Schweiz mittels Sterbehilfe den Tod zu suchen.)

    »Man sagt allerdings, und ICH unterschreibe das: POLITIK GEHÖRT NICHT IN DEN HÖRSAAL.
    (…)
    Denn praktisch-politische Stellungnahme und wissenschaftliche Analyse politischer Gebilde und Parteistellung ist zweierlei. Wenn man in einer Volksversammlung über Demokratie spricht, so macht man aus seiner persönlichen Stellungnahme kein Hehl: gerade das: deutlich erkennbar Partei zu nehmen, ist da die verdammte Pflicht und Schuldigkeit. Die Worte, die man braucht, sind dann nicht Mittel wissenschaftlicher Analyse, sondern politischen Werbens um die Stellungnahme der Anderen. Sie sind nicht Pflugscharen zur Lockerung des Erdreiches des kontemplativen Denkens, sondern Schwerter gegen die Gegner: Kampfmittel. In einer Vorlesung oder im Hörsaal dagegen wäre es Frevel, das Wort in dieser Art zu gebrauchen.
    (…)
    [D]ER PROPHET UND DER DEMAGOGE [GEHÖREN] NICHT AUF DAS KATHEDER EINES HÖRSAALS (…). Dem Propheten wie dem Demagogen ist gesagt: „Gehe hinaus auf die Gassen und rede öffentlich.“ Da, heißt das, wo Kritik möglich ist.
    (…)
    Im Hörsaal, wo man seinen Zuhörern gegenübersitzt, haben sie zu schweigen und der Lehrer zu reden, und ich halte es für unverantwortlich, diesen Umstand, daß die Studenten um ihres Fortkommens willen das Kolleg eines Lehrers besuchen müssen, und daß dort niemand zugegen ist, der diesem mit Kritik entgegentritt, auszunützen, um den Hörern nicht, wie es seine Aufgabe ist, mit seinen Kenntnissen und wissenschaftlichen Erfahrungen nützlich zu sein, sondern sie zu stempeln nach seiner persönlichen politischen Anschauung.«

    So Max Weber in seinem berühmten Vortrag „Wissenschaft als Beruf“, den er am 7. November 1917 vor Studenten im Kunstsaal der Münchner Buchhandlung Steinicke gehalten hat. (Hier aus: Max Weber: Schriften 1894 – 1922. Ausgewählt und herausgegeben von Dirk Kaesler Stuttgart: Kröner 2002. Seite 496 ff.)

    • Mensch Dagmar, dein historisches Verständnis und die Fähigkeit Zitate einzuordnen gehen ja gegen Null.
      Es ging bei Max Weber um Wissenschaft und da hat Politik in der Tat nichts zu suchen. Gestern, dass war eine politische Veranstaltung und keine Universitäre oder wissenschaftliche. Es wurden öffentliche Räumlichkeiten für eine Parteiveranstaltung genutzt mehr nicht und in einer Demokratie ein gewöhnlicher Vorgang. Max Weber hätte sich bei deinem Verständnis und den Vorgängen gestern im Grabe umgedreht.

      • Lieber Herr Müller

        Dass extremistischen Demagogen und bauernfangenden Simplifikateuren ein universitärer „Aufwertungsrahmen“ für eine Parteiveranstaltung vom Präsidium der Hochschule eigenmächtig zur Verfügung gestellt wird, DAS ist in einer Demokratie KEIN gewöhnlicher Vorgang! Das ist der intendierte MISSBRAUCH und die abstoßende Rufausbeutung eines akademischen Rahmens, um einer radikalen Minderheit, die Toleranz einklagt, um sie abschaffen zu können, zu vermeintlichen Image-Gewinnen zu verhelfen.

        Und exakt DAS hat Max Weber überdeutlich ausgesprochen:

        D]ER PROPHET UND DER DEMAGOGE [GEHÖREN] NICHT AUF DAS KATHEDER EINES HÖRSAALS (…). Dem Propheten wie dem Demagogen ist gesagt: „Gehe hinaus AUF DIE GASSEN und rede öffentlich.“

        • @Lieber Herr Müller,
          tut mir leid, ich befinde ihr Argument als ziemlich verlogen an. Wer tummelt sich denn alles in, an, um die Uni? Lobbyisten treiben es sehr bunt. Da ist die Politik nur ein Beispiel. Solange eine Uni sich von Sponsoren abhängig macht, sollte sie sich über Demokratie lieber nicht äußern. Akademiker schon garnicht.

          • Bruns, da sind Sie ja wieder! Blog-Pause beendet? Dann kann es mit dem Hochfrequenzdösbaddeln ja weitergehen wie gehabt. Der Autor, den Sie als „@Lieber Herr Müller“ adressieren, hat EINEN ekelhaften Mißstand aufgespießt, ABER NICHT ausgeschlossen, daß es WEITERE solcher Mißstände gibt. Daher geht Ihr flegelhafter Vorwurf der Verlogenheit meilenweit am inkriminierten „Argument“ vorbei.

            Wenn ich EINEN gravierenden Fehler benenne und abstellen möchte, behaupte ich doch nicht, es gebe keine anderen! Und Sie haben ja Recht mit ihrem Vorwurf des bewusst betriebenen Ausverkaufs von akademischen Standards und wissenschaftlicher Unabhängigkeit an der Leuphana! Aber der anonyme Autor hat eben AUCH Recht. Er redet zum besonderen Thema HIER, Sie reden zum grundsätzlichen Thema GENERELL.

            Übrigens hat Michèl Pauly schon einiges zu dem Konflikt von Vermarktungszwängen und Bildungsauftrag an der Leuphana gesagt:

            https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/211768-ist-eigentlich-gute-kommunalpolitik-und-macht-ein-gutes-ratsmitglied-aus#comment-33600

  6. Ich empfehle den Kommentatoren, hier doch erst einmal eine Veranstaltung der AfD zu besuchen, bevor sie hier von Demagogen, Rechtspopulisten oder Anto-Demokraten gesprochen wird. Das ist nämlich undifferenziert Hetze, ohne Ahnung zu haben! Aus Ihren Kommentaren spricht Nicht-Wissen über Parteiprogramm, Mitglieder, politische Arbeit in den Bundesländern vor Ort, usw..

    Und wissen Sie, dass sich ein erheblicher Teil der AfD´ler aus ehemaligen CDU, SPD und FDP-Mitgliedern zusammensetzt? Glauben Sie im ernst, dass diese Leute von jetzt auf gleich zu rechten Populisten geworden wären, nur weil sie plötzlich in der AfD sind? Weit gefehlt!

    Machen Sie sich schlau, bevor Sie hetzen! Gehen Sie auf einen Vortrag oder auf Mitgliedertreffen und machen Sie sich selbst ein Bild vor Ort!

    Diese Demos der Linken und AntiFa sind zu verurteilen, weil es dort oft Gewalt gegen die Polizei gibt! Allein die Tatsache, dass solche Veranstaltungen durch die Polizei entsprechend geschützt werden müssen, ist ein Armutszeugnis für die Studenten und für Deutschland! Das ist kein demokratischer Diskurs! Das ist Verhinderung von Meinungsfreiheit, bzw. noch absurder: Es wird einerseits für Freiheit und gegen Intoleranz demonstriert, hier aber völlig intolerant die Freiheit anderer blockiert.

    Armselige Doppelmoral, nenne ich das! Diese Leute müssen erst einmal lernen, Meinungen anderer, die ihnen nicht in den Kram passen auszuhalten, ohne gewalttätig zu werden.

    • Lieber Herr Müller

      Sie schreiben, „dass sich ein erheblicher Teil der AfD´ler aus ehemaligen CDU, SPD und FDP-Mitgliedern zusammensetzt“ und fragen: „Glauben Sie im ernst, dass diese Leute von jetzt auf gleich zu rechten Populisten geworden wären, nur weil sie plötzlich in der AfD sind? Weit gefehlt!“

      Bei den Pegida-Schwärmern, die mir wirklich Sorgen machen, da stimme ich mit Ihnen überein, sehe ich auch nicht so sehr das Ausspielen von irgendwelchen irgendwie noch „politischen Inhalten“ gegen Heuchelei „von denen da oben“, sondern vielmehr sich krampfhaft windende Leere und Inhaltsarmut, die sich in Realitätsverzerrung, -verkürzung und -abwehr bekundet. Die meisten, wenn man sie fragt, können ja nicht einmal genau sagen, was sie eigentlich wollen und was sie antreibt.

      Die Motive der Pegida-Anhänger, jeden Montag auf die Straße zu gehen, sind vielmehr ein Sammelsurium der Unzufriedenheit, des Unglücks und der diffusen Ängste und speisen sich aus dem Bedürfnis, denen „da oben“ einmal die Meinung zu sagen. Das halte ich für eine gefährliche Mischung von Stimmungen, die leicht von „Seelenfängern“ ausgebeutet und auf die Mühlen eigener „Erfolgszwecke“ geleitet werden können. Die AfD, die einfach nur nach oben gelangen will, ist ein bestürzendes Beispiel für solche ruchlose „Emotionspiraterie“.

      Wer die Bürger sucht, die nicht mehr zur Wahl gehen, wird bei Pegida fündig. Mit „Islamisierung“ haben ihre Ansichten nur am Rande zu tun – und auch sonst nur am Rande mit einem Sinn für die Realität. Zwar beanspruchen sie, die Wirklichkeit viel besser zu kennen als alle, die sich tagtäglich mit dieser Wirklichkeit beschäftigen. Tatsächlich aber verweigern sie sich ihr, was damit begründet wird, dass sie sonst, würden sie sich informieren, ja doch nur „belogen“ werden.

      Das Ergebnis aber ist die Verbitterung in einer ganz eigenen, unzugänglichen Welt, in der man stolz darauf ist, aus der Flut der Informationen nur noch das aufzunehmen, was den Filter einer vorgefertigten Meinung und der liebgewonnenen Vorurteile durchlaufen hat. Politiker können einem leid tun. Dagegen ist nämlich kein Kraut gewachsen. Denn noch mehr Information führt in dieser Welt nur dazu, dass der Filter noch feiner wird und der Sinn für die Realität noch mehr verkümmert.

      Das ist der Pegida-Teufelskreis.

      MfG, Kessler

  7. Schaut man sich die strahlenden Schafsgesichter der Demonstranten an, wird einmal mehr klar, warum Herrschaft funtioniert. Gib ihnen ein paar billige Parolen und ein gutes (Gemeinschafts-) Gefühl und sie tun, was man von ihnen erwartet. Demokratie ist eine Farce!

    • Soviel ekelerregende Verachtung für die Demokratie und für junge Menschen, die ihr legitimes Recht wahrnehmen, für diese Demokratie zu demonstrieren, wie sie aus Ihren Worten trieft, kann eigentlich nur von jemandem kommen, der bereits auf gepackten Koffern sitzt, um z. B. nach Damaskus umzuziehen, wo er als Bürodomestik im Dienste von Fahd Dschassim al-Freidsch das Leben außerhalb der „Farce“ kennenlernen und in seiner ganzen männlich berauschenden Süße in sich hineinsaugen kann.

      Herrschaft, mein Kleiner, funktioniert, weil es Trottel wie Sie gibt, die urteilen, schreiben, posten (und zuschlagen), lange bevor ihnen einfällt, dass ihr Hass vielleicht nur die blind nach außen gestülpte Wut über ihre eigene entsetzliche Dummheit ist.

    • Lieber für Demokratie kämpfen, als auf Pessimisten hören

      „Wir täten gut daran, stolz zu sein auf unsere Demokratie und auf die französischen Werte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichtkeit. Für die lohnt es zu kämpfen, mit demokratischen Mitteln.“

      Hans-Herbert Jenckel, 16. November 2015: https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/279838-lieber-fuer-demokratie-kaempfen-als-auf-pessimisten-hoeren

  8. Einen der letzten großen Politiker haben wir gerade zu Grabe getragen. Es wäre interessant was Möchtegern Demokraten wie reasoning und die leichtfuß Demonstranten von gestern mit ihm gemacht hätten. Wahrscheinlich wäre er nicht lebend in den Hörsaal gekommen. Sein Parteikollege hatte tatsächlich recht, Deutschland und die Demokratie schaffen sich tatsächlich ab.
    https://www.youtube.com/watch?v=gYs0hb04HZw

    • Clemens,ich finde, Sie sind reichlich verlogen. Ihr geliebter Sarrazin, wird nur deswegen in der SPD geduldet, weil sie nicht anders kann. Schmidt war Soldat und trotzdem Demokrat. Was Sie gern vergleichen , ist ihre eigene Überzeugung, die arischer Natur ist. Da gab es mal Anhänger, die das ,,tausendjährige Reich,, ausgerufen haben. Diese Vollpfosten werden wohl nie aussterben.

      • @Klaus Bruns
        Wo Sie einen Zusammenhang zum Ausrufen des tausendjährigen Reiches zum Thema sehen, können wohl nur einfache Naturen erkennen.

        Das man aber Andersdenkende als Vollpfosten beleidigt ,ist ein klares Zeichen für die absolute Argumentationsunfähigkeit.
        Und wenn Sie die klaren Stellungnahmen zur unkontrollierten Einwanderung und sogar zur Migration in vergangenen früheren Jahren seitens Helmut Schmidt hier wörtlich zitieren würden ,würde man Sie ohne zu Zögern als rechtsradikal bezeichnen. Schmidt bezeichnete eine weitere Zuwanderung muslimischer Migranten, die zu dieser Zeit weit weniger zahlreich in Deutschland waren, bereits vor vielen Jahren aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit als sehr problematisch. Jahre später kann mit hier uneingeschränkt zustimmen. Bin ich nun ein Vollpfosten?

        • Lydia, selbst Schmidt hatte nicht mit allem Recht. er war aber nie ein verlogener demokrat. argumente fehlen mir nie. darauf können sie sogar erfolgreich wetten. auf verlogene argumente , auf die ich reagiere ebenfalls. ob sie ein vollpfosten sind, müssen sie selbst eine antwort finden. ich mag keine religion. auch keine von rechts.

          • @ Klaus Bruns
            Ich finde es sehr interessant,daß jemand der etwas sagt, daß in Ihren Kontext passt, solange als nachahmenswert und als guter Demokrat dargestelt wird, bis dann dieselbe Person etwas sagt, daß nicht zur persönlichen Meinung passt. Das wird dann freundlichst ignoriert, weil es nicht zu den Brunschen Glaubenssätzen passt.

            Zitat Helmut Schmidt im Focus 6/2005:
            Diejenigen, die sich nicht in die deutsche Gesellschaft integrieren wollten oder könnten „hätte man besser draußen gelassen“.

            „Sieben Millionen Ausländer in Deutschland sind eine fehlerhafte Entwicklung, für die die Politik verantwortlich ist.

            http://www.focus.de/politik/deutschland/helmut-schmidt-ii_aid_95473.html

      • Liebe Frau Lydia Schiemann,

        offensichtlich befinden sie sich in einer argumentativen Notlage. Anders sind Ihre Unhöflichkeiten und Verbalinjurien gegen diverse Foristen und meine Person nicht mehr rational erklärbar. Trotzdem möchte ich mich höflich für Ihren Beitrag bedanken, zeigt dieser doch exemplarisch und vor zahlreichem Publikum , dass Sie bei der Vermessung Ihrer kleingeistigen Transitzone recht schnell an der Grundstücksgrenze angekommen sind.
        Allen einen schönen und entspannten Abend.

    • Für Führungsbedürftige

      »Die beiden Altbundeskanzler HELMUT SCHMIDT und Gerhard Scgröder (beide SPD) haben gegen die islamfeindliche Bewegung Pegida das Wort erhoben. Schmidt sagte der „Bild“-Zeitung, die Proteste appellierten an „dumpfe Vorurteile, an Fremdenhass und Intoleranz“. Das jedoch sei nicht Deutschland. Die Bundesrepublik dürfe Flüchtlinge und Asylbewerber nicht verstoßen. „Deutschland muss weltoffen und tolerant bleiben.“

      Schröder forderte erneut einen neuen „Aufstand der Anständigen“ gegen Fremdenfeindlichkeit. Dazu hatte Schröder im Jahr 2000 nach einem Brandanschlag auf eine Düsseldorfer Synagoge aufgerufen. Er lobte die Haltung von Parteien und Kirchen, die eine „klare Position gegen Pegida gefunden haben“.«

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-altkanzler-schmidt-und-schroeder-verurteilen-bewegung-a-1011404.html#

  9. Was mich am meisten erschreckt ist, das es die Polizei in diesem Land selbst bei einer solchen kleinen Veranstaltung nicht mehr schafft den Rechtsstaat durchzusetzen. Das bleibt für die Zukunft wenig Hoffnung. Eine Hoffnung ist, das die milchgesichtigen Demonstrantenihren Reifeprozess noch vor sich haben.

  10. Ich finde es schon beschämend wie Mitglieder der AfD attackiert und diffamiert werden. Ist schon fast wie in der Zeit von 33-45, da ging man mit politischen Gegnern auch in dieser Form um. Stellt sich nur die Frage, wann diese undemokratische Verhaltensweise ihren Höhepunkt erreicht und erste AfD-Sympathisanten verhaftet werden und in Umerzihungslagern enden. Diese Studentenschaft inklusive AntiFa und deren Unterstützern aus Politik,Kirchen und Gewerkschaften sind ein Angriff auf die Demokratie. Das sollte eigentlich der letzte Schlafmichel langsam erkennen und aufwachen.

  11. Ob einer der schlauen Demonstranten auch nur ansatzweise weiß, was auf ihn im Arbeitsleben und bei Steuernzahlungen und der sozialen Sicherheit zukommt? Die wirklich einzige Partei, die nicht plappert“ wir schaffen das“ ist die AfD. Andere sehen kein Problem, logisch; denn durch die grosszügigen Zahlungen der Bevölkerung, ist die Finanzierung klar.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/sozialhilfe-als-weiterer-anreiz-zur-einwanderung-nach-deutschland-13949046.html

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/fluechtlings-krise-die-integrationsfalle-13947187.html

    • @ Ulf Jahnke

      „Die wirklich einzige Partei, die nicht plappert, ist die AfD“ ?

      Das stimmt so nicht!

      Auch ich habe am meinem Kommunikationsverhalten gearbeitet und gelernt, wie man den einfachen Menschen durch Weniges, durch Nichtssagendes und durch Oberflächliches für sich gewinnt.

      Nehmen wir nur ein Beispiel aus dem Alltag. Sie kennen das:

      Ein Mann von den Stadtwerken klingelt, er möchte die Stromzähler ablesen. Wenn ich die Tür des Wandschranks öffne, in dem die Zähler hängen, erwartet mich jedes Jahr ein Schauerbild. Die Zähler surren hinter Schwaden von Spinnweben, abgeplatzter Wandfarbe und Staub vor sich hin. »Oh, da müßte man aber unbedingt mal staubsaugen!« sage ich jedes Jahr peinlich berührt und blicke in ein Gesicht, das jeden Ausdruck verweigert. Ich vermute, der wichtigste Teil der Stromableserschulung ist das Seminar »Wie reagieren auf Schlampigkeits-Selbstbezichtigungen«. Dort lernt man, wie wichtig es ist, niemals auf so einen Ausruf einzugehen. Abwiegelnde Bemerkungen wie »Ach, das bißchen Staub!« kämen einer leicht zu durchschauenden Lüge gleich. Beipflichtende Kommentare wie »Das kann man wohl sagen!« führen schnell zu Beschwerden. Ein hartes Rollenspieltraining muß also absolviert werden, bis man sich jede Antwort und jedes überspielende Hüsteln verkneifen kann. Nur die wenigsten schaffen die Abschlußprüfung dieses Lehrgangs. Mein Ableser jedenfalls ist ein Meister der Reaktionslosigkeit, geschäftig notiert er die Zahlen. Wir führen noch zwei Sätze Konversation, während ich den Schrank schließe und ihn zur Tür begleite. Den Staub habe ich da schon vergessen, bis der Mann von den Stadtwerken im nächsten Jahr wieder klingeln wird.

      • @ Gesine

        Schildern Sie das Verhalten der Kanzlerin?
        Da stimme ich zu. Wenn ich eine Viertelstunde zuhöre und noch davon ausgehe, daß Fragen von Journalisten Tage vorher „eingereicht“ werden müssen, ist das Ergebniss für mich klar:
        Viel geredet, wenig gesagt. Reden ist Silber, Aussitzen ist Gold!

  12. 1933 HABT IHR NICHTS GELERNT?

    Doch, daß es wieder Leute gibt, die die Meinungsfreiheit einschränken ,bzw. verbieten wollen!
    Das ist eine Parallele zu heute in der Geschichte.

    • Das Plakat 1933… belegt sicherlich eindeutig, wo die Demagogen standen, nämlich im Hörsaalgang. Ich will nicht behaupten das es 500 waren, aber es waren einige.

  13. Wissen die kinder was auf sie zukommt?
    Weder vom leben eine ahnung noch jemals einen cent in die steuerkasse eingezahlt, noch jemals die hassbotschaften im koran, noch das Parteiprogramm der AfD gelesen, aber demonstrieren?

    Warum demonstrieren sie nicht gegen den hass auf unsere westlichen werte und den terror in paris, kopenhagen, NL, belgien,schweden und terror in syrien und der arabischen welt, usw. Wo wurde demonstriert als in kaltenmoor zwei christliche frauen von muslimischen ehemann getötet wurden?
    Die studenten tun geradeso als ob die afd mit waffen ihren glauben anderen aufzwingen wollten.Wer die ansichten der afd nicht mag, kann es lassen. Es gibt keinen zwang die afd gut zu finden.
    Kinder, geht nach hause.

    • „Wer die ansichten der afd nicht mag, kann es lassen. Es gibt keinen zwang die afd gut zu finden.“

      Richtig, horst !

      In den Gründen sind wir einer Meinung. Nur die Schlussfolgerung ist bei mir eine andere:

      Afd, bleib zu Hause.

  14. Hat man diesen Artikel schon mal gelesen. Es würde bedeuten, daß eine Vielzahl von ehemaligen Migranten in Deutschland eine fragwürdige und rechte Einstellung hätten. Vertritt ein autochthoner Bürger diese Ansichten ist er ein Rechtsradikaler,Mob oder rechter Pöbel. Da wird wie so oft mit zweierlei maßgemessen.gutr mogrant, böser Deutscher.das ist mit zu einfach und oberflächlich.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article149391575/Migranten-wollen-weniger-Fluechtlinge-in-Deutschland.html

    • Jasmin Münchgstettner

      Sorry, Werner, Sie schreiben:

      „Vertritt ein autochthoner Bürger diese Ansichten ist er ein Rechtsradikaler,Mob oder rechter Pöbel. Da wird wie so oft mit zweierlei maßgemessen.gutr mogrant, böser Deutscher.das ist mit zu einfach und oberflächlich.“

      Finden Sie es nicht reichlich übertrieben, alle „autochthonen Bürger“ als „Rechtsradikale, als Mob oder als rechten Pöbel“ zu bezeichnen? Dann müssten Sie, Sascha Spoun, Marcus Pretzell, Ernst-August Röttger, der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung, Gunter Runkel, Karlheinz Fahrenwaldt und ich ja auch dazu gehören.

      Wird da von Ihnen nicht, wie so oft, mit zweierlei Maß gemessen?

      gutr Deutscher. böser mogrant, das ist mit zu einfach und oberflächlich.

  15. Christoph Berg
    Blog-Pause? welchen meinen Sie? diesen? Kritik scheint nicht jedermanns sache zu sein. erstaunlich, was man bei uns alles trennen kann und nicht nur auf dem arbeitsmarkt,sondern gern auch auf der uni. so denke ich nun mal nicht. und wer getroffen wird, benutzt hier schnell einen anderen nickname , um sich selbst schnell noch mal mut zuzusprechen. wer dieses hier nicht durchschaut ist wirklich ein dösbaddel.

    • Sie faseln, Klaus Bruns.

      Am 2. Dezember 2015, also vor vier Tagen, hatten Sie um 06:40 Uhr voller weinerlichem Pathos zum hundertsten Mal Ihren endgültigen Abschied aus dem LZ-Blog- und Post-Geschäft urbi et orbi verkündet. Hier zur Erinnerung der komplette Text:

      „meine lieben freunde und nicht-freunde, da man ja hier viel wert auf kasperl-theater legt und ich aus dem alter raus bin und mir dieser anonyme unfug nur als unfug erscheint, werde ich diesen blog verlassen. wer empfindlich ist, sollte nicht mit seinem eigenen namen hier reingegehen, ich war und bin nicht empfindlich, sonst hätte ich es nicht getan. die gründe warum hier sogern rumpelstilzchen gespielt wird, sind unterschiedlicher natur, hat aber nichts mit meinungsfreiheit und anderen ehrenwerten vorstellungen zutun. ich sehe es nur als ego-pflege an. dafür ist mir meine zeit zu schade. und wer hier fragen stellt, bekommt eh nur dumme antworten, die klug klingen. wenn hier also nochmal ein KLaus Bruns erscheint und davon gehe ich aus, ich bin es nicht. man kann nur hoffen, ihr werdet euch nicht jetzt aus langeweile und mangels eines opfers gegenseitig fressen. es wäre schade um diesen blog. reaktionen auf diese post wird es von mir nicht mehr geben. frohe weihnachten.“

      Zum Thema „Aushalten ohne LZ-Online-Posts“ hat der NSA heute außerdem noch das Protokoll eines Badewannentelefonats von Ihnen an den Reppenstedter Nachrichtendienst weitergeleitet:

      Norbert Bundeskasper: “Sie langweilen mich.”

      Klaus Bruns: “Aber ich kann länger als Sie.”

      Bundeskasper: “Es gibt Wichtigeres im Leben.”

      Bruns: “Was denn?”

      Bundeskasper: “Ehrlichkeit, Toleranz…”

      Bruns: “Ja…”

      Bundeskasper: “Mut, Anstand…”

      Bruns: “Ja… Ja…”

      Bundeskasper: “Hilfsbereitschaft…”

      Bruns: “Ja…”

      Bundeskasper: “Tüchtigkeit, Zähigkeit…”

      Bruns: “Ja…”

      Bundeskasper: “Sauberkeit…”

      Bruns: “Aber ich kann länger als Sie.”

      Bundeskasper: “Es kommt auf den Charakter an.”

      Bruns: “Aber ich kann länger als Sie.”

      Bundeskasper: “Und das glaube ich ihnen nicht.”

      ¯\_(ツ)_/¯

      • Christoph Berg, was haben Sie für ein Problem? Kann ich ihnen helfen? Sind wir hier im Blog von JJ? Was halten Sie vom genauen lesen und verstehen? So ist das aber immer hier, man liest und versteht nur das, was wann verstehen will und nicht was da steht. Ich unterscheide nun mal , sollten Sie auch tun. Aber was würden Sie hier ohne mich machen? Sich etwa künstlich aufregen? Das tun Sie doch gerade.Dazu brauchen Sie mich doch garnicht. Suchen Sie sich jemanden anderen, über den Sie sich nicht aufregen müssen. Kennen Sie da jemanden? Es ist bald Weihnachten, entspannen Sie sich. Kasperltheater macht bei JJ keinen Spaß , hier schon. Sie dürfen gern so weitermachen.

        • Lieber Klaus Bruns

          wenn hier nochmal ein KLaus Bruns erscheint und davon gehe ich aus, ich bin es nicht. dafür ist mir meine zeit zu schade. wer empfindlich ist, sollte nicht mit seinem eigenen namen hier reingegehen, ich war und bin nicht empfindlich, sonst hätte ich es nicht getan. ich sehe es nur als ego-pflege an. reaktionen auf diese post wird es von mir nicht mehr geben. da ich aus dem alter raus bin und mir dieser unfug nur als unfug erscheint, werde ich diesen blog verlassen. aber was würden sie hier ohne mich machen? dazu brauchen Sie mich doch garnicht. frohe weihnachten. klaus bruns.

        • bei mir ging es darum , übertreibungen anzuzeigen und festzustellen, ob derjenige den humor hat, den er hier braucht, um andere zurechtzuweisen. das letztere fehlt offentsichtlich. und wenn sie etwas dagegen haben, dass hier dazwischen gequatscht wird, wie wäre es ,sich dann ein anderes medium zu suchen, wo sie ganz ungestört bleiben können?

      • By the way, ich vermisse unsere PHM Gerti.

  16. Wilfried Bergmann

    Es tut mir Leid. Aber diese Art von „Protest“ und Demonstration findet nicht mein Gefallen. Meinungsfreiheit in Deutschland ist schon läönger eine Farce. 49% der deutschen Bürger wagen es nicht, ihre Meinung zu der Flüchtlingsfrage öffentlich zu äußern. Weil es nur eine Meinung geben darf. Die Politically Correctness ist zur Zeit das schlimmste Damoklesschwert, das über dieser Gesellschaft schwebt. Die Art und Weise, in der am Freitag demonstriert wurde, mag jemand als Erfolg sehen. Ich sehe sie als Misserfolg, wenn die Polizei nicht mehr in der Lage ist, gegen gewalttätige Demonstranten die Meinungsfreiheit in Deutschland zu schützen. In dieser Frage geht es um mehr als Flüchtlinge ja oder nein. Es geht um einen der Grundwerte dieser Gesellschaft, ein Grundwert, der seit der Aufklärung und den Erfahrungen zwischen 1933 und 1945 zu den höchsten in diesem Lande zählen sollte. Sollte ist leider das richtige Wort, wenn man die von mir zitierte Umfrage betrachtet. Nein zu Gewalt und Unterdrückung von Meinungsfreiheit.

    • Hallo Wilfried Bergmann,

      ich glaube Ihnen nicht, dass Ihnen leidtut, was Sie schreiben. Dass „diese Art von ‚Protest‘ und Demonstration nicht Ihr[en] Gefallen findet“, kann ich verstehen, findet aber nicht meinen Gefallen. Studenten sollten das Recht haben, ihren Unmut darüber zu bekunden, dass die Verwaltung ihrer Hochschule ihnen zumutet, rechtspopulistische Demagogen in ihren Hörsälen zu ertragen. Eine Universität ist eben kein Sportpalast, den Krethi und Plethi anmieten können, um Hinz und Kunz ihre extremistischen Stupiditäten durchs Mikrophon zu kreischen. Insofern war der Protest, über dessen Ablauf Frau Lara oben alles Wesentliche gesagt hat
      https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/285320-protest-an-deren-afd-vortrag#comment-59971
      ein Nachweis, dass Meinungsfreiheit in Deutschland KEINE Farce, sondern ein hohes Gut ist, das genutzt und verteidigt wird.

      Der Provokation der AfD, ihren Wahlkampf- und Propagandaauftritt mit ihren die Intelligenz beleidigen Bauernfängerphrasen an einer Universität gerichtlich zu erzwingen, nachdem das vertragsschließende Präsidium zu der verspäteten Einsicht eines skandalösen Fehlers auf seiner Seite gelangt war, musste entgegen getreten werden. Dass die Veranstalter dann von sich aus einlenkten und die grottige Nummer abgebrochen haben, mag man als ein kleines Zeichen verbliebener Klugheit bezeichnen.

      Ich denke, im Hinterzimmer einer Kneipe oder in einem Bier- oder Zirkuszelt hätte Herr Pretzell mit seinen zwanzig Zuhörern ohne Behinderung sprechen können. Aber das wäre ja unbefriedigend gewesen. Man wollte den Eklat, um in den „sozialen“ Medien Zeter und Mordio schreien zu können. Das hat weit mehr Effekt als wieder und wieder über die Köpfe von einer mageren Handvoll Nörgel-Opas die auswendig gelernten Verdummungsparolen hinwegzubrüllen.

      Wilfried Bergmann, ich stimme Ihnen aus vollem Herzen zu, wenn Sie rufen: „Nein zu Gewalt und Unterdrückung von Meinungsfreiheit.“

      • Christoph Berg,
        ihr Zitat:Man wollte den Eklat, um in den „sozialen“ Medien Zeter und Mordio schreien zu können. Stimmt
        Wer eben weiß, wo man seine Angel auslegen muss, damit garantiert angebissen wird, wird damit immer sehr erfolgreich sein. Und wer dieses weiß, würde auch nicht darauf reinfallen und prompt anbeißen. Kluges Verhalten, kommt eben von klug.

  17. Bevor man so eine Diskussion beginnt wäre gut, erst einmal den Begriff Politik zu definieren um sagen zu können, wer und was eine politische Partei ist und könnte danach feststellen ob diese gut oder weniger gut ist.
    Politisches Handeln könnte z. B. durch folgenden Merksatz charakterisiert werden: „Soziales Handeln, das auf Entscheidungen und Steuerungsmechanismen ausgerichtet ist, die allgemein verbindlich sind und das Zusammenleben von Menschen regeln“.( Thomas Bernauer : Einführung in die Politikwissenschaft. Studienkurs Politikwissenschaft. S. 32. )
    Na gut, dann bin ich also schon ein Politiker, wenn ich entscheide im Fahrstuhl zu pupsen oder es lieber nicht zu tun?
    Und die Folgen meiner politischen Entscheidungen? „Never trust a fart“ wie der Brite es ausdrückt, aber das wollen wir dann lieber nicht zu Ende denken.
    Ist es auch so in der Politik? Wollen wir uns auch hier die möglichen Folgen nicht ausmalen?

    Da wird von einem in freier und unabhängiger Wahl mit immensem Vertrauensvorschuss versehenem Bundestag mal wieder ein Krieg unter Deutscher Beteiligung geführt werden. Die Begründung wird so lange gedreht und gewendet bis kein Staatsanwalt mehr nach §80 STGB etwas einzuwenden hat.

    Nie wieder Krieg von deutschem Boden aus!

    Und hier wird über eine Partei der Stab gebrochen, die weder diesen Krieg noch die Umstände, die dazu führten, wollte.
    Aber – Hauptsache gegen rechts – egal, wir fahren in den Krieg. Ob legal? Welcher Krieg ist schon legal?! Illegal, sch…egal.
    Wo sind denn die Demonstranten, die Menschen, die es gut meinen? Nur mit den Flüchtlingen aber nicht mit den Söhnen und Töchtern unseres Bundespräsidenten, die jetzt in den Krieg ziehen?
    Haben wir die, die in Afghanistan ihr Leben ließen, weil wir dort unsere Freiheit verteidigen müssen, schon vergessen? Die Verwundeten, die Traumatisierten?
    In welchen Krieg ziehen die nächsten? Ich habe gehört, irgendwo in Afrika.
    Es waren einmal 300.000 Menschen auf den Beinen – das nannte man damals Friedensmärsche!
    Erinnert sich jemand?
    Wo sind die Demonstranten gegen diese Politik der Parteien CDU/CSU – SPD – und große Teile der Grünen? Wo ist die Kirche, wo sind die Gewerkschaften, wo ist die Antifa?
    Herr Pols und Frau Lotze haben für diesen „Einsatz“ gestimmt, nur Frau Verlinden hat sich mit guter Begründung dagegen ausgesprochen.
    Ist es schon so normal geworden in den Krieg zu ziehen, dass unsere Bundeskanzlerin es nicht einmal mehr für Nötig erachtet, dies „IHREM“ Volk zu erklären?
    Wir alle müssen uns entscheiden, wofür wir einstehen wollen, Kampf gegen Faschismus, Kampf gegen Krieg, Kampf gegen falsche Bebauungspläne, gegen die Y-Trasse, gegen die A 39 – Das war jetzt wohl die Achse des Guten, oder nur weiter hohl und indifferent gegen die Achse des Bösen?
    Aber jeder sollte diese Entscheidung frei und unabhängig treffen dürfen.
    Jeder, der hier nur dumme Kommentare schreibt oder auf Facebook noch dümmere Likes setzt, sollte sich schämen – ich schäme mich, aber ich gelobe das zu ändern.
    Aber dumme Kommentare werde ich weiter schreiben.

    • Dumme Kommentare werde ich weiter schreiben

      Nachdem der BND in einer öffentlichen Stellungnahme vor einem „Kurswechsel“ Saudi-Arabiens gewarnt hatte, dessen „bisherige vorsichtige diplomatische Haltung“ durch eine „impulsive Interventionspolitik“ ersetzt werde, bemüht sich das Außenministerium um Schadensbegrenzung. In diesem Fall seien „die Jungs vom Nachrichtendienst“ einfach „über das Ziel hinausgeschossen“, man setze auch künftig auf Saudi-Arabien als bewährten Partner in einer zunehmend instabilen Region. Weiterhin habe man mit dem BND vereinbart, ein Papier über die angeblich mangelhafte Löschwirkung von Öl zunächst unter Verschluß zu halten, um die Beziehungen zum saudischen Königshaus nicht zusätzlich zu belasten, das „bekanntlich keinen Spaß“ verstehe, wenn es „um Öl oder andere Dinge“ gehe. Eine andere BND-Studie über gerade zur Weihnachtszeit auftretende Besucheranstürme in Kaufhäusern konnte ebenfalls noch rechtzeitig gestoppt werden. Derzeit würden ohnehin alle Kapazitäten benötigt, um einen hartnäckigen Nutzer auf der Facebookseite der Bundesregierung zu betreuen, der sich einfach nicht belehren lasse und ständig behaupte, daß „Frank-Walter Steinmeier eine private Eulenzucht betreibt“, hieß es aus dem Außenministerium.

  18. @ Mausehund 6 Dez.2015 20:40

    Zitat: „Was ein wenig im Widerspruch zu den von Ihnen frei erfundenen Imponierzahlen steht….“

    Dann schauen Sie mal hier unter “ Woher kommen die AfD Unterstützer“, lieber Mausehund. Die Statistik ist vom 3.12.2015.

    https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend-455.html

  19. @@ mausehund:

    Wer bei Wahlen erfolgreich sein möchte, benötigt jedoch einige hundertausend Stimmen.

    Dann machen Sie sich auf eine Überraschung 2017 gefasst. Unabhängige Zahlen sagen der AfD Wählerstimmen von 13,5% aus. Sie könnte sogar zweitstärkste Kraft werden. Die SPD muss nur so weitermachen wie bisher, mit Bürger und (ehemalige) Wähler beleidigen, nach Saudi Arabien reisen und die Könige dort als Lobbyist der Waffenindustrie hofieren und weitere Rechte für Muslime fordern, während die odachlosen Bürger Deutschlands ( 240.000) ignoriert werden.

  20. Julia, erschrecken Sie mich doch mal. Ihr Oberkomiker , der bei der Leuphana auftreten wollte, will auf Flüchtlinge schießen lassen. Wie ist sowas mit einem Rechtsstaat zu vereinbaren?
    Julia Stossek, sowas wie Sie kenne ich persönlich, als ich kurzfristiges Mitglied von,, die Linke,, war. Derjenige hatte sich einfach in der Partei geirrt. Er hätte in die NPD eintreten müssen. Derjenige hat es genau so wie Sie begriffen und ist schnell ausgetreten. Ich schreibe nur aus Erfahrungen, und Sie? Übrigens, der Partei, die Linke , in Lüneburg, war dessen Auftritt sehr peinlich.

  21. @ Thorsten
    nehmen Sie Julia etwa ernst? Diese Klientel bellt gern. Mein Hund hin und wieder. Beißen tut er nur auf Befehl. Wenn mein Gebiss besser wäre, würde ich diesen Job selbst übernehmen. Bei Julia würde ich eine Außnahme machen. ha ha.

    • @ Klaus Bruns

      Sind Sie es wirklich? DER Klaus Bruns aus Reppenstedt? Der echte, berühmte? Der, der sich selbst immer als „Zahlenmensch, als Analytiker mit Herz für die normalen Leute“ bezeichnet?

      Ich dachte, Sie hätten das Kommentieren bei der LZ aufgegeben, um eine Erfolgslaufbahn in der FDP von Gellersen einzuschlagen und um endlich die 40-jährige Anikó Hauch aus dem Posten der großen Vorsitzenden zu drücken? Das hatte ich so von Domian mitbekommen.

      Oder sind Sie einer der zahlreichen gefakten „Klaus Bruns“, die irgendwie versuchen, hier vom Nachruhm ihres berühmten Vorgängers zu profitieren?

      Bevor ich Ihnen antworte, möchte ich Sie bitten, in dieser Frage eindeutige Klarheit zu schaffen.

      Ich will nämlich auch nicht unbedingt in irgend so einem von Karlheinz Fahrenwaldt aufgezogenen Kasperltheaterdingens mitmachen müssen.

  22. Dass jemand ernsthaft die Abschaffung der politischen Parteien fordert, erscheint uns heute völlig absurd, denn wir haben uns angewöhnt, die Existenz von Parteien als Vorbedingung für jedes demokratische Gemeinwesen anzusehen.
    Genau das hat aber Simone Weil in einer kleinen Schrift getan, die erst kürzlich aus Anlass ihres 100. (2009) Geburtstages auf Deutsch erschienen ist – verfasst hat sie sie kurz vor ihrem Tod im Jahr 1943.
    Wie kommt sie nun auf diese Idee?
    Zunächst einmal ruft sie in Erinnerung (auch das machen sich normalerweise die Wenigsten klar), dass die Demokratie kein Selbstzweck ist, sondern lediglich ein Mittel zum Zweck, der nämlich darin besteht, Gerechtigkeit und das Gute in einer menschlichen Gesellschaft hervorzubringen. Dabei beruft sie sich auf Rousseau und dessen Begriff des Gemeinwillens, der keineswegs besagt, dass der Gemeinwillen per se besser wäre als ein Einzelwille (etwa eines absolutistischen Herrschers):
    Ein Wille, der ungerecht, aber der gesamten Nation gemein ist, wäre in Rousseaus Augen – und er lag richtig – dem ungerechten Willen eines Menschen keineswegs überlegen. Rousseau dachte nur, dass ein Wille, der einem ganzen Volk gemein ist, meistens der Gerechtigkeit entspricht.
    Gleiches gelte für die Französische Revolution:
    Der wahre Geist von 1789 besteht nicht in dem Gedanken, dass eine Sache gerecht ist, weil das Volk sie will, sondern darin, dass der Wille des Volkes unter gewissen Bedingungen eher der Gerechtigkeit entsprechen dürfte als jeder andere Wille.
    Schon Rousseau nennt zwei Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit dieser Mechanismus tatsächlich funktioniert: Erstens darf das Volk keinen „kollektiven Leidenschaften“ aufsitzen, denn die führen dazu, dass das Ergebnis der Willensbildung verzerrt wird und nicht mehr das Gute widerspiegelt. Und zweitens müssen die Menschen die Möglichkeit haben, ihren Willen und die Ansichten, die sie haben, auch wirklich frei auszudrücken.
    Beide Bedingungen sind nur sehr schwer zu verwirklichen. Und die Existenz von politischen Parteien steht ihnen nach Ansicht von Weil konträr entgegen.
    Denn sobald Parteien existieren, gesellt sich zu dem eigentlichen Zweck von Politik – das Streben nach Gerechtigkeit und dem Guten – noch ein zweiter Zweck hinzu oder setzt sich sogar ganz an dessen Stelle: das Wachstum der Partei. Entsprechend betreiben Parteien Propaganda (heute sagt man „Öffentlichkeitsarbeit“), um Mitglieder und Wählerstimmen zu gewinnen, wobei das Entfachen „kollektiver Leidenschaften“ ein probates Mittel ist. Außerdem üben sie Druck auf das Denken ihrer Anhängerinnen und Anhänger aus, sodass diese nicht mehr frei sind, ganz auf ihre innere Stimme zu hören (die ihnen nach Ansicht von Weil den Weg zu dem, was wahr und gerecht ist, weisen könnte).
    Nehmen wir an, ein Mitglied einer Partei – Abgeordneter, Abgeordnetenkandidat oder einfach Aktivist – geht öffentlich folgende Verpflichtung ein: „Wann immer ich mich mit einem politischen oder sozialen Problem befasse, verpflichte ich mich, die Tatsache, dass ich Mitglied jener Gruppe bin, völlig zu vergessen und mich ausschließlich um das Gemeinwohl und die Gerechtigkeit zu sorgen.“
    Es ist evident, dass so jemand es wohl kaum weit bringen würde. Die strategischen Erwägungen des Wohls der Partei stehen also dem wirklichen Suchen nach der Wahrheit entgegen. Wenn aber der Eintritt in eine Partei der einzige Weg ist, wie man „wirksam am öffentlichen Leben teilnehmen“ kann (weil zum Beispiel alle einflussreichen Positionen nur über Parteienkandidaturen erreicht werden können), ist der Widerspruch perfekt: Menschen, die die Wahrheit und die Gerechtigkeit über das Parteieninteresse stellen, haben kaum Chancen, Bundeskanzlerin zu werden – nicht, weil sie nicht gewählt werden würden, sondern weil sie gar nicht kandidieren könnten.
    Die Parteien sind ein fabelhafter Mechanismus, der bewirkt, dass über ein ganzes Land hinweg nicht ein einziger Geist seine Aufmerksamkeit der Anstrengung widmet, in den öffentlichen Angelegenheiten das Gute, die Gerechtigkeit, die Wahrheit zu erkennen. … Vertraute man die Organisation des öffentlichen Lebens dem Teufel an, er könnte nichts Tückischeres ersinnen.
    Die Wurzel des Übels sieht Simone Weil in der katholischen Kirche und ihrer Verfolgung von Häresie. Damit war der Grund gelegt, dass das Bekenntnis zur Autorität der Kirche für wichtiger gehalten wird als die wirkliche innere Überzeugung.
    Insofern hält sie es für tragisch, dass gerade diejenigen, die gegen diese kirchliche Autorität angegangen sind – die Aufklärer – mit den Parteien letztlich wieder ein ähnliches System hervorgebracht haben: Jede Partei ist eine kleine Kirche, die nicht der Suche nach der Wahrheit verpflichtet ist, sondern der Verteidigung der Orthodoxie.
    Was aber ist die Alternative, die Simone Weil vorschwebt? Es ist einfach die freie Konkurrenz zwischen Kandidaten (und Kandidatinnen, füge ich hinzu), die ihre Ideen vertreten:
    Die Kandidaten würden dann den Wählern nicht etwa sagen: „Ich trage dieses Etikett“ – was dem Publikum über ihre konkrete Haltung zu konkreten Problemen praktisch überhaupt nichts sagt -, sondern: „Ich denke dies, dies und dies zu diesem, diesem und diesem großen Problem.“
    Die Gewählten würden sich dann je nach Sachfragen miteinander verbünden oder voneinander abgrenzen. In der Gesellschaft würden sich natürlich verschiedene Milieus bilden, die eher „links“ oder „rechts“ oder „liberal“ oder „sozial“ oder „feministisch“ wären, aber es wäre verboten (und würde strafrechtlich verfolgt), dass sich solche Milieus in festen Organisationen kristallisieren. Diese Gruppierungen von „Geistesverwandtschaft“ blieben fließend, es gäbe „keine klare Trennung zwischen drinnen und draußen“.
    Mir ist in dem Zusammenhang aufgefallen, dass genau dies die Organisationsweise des Feminismus ist, der nämlich keine klaren Strukturen, von Parteien ganz zu schweigen, hervorgebracht hat. Obwohl die Herausforderung natürlich für jede Einzelne bestehen bleibt, bei den eigenen Überlegungen immer darauf zu achten, ob wirklich die Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit sie leitet, und ob sie der Versuchung widerstehen kann, „feministische Positionen“ festzuklopfen oder „den Feminismus“ generell zu verteidigen.
    Simone Weil weist auch darauf hin, dass der schädliche Einfluss des Parteiendenkens längst auch auf andere gesellschaftliche Bereiche übergegriffen hat. Nicht nur das politische System im engeren Sinne, sondern die kulturelle Debatte insgesamt ist in der Logik von Parteien organisiert.
    Selbst in der Schule weiß man das Denken der Kinder nicht besser anzuregen, als sie dazu aufzufordern, Partei zu ergreifen, pro oder contra. Man legt ihnen ein Zitat eines großen Autors vor und fragt: „Seid ihr einverstanden oder nicht? Entwickelt eure Argumente.“ … Und es wäre so einfach, ihnen zu sagen: „Denkt über diesen Text nach und formuliert die Überlegungen, die euch dazu einfallen.
    „Der Mensch solle die Möglichkeit erhalten, wieder Wurzeln zu fassen. Der Mensch bedürfe einer bewussten Teilhabe an einer Tradition, in die er durch Geburt, Ort, Beruf und Umwelt gestellt sei. Erst die Verwurzelung befähige den Menschen dazu, das Leben mit seinen Aufgaben zu bejahen. Jeder Arbeiter solle deshalb Eigentümer eines Hauses, eines kleinen Grundstücks und einer Maschine werden. Der quälende Zeitdruck solle aufgehoben und die Einsicht in den Gesamtzusammenhang der einzelnen Tätigkeit gefördert werden. Die Technik habe man den Bedürfnissen der Menschen anzupassen. Eine Humanisierung der Arbeit sei weder kapitalistisch noch sozialistisch, sondern auf die Würde des Menschen gerichtet“

    • Liebe Simone Weil

      In meinen Überlegungen über die Unlösbarkeit des Gottesproblems hatte ich diese Möglichkeit nicht vorausgesehen: die einer wirklichen Berührung von Person zu Person hienieden, zwischen dem menschlichen Wesen und Gott. Ich hatte wohl unbestimmt von dergleichen reden gehört, aber ich hatte es niemals geglaubt.

      Ihre Dr. Antje Schrupp

  23. Der Redner des Abends, Marcus Pretzell, hat seine Partei beim Parteitag in Bottrop dazu aufgefordert, mit dem Asylthema „zu punkten“ dazu, so meint er müsse die Partei auch „Ungewöhnliche Debattenbeiträge liefern“. Das ist eine Umschreibung für blanke Demagogie zu Lasten der Schwächsten. Er hat dann ja bekanntlich mit dem Geschwurbel vom Waffengebrauch an der Grenze auch schonmal vorgelegt, was er mit „Ungewöhnlichen Debattenbeiträgen“ meint. Er hat sich mit jener Rede vom 29. August aber vor allem selbst entlarvt. Die Themen interessieren ihn und seine Parteifreunde nur insoweit, wie sie damit „punkten“ und genügend „Stimmvieh“ vor den Karren ihres beruflichen Aufstiegs bekommen können.

    • @LüneBürger

      Während ich Ihrer Meinung, was die AfD angeht, durchaus zustimme, sehe ich allerdings dieses Verhalten in den letzten Jahren bei ALLEN politischen Parteien. Und genau das scheint aus meiner Sicht einer der Gründe zu sein, warum es eine gefährliche Politikverdrossenheit in Deutschland gibt.

      Zur AfD sei angemerkt, dass es aus meiner Sicht selbstverständlich sein sollte, deren Meinung und Sicht zu tolerieren (nicht akzeptieren!), denn auch das gehört zu einer demokratischen Gesinnung. Niederbrüllen ist KEIN demokratischer Umgang!
      Und um das Ganze mal perspektivisch zu betrachten: viele der Standpunkte der AfD, die heute als rechtsextrem verschrieen werden, waren vor 30 Jahren politischer Mainstream bei CDU, CSU und dem rechten Flügel der SPD. Da fast kein Student älter als 30 ist, ist dieses Wissen leider nicht vorhanden – was aber undemokratisches Verhalten nicht rechtfertigen soll.

      Persönlich verorte ich mich (mittlerweile) im konservativen Lager, wäre aber (bei unveränderter politischer Meinung) vor 30 Jahren eher links-liberal angesiedelt gewesen.
      Was ich heute stört, ist der inflationäre Gebrauch von „rechtsradikal“ oder „Nazi“ Etiketten, nur um eine nötige Diskussion gar nicht erst aufkommen zu lassen. Mit dieser Art der (Nicht-)Argumentation wird die politische Diskussion immer härter und auch irgendwann gewalttätiger – will das die Gesellschaft wirklich und kann sie es denn aushalten?

  24. Nachdem ich nun alle Leserkommentare zur Kenntnis genommen habe, glaube ich, wäre eine weitere Augenzeugenbeschreibung hilfreich.
    Ich stand von 19Uhr bis 19.30 im Hörsaalgang, es war, entgegen der LZ Berichterstattung zu keiner Zeit ein Korridor, geschützt von Polizei, vorhanden. Auf meine Nachfrage hin, wurde mir bestätigt, dass dieser auch vor 19Uhr nicht bestand.
    Vor der Polizeikette, quer zum Hörsaalgang, waren die „Gegendemonstranten“ dicht an dicht versammelt. Dies wurde alles detailliert von der Polizei gefilmt.
    Das bedeutete, dass alle Besucher der Veranstaltung durch eine circa 5 Meter breite Menschenansammlung gehen mussten. Sobald den „Gegendemonstranten“ bewusst wurde, das ein Besucher hindurchgehen wollte, wurde ihm von beiden Seiten „Nazi“ ins Ohr geschrien und die Menge skandierte lauthals Antifa Parolen. Es kam zu Schubsereien und heftigen Beschimpfungen. Die Polizei versuchte dann, den entsprechenden Besucher aus der wütenden Menge zu holen.
    Da der Besucherstrom nicht abriss, kam mit steigendem Adrenalinspiegel vereinzelt spucken hinzu.
    Ich zählte 7 schwarz Vermummte an der Polizeikette innerhalb des Hörsaalgangs.
    Da sich viele diese brachiale Auseinandersetzung nicht antun wollten, kehrten circa 25-30 Besucher unverrichteter Dinge wieder im Hörsaalgang um.
    Einzelne „Gegendemonstranten“ schlugen mit den Fäusten von innen gegen die Scheiben, nachdem es im Außenbereich, zu Handgreiflichkeiten zwischen Polizei und „Gegendemonstranten“ kam. Dazu wurde von mehreren der Stinkefinger gehoben und einer, circa 1,65m großen Polizistin, welche im Außenbereich direkt an der Scheibe stand, mit Schaum vor dem Maul, und wütenden Polizeibeleidigungen, entgegengehalten.
    Gut zu sehen war ein Plakat, welches auf das Jahr 1933 hinwies.
    Zwei Dinge gingen mir in dieser Situation durch den Kopf:
    1. Was denkt die Polizistin, wenn man so hasserfüllten Menschen gegenübersteht?
    2. So muss es gewesen sein, 1933, als die SA wütete

    • Ich frage mich, auf welcher Veranstaltung Sie waren.
      Ausser diversen anonymen Schreibern hat niemand irgendwelche körperlichen Angriffe auf AFD-Anhänger behauptet.
      Aus mir bislang nicht klärbarer Quelle wurde e i n angeblicher Angriff auf Polizeibeamte kolportiert.
      Da hege ich eher den Verdacht, daß das eine Schutzbehauptung der Polizei ist, um den gut dolumentierten Angriff von Polizebeamten mit Faustschlägen ins Gesicht und exzessivem Pfefferspray- Einsatz im Gebäude auf Demonstranten zu rechtfertigen.
      Da die Polizei ebenfalls ausgibig Videoaufnahmen machte, warte ich auf einen Beweis für den behaupteten „Angriff“.
      Aggressiv gerempelt wurde übrigens tatsächlich:
      von Anhängern der AFD, die sich so grob den Weg längs durch die Demo-Party des ASTA boxten.
      Da die aber von der „falschen“ Seite kamen, wurden sie von den Beamten, die nach Ihrem Geschwurbel (Beitrag)ja gar nicht da waren, nicht durchgelassen und konnten ohne behelligt zu werden durch die -nach Ihrem Geschwurbel „SA-Meute“ einfach wieder nach draußen gehen. (Ich bin Augenzeuge des Vorganges)
      Darüberhinaus hielt sich mindestens ein weiterer AFD-Anhänger längere Zeit mitten in der Menge der Gegendemonstranten auf.
      Es ist im übrigen bezeichnend, daß sie bei 19 Personen von einem „Besucherstrom der nicht abriss“ phantasieren.

  25. @ beitrag

    Zitat: „So muss es gewesen sein, 1933, als die SA wütete“

    Genau das dachte ich auch, als ich die „ewig Gestrigen“ beobachtete. Menschen, die anderen,also Andersdenkenden nach dem Leben und der Gesundheit trachten, wie der Schwarze Block und die Antifa es seit Jahren tun und dann von “ Toleranz ,Weltoffenheit und Antifaschismus“ lamentieren. Anscheindend dem extremen Islam gut gesinnt, denn da wird jegliche Toleranz gezeigt.
    Und dann werden diese Horden noch von der Bevölkerung und den Politikern als “ die Guten“ bezeichnet. Unglaublich!

    • Sie klingen wie Rodenwald, der ,,Deutsche Demokratische Republikaner,,. Zufall?

      • @Klaus Bruns

        Und Sie klingen wie jemand der aufgrund seiner hellseherischen Fähigkeit alle beschriebenen Situationen kennt und beurteilen kann.Dabei bemerkt man den unrealen Part sehr schnell. Es gibt eben Leute , die in ihrer Traumwelt leben.

        • hellseher? lol
          ich kenne die menschen, bin alt genug dafür. ich war übrigens auch mal jung, dynamisch, agil und dazu passend ,dämlich. das letztere habe ich hinter mir gelassen. Ilona, nur zur beruhigung , auch sie werden es spüren, die zeit nagt zwar an einem, gibt aber auch zurück. so, jetzt habt ihr genug futter zum stänkern bekommen. auf gehts.

          • @ Klaus Bruns

            Bei einigen schlägt auch die Senilität sehr früh zu. Die Kommentare werden dann nichtssagend oder der User wirkt zerstreut.

      • @ Klaus Bruns

        Und Sie klingen oft wie der Märchenonkel im öffentlich rechtlichen TV.
        Nur ist da im TV ein klein wenig mehr Substanz und Realitätssinn vorhanden.

        • im öffentlich rechtlichen wird besonders in den poltischen talk-sendungen ein schmusekurs mit der politik gefahren, was im gegensatz zu ihrem auftrag steht. mich damit zuvergleichen, entbehrt tatsächlich keine komik. Roger, machen Sie weiter sooo.

        • Ich muss Klaus Bruns doch mal etwas zur Seite springen. Er ist kein einfacher Zeitgenosse weil seine Meinung häufig unbequem oder radikal empfunden wird. Aber da ist doch Lebenserfahrung zu spüren/lesen. Seine Ansichten passen zwar nicht in unser politisches System, aber er analysiert dennoch gut. Der Haken ist nur, dass es die gute, gerechte und heile Welt die er sich wünscht kaum geben wird. Unser „Wohlstand“ ist abhängig von der Industrie/Wirtschaft. Und diese starke (stärkste) Lobby wird nichts unversucht lassen damit es ihr weiterhin gut geht. Gelingt das nicht, würden wir wohl alle bescheidener leben müssen.
          Angesichts der weltweit politischen Turbulenzen, inzwischen zunehmend auch in Europa (Wahlergebnisse in Frankreich, Dänemark und auch in der Schweiz) könnte das ins wanken geraten.
          Protest, insbesondere gewaltsamer Protest, wird solche Tendenzen nicht aufhalten. Eventuell sogar unterstützen. Hier ist eine inhaltliche Auseinandersetzung gefragt, die den Bürgern bessere Alternativen und Perspektiven glaubhaft vermittelt. Eine politische Auseinandersetzung mit dem IS oder den Taliban halte ich dagegen für aussichtslos. Mit Fanatikern kann man nicht verhandeln. Sie wollen es gar nicht. Und falls doch. Dann nur zu unakzeptablen Bedingungen.

          • Mein lieber Klaus Mertens, sie wissen doch, wer sich kein ziel setzt, wird es auch nicht erreichen. für eine heile welt ,ist der mensch noch lange nicht bereit. da muss die evolution noch ein bisschen was leisten. der mensch kann nichts heiles schaffen, aber sich bemühen, was heil ist, heil zu lassen. schon allein damit hat er so seine liebe not. der lobbyismus ist, wenn das ziel wäre, dem wohlergehen der gemeinschaft zu dienen , ja nicht verkehrt. unsere abhängigkeit ist gewollt. solange menschen denken: mach es du doch, wird sich nichts daran ändern. wir erleben gerade , dass wir an grenzen stoßen und müssen uns eben was neues einfallen lassen, sonst entwickeln wir uns schnell wieder rückwärts. der mensch ist für stillstand nicht eingerichtet. immer wenn stillstand entsteht, fällt der mensch über seine eigene art her. ob es bei der religion ,oder bei der wirtschaft passiert, ist da unerheblich. der effekt ist der gleiche. und solange das herz des menschen am materiellen hängt, wird er den nächsten schritt in seiner entwicklung nicht machen. meine meinung und meine aussagen sind unbequem, weil sie darauf hinweisen, selbst muss man was tun und sich ändern. der mensch geht aber nun mal gern den weg des geringsten widerstandes.

          • Ottmar Karschunke

            Sehr geehrter Herr Mertens,

            zu Recht nehmen sie die Geländegewinne der rechtsextremen Kräfte in Dänemark, der Schweiz und Frankreich als destabilisierende, auf einen weltenbrandgefährlichen Weg führende Alarmzeichen.

            Bei aller Nüchternheit Ihrer Lagebetrachtung wundern mich aber Zwei Dinge:

            1) Den wirr und orientierungslos am Gängelbändchen des gerade eben wahllos irgendwo Aufgeschnappten und je nach Augenblickslaune und Tagesbefindlichkeit für passend Gehaltenen von einem Ansichten-Extrem zum anderen gewehten Klaus Bruns stärken Sie den Rücken? In welcher Sache? Wissen Sie, was Bibelstechen ist? Das ist das Prinzip, nach welchem Bruns durchs Internet geistert und zu seinen Momentanmeinungen gelangt, die er dann immer sofort in der Pose des Bescheidwissers via LZ-Blog an die Welt weiterleitet.

            2) Sie meinen, es sei sinnvoll, sich mit der AfD „inhaltlich“ auseinanderzusetzen, statt zu protestieren? Ist Ihnen denn noch nicht aufgefallen, dass es keine wirklich diskutierbaren „Inhalte“ bei der AfD gibt. Die „Strategie“ dieser „Bewegung“ ist die Provokation, der Krawall und das Ausnutzen von Ressentiments. Auf der weitgehend selbst erzeugten Welle der Angst möchten ihre allesamt zweifelhaften Protagonisten an die Honigtöpfe des Politikbetriebs herangleiten.

            Was die Substanzlosigkeit der gedanklichen „Inhalte“ oder „Argumente“ anbelangt (Aber natürlich nicht das Ausmaß der Gewalt!!), dürfte für die Pegida-Trommler und die AfD-Trompeter in etwa das Gleiche gelten, was Sie mit Bezug auf die „morgenländischen“ Eiferer und Fundamentalisten geschrieben haben:

            „Eine politische Auseinandersetzung (…) halte ich dagegen für aussichtslos. Mit Fanatikern kann man nicht verhandeln. Sie wollen es gar nicht. Und falls doch. Dann nur zu unakzeptablen Bedingungen.“

            Protest halte ich, was die AfD betrifft, deshalb für wichtig und angemessen. Gewalt, also auch gewaltsamer Protest, ist immer zu verurteilen. Wer sich daran beteiligt, ist ein Fall für das Strafrecht und die Justiz. Vergangenen Freitag haben 99 Prozent der Studierenden friedlich protestiert. Es gab zwei, drei aggressive Schreihälse, aber soweit ich beobachtet habe, kam es nicht zu einem einzigen Übergriff auf Polizisten und zu keiner einzigen Festnahme.

  26. ihr heldenhaften von der leuphana, eine erfahrung aus dem wirklichen leben.
    gewerkschaften sind im rückzug , warum? ganz einfach, unternehmer zahlen gern für alle die nächste tariferhöhung , bis genügend aus der gewerkschaft ausgetreten sind. diese glauben immer, beiträge für die gewerkschaft sparen zu können und doch trotzdem mehr lohn zu bekommen. pustekuchen. dummheit wird prompt bestraft. ist wie bei der leuphana. wer keinen einfluss auf die führung bekommt, bekommt nur von denen die rechnung präsentiert.

  27. Ilona, ihr Zitat:Bei einigen schlägt auch die Senilität sehr früh zu. Die Kommentare werden dann nichtssagend oder der User wirkt zerstreut. stimmt.
    kann man gut in der politik erkennen. dort wird viel geredet, aber wenig gesagt. und sie kennen den altersdurchschnitt bei unseren kommunalpolitikern? ihre spitzen können sie ruhig stecken lassen. nicht ich werde in der zukunft in ihr leben eingreifen. das machen die, die sich dafür von ihren opfern auch noch fürstlich bezahlen lassen. in der demokratie wählt jeder seinen henker selbst. sie dürfen sich zwischen pest und cholera gern etwas aussuchen. oder meinen sie, es wird sich wirklich etwas verändern, wenn man nur den lokführer ständig auswechselt?

  28. @ Ottmar Kaschunke

    ….“Ist Ihnen denn noch nicht aufgefallen, dass es keine wirklich diskutierbaren „Inhalte“ bei der AfD gibt. Die „Strategie“ dieser „Bewegung“ ist die Provokation, der Krawall und das Ausnutzen von Ressentiments. “

    Lesen Sie sich mal die Programme der Parteien durch. CDU/SPD/LINKE/GRÜNE -seit Jahren dasselbe dumme Geschwätz hoch drei, daß Deutschlands Arbeitnehmern, Rentnern und Normalbürgern nun endgültig Kopf und Kragen ,sowie die finanzielle und soziale Sicherheit kostet.

    Wahlprgramm der AFD gesplittet in folgende Bereiche:

    Währungspolitik, Europapolitik, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, Staatsfinanzen & Steuern, Alterssicherung & Familie,Bildung, Energiepolitik, Bildung, Integrationspolitik.

    WO sind nun die Inhalte über die SIE nicht diskutieren wollen, können , der Krawall , die Ressentiments?
    Für MICH ist alles SEHR WICHTIG und ICH fühle mich von keiner Partei mehr, ausser der AfD in meinen Interessen weiter vertreten. Alle anderen Parteien vertreten auch Interessen, nur nicht die der Bürger Deutschlands. Und das kann ich als Deutscher, als Wähler und Bürger nicht dulden.

    Und wer das Wahlprogramm der AFD liest und das schreibt ,was Sie schreiben, kann nicht sehr schlau sein.

    • Simone Hayek
      ich bin kein freund der afd, aber ich sehe das dumme verhalten, wie man mit ihr umgeht. pauschale attacken treiben die gemäßigten immer weiter in die rechte ecke. das verhalten ähnelt stark dem umgang mit der npd. am ende gibt es nur noch extreme. gerade von den selbsternannten schlauen, die sich gern ein abfällliges bild von anderen machen, kann man nichts anderes als unvernünftiges verhalten erwarten. aber sie wollen immer nur die guten sein. es gibt nun mal dumme in allen parteien. man muss eben aufpassen ,mit wem man sich zusammensetzt und partei spielen will.die afd ist eine protestpartei, die grünen waren es auch mal. leider haben immer nur die radikalen die lautesten stimmen. und sie werden gehört. das die afd von npd-mitgliedern unterwandert wird, dürfte sich rumgesprochen haben. und wer auf flüchtlinge schießen will, ist alles andere, nur kein demokrat. ich kann nur warnen, dummheiten muss man schon selbst machen.

  29. Ottmar Karschunke, bei ihnen weht es zu oft. türen und fenster schnell dichtmachen, dann kann die überheblichkeit ihre umgebung auch nicht so schnell verpesten. was meine person betrifft, sind sie der letzte , der weiß , wer ich bin. sie sollten das missionieren lassen, dazu fehlt ihnen wissen. es kam wohl nicht genug angeweht.

    • Ottmar Karschunke

      Lieber Klaus, leider kenne ich Sie sehr viel besser, als Ihnen, aber vor allem mir selbst lieb ist.

      Zu Ihrem Satz: „das verhalten ähnelt stark dem umgang mit der npd.“ Warum wohl?

      In den späten Zwanzigern und frühen Dreißigern hieß es unter Leuten wie Ihnen, die auf beiden Seiten des Spektrums viel versucht, aber nirgends auf Dauer mitgearbeitet haben, weil sie nicht nach „Lösungen“, sondern nach Erlösung verlangten, auch immer, wer die extremistische DNVP nicht wolle, müsse die populistische NSDAP wählen, das sei eine Protestpartei, welche die Bedürfnisse der Gemäßigten, der mit den „Systemparteien“ unzufriedenen Mitte „erspüre“ und vertrete.

      Ehrlich gesagt, sind mir die hier von ihren Großvätern so überaus widerwärtig beschimpften „Kinder“ von der Leuphana lieber, die nicht wachsweich herumeiern, sondern Dummheit auch Dummheit nennen und darauf bestehen, dass sie an einer Universität nichts zu suchen habe.

      • In den späten Zwanzigern und frühen Dreißigern hieß es unter Leuten wie Ihnen,
        sie sind ein feigling. warum? anonym angreifen ist so ein zeichen. ich kann mir denken, wer sie sind. nur, ich kümmere mich ungern um verlorene seelen. zu anstrengend. auch wenn sie in der spd sitzen. in reppenstedt gibt es sogar vernünftige spd-mitglieder, die nicht nur klugscheißen und unter der gürtellinie angreifen. sie haben es auch bei der welt getan. deren redaktion hatte durch sie alle hände voll zutun. das war meine letzte reaktion auf ihr kommentar, außer, sie suchen sich mal wieder einen neuen nickname. das liebe können sie sich sparen, es ist verlogen.

      • , aber vor allem mir selbst lieb ist.
        zumindest das beruhigt mich. ihre verlogene politik , die sie verteidigen weniger.

    • @ Bruns
      Sie lieben solche Verhätnisse und möchte sie auch gerne hier haben?

      http://www.welt.de/vermischtes/article149852235/Er-benutzte-sie-und-reichte-sie-an-Freunde-weiter.html

      Ich nicht! Und auch diejenigen nicht, die verhindert haben , das dies an die Öffentlichkeit kommt, da man SICH in die HOSE gemacht hat, seinen Job zu verlieren, weil man hier als Täterschaft wieder einmal hätte die Nichtbritischen bennen müssen, Deshalb wähle ich die einzige Alternative für Deutschland. Das mag vielen nicht gefallen. Die können weiter Frau Merkel, Herrn Gabriel und ihre alternativlose Politik der Eurorettung und Zuwanderung betreiben.