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Wetzen braucht einen neuen Platz, nicht nur zum Feiern und Bolzen. Einen ersten Entwurf hält Oldendorfs Gemeindebürgermeister Jürgen Rund bereits in Händen. Foto: t&w
Wetzen braucht einen neuen Platz, nicht nur zum Feiern und Bolzen. Einen ersten Entwurf hält Oldendorfs Gemeindebürgermeister Jürgen Rund bereits in Händen. Foto: t&w

Neuer Dorfplatz für Wetzen

dth Wetzen. Weggegangen, Platz vergangen: Wo früher die Wetzener Dorfjugend außerhalb des Ortes gebolzt hat, fließt voraussichtlich ab Ende Januar 2016 Strom für die Region. Bereits Ende 2014 hatte die Gemeinde Oldendorf/Luhe mit dem Netzbetreiber Avacon über den Verkauf des sogenannten „Waldstadions Wetzen“ verhandelt und schließlich rund 115000 Euro erlöst. Der Netzbetreiber baut dort seit Juni ein neues Umspannwerk. Unterdessen hat die Gemeinde Oldendorf/Luhe für den Ortsteil Wetzen ein neues Freizeitgelände ins Auge gefasst, das im Ortskern liegt und den Charakter eines Dorfplatzes erhalten soll. Der Konzept-Entwurf wird bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Mittwoch behandelt werden. Gemeindebürgermeister Jürgen Rund (WG) sagt auf LZ-Nachfrage: „Uns ist es wichtig, dass ein großer Teil der Verkaufssumme zweckgebunden im Ort bleibt.“

Das mögliche Dorfplatzgelände liegt im Ortskern, Im Krüß 20, direkt an der Bushaltestelle. Zur Verfügung stehen zwei Baugrundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 2400 Quadratmetern. Im nördlichen, von der Straße abgewandten Teil könnte der neue Bolzplatz entstehen, für den beispielsweise der Oberboden abgeschoben werden müsste. Um den Platz und die darunter liegenden Flächen vor Starkregen zu schützen, soll am nördlichen Rand ein Erdwall errichtet werden. Dafür hofft Bürgermeister Rund auch auf Eigenleistung engagierter Wetzener und Oldendorfer, um die Kosten insgesamt im Rahmen zu halten. In einer ersten groben Kostenschätzung für die Herrichtung des Areals ist die Rede von rund 50000 Euro, darin sind mögliche Eigenleistungen schon enthalten.

Aber es soll nicht bei einem Bolzplatz alleine bleiben. Neben einem Spielplatz ist im Konzept-Entwurf auch eine Radcross-Strecke vorgesehen, für die Wälle von bis zu drei Metern Höhe aufgeschüttet werden sollen. In der Anlage könnte zudem eine Hangrutsche integriert werden. Damit nicht genug. Rund sagt: „Der Mehrzweckplatz soll attraktiv für alle Generationen sein.“ Deshalb gehören zu den Überlegungen genauso Sitzgelegenheiten sowie die Befestigung des südlichen Geländeteils mit einem Mineralgemisch, damit sich dort auch Feuerwehr- oder Festzelte gut aufstellen lassen. Später könnte der Bereich um einen gepflasterten Grillplatz ergänzt werden.

Rund sagt: „Wir sind gespannt auf die Meinung der Bürgerinnen und Bürger und hoffen, dass möglichst viele mit anpacken.“ Sollte das Konzept bei der Ratssitzung auf Gegenliebe stoßen, könnte bald mit der Umsetzung begonnen werden. Rund: „Vorstellbar ist, dass der neue Dorfplatz dann schon im Frühsommer 2016 fertiggestellt wird.“

Die Gemeinderatssitzung findet statt am Mittwoch, 9. Dezember, um 20 Uhr im Landgasthaus Tödter (Salzhausener Straße 11) in Oldendorf/Luhe. Neben dem Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des Dorfplatzes stehen auf der Tagesordnung die Jahresrechnungen der Gemeinde Oldendorf/Luhe für die Haushaltsjahre 2010 und 2011. Bei Bedarf wird die Sitzung für eine Einwohnerfragestunde unterbrochen.

Hochspannung

Der Neubau des Umspannwerkes Wetzen ist Bestandteil eines Netzkonzeptes, das der Verstärkung des vorhandenen Netzes, der Erhöhung der Versorgungssicherheit und der Erhöhung der Leistungsfähigkeit zur Energieaufnahme von dezentral erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien im Landkreis Lüneburg dient, heißt es beim Netzbetreiber.
Avacon-Sprecherin Corinna Hinkel sagt: „Auf Grundlage des Regionalen Raumordnungsprogramms rechnen wir mit einem starken Zuwachs von Windenergie und bauen unser Netz entsprechend aus, um die sichere Versorgung und die benötigte Aufnahme- und Transportkapazität auch langfristig gewährleisten zu können.“ Es entsteht ein 110-20-Kilovolt-(kV)-Umspannwerk, das aus zwei Leitungsfeldern, zwei Transformatorenfeldern und einer Mittelspannungs-Schaltanlage besteht. dth