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Im Juni noch Ödland ist hier bei Wendisch Evern ein neuer Lebensraum entstanden, unter anderem für Amphibien. 15 Helfer investierten insgesamt 200 Stunden Eigenleistung zur Umgestaltung des Areals und gewannen einen Umwelt-Preis. Foto: nh
Im Juni noch Ödland ist hier bei Wendisch Evern ein neuer Lebensraum entstanden, unter anderem für Amphibien. 15 Helfer investierten insgesamt 200 Stunden Eigenleistung zur Umgestaltung des Areals und gewannen einen Umwelt-Preis. Foto: nh

Umwelt-Preis: Aus Ödland wird Wasser-Biotop

dth Wendisch Evern. 2000 Euro Preisgeld für ein Umweltprojekt in Kooperation mit der Landesjägerschaft Niedersachsen hat jetzt der Hegering Reins­torf-Lüneburg erhalten. Bei der kürzlichen Messe „Pferd und Jagd“ in Hannover hatten die VGH-Versicherungen erstmals einen Natur- und Umweltpreis zur Förderung der freilebenden Tierwelt verliehen. Insgesamt hatten sich Initiatoren von 14 Projekten für den Preis beworben, letztlich wurden von einer Jury vier Projekte ausgewählt und mit insgesamt 7500 Euro prämiert. Dabei hatte auch der Hegering Reinstorf-Lüneburg überzeugt, der in den vergangenen Monaten eine brachliegende Fläche in ein Flachgewässer umgewandelt hat.

„Wir wollten eine Verbesserung des natürlichen Umfeldes erreichen“, sagt Wilfried Strauer, Vorsitzender des Hegerings Reinstorf-Lüneburg. Für das Projekt stellte Landwirt Hans-Heinrich Kruse dem Hegering rund 10000 Quadratmeter Ödland zur Verfügung, in der Feldmark rund einen Kilometer westlich von Wendisch Evern, berichtet Strauer. „Dort haben wir von Juni bis Oktober einen rund 1800 Quadratmeter großen Teich angelegt, der sich aus Grund- und Regenwasser speist. Außerdem haben wir rund 300 Dornen- und Buschgehölzer gepflanzt“, zieht der Hegerings-Vorsitzende Bilanz.

Monatelang ackerten rund 15 Helfer an dem Hegering-Projekt unter Anleitung von Ulrike Kruse. Strauer: „Auch Jugendliche aus dem Ort haben sich beteiligt.“ Insgesamt flossen rund 200 Stunden Eigenleistung in das Umweltprojekt. Und rund 6000 Euro aus Mitteln der Jägerschaft Lüneburg, Zuschüssen des Landkreises sowie aus Eigenmitteln des Hegerings selbst. Strauer sagt: „Wir freuen uns über die Anerkennung unserer Arbeit. Die 2000 Euro Preisgeld fließen jetzt in neue Umweltprojekte.“

Den Preis hatte Strauer vergangene Woche aus den Händen von Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft, sowie Dr. Wolfram Klöber von den VGH- Versicherungen entgegengenommen. Mit dem Natur- und Umweltpreis wollen die Versicherungen in Kooperation mit der Landesjägerschaft zu Hegemaßnahmen ermuntern, die dazu geeignet sind, geschützten Tierarten zusätzlichen Lebensraum zu verschaffen. Die mit 2500 Euro höchste Dotierung ging an den Hegering Isernhagen für die Einrichtung von Brutplätzen für die Schleiereule. Der Preis wird auch 2016 wieder ausgelobt. Teilnehmen können alle Jägerschaften und Hegeringe, die in der Landesjägerschaft Niedersachsen organisiert sind.