Aktuell
Home | Lokales | Neuer Anlauf für die Frommestraße
Die Senkungsschäden an der Frommestraße sind unübersehbar. Die Stadt hofft, dass sie im nächsten Jahr Fördergeld bekommt, um die Situation verbessern zu können. Foto: t&w
Die Senkungsschäden an der Frommestraße sind unübersehbar. Die Stadt hofft, dass sie im nächsten Jahr Fördergeld bekommt, um die Situation verbessern zu können. Foto: t&w

Neuer Anlauf für die Frommestraße

as Lüneburg. Die Frommestraße soll Sanierungsgebiet werden. 2014 und 2015 hat die Stadt bereits Anträge auf Aufnahme in das Programm Stadtumbau West gestellt ohne Erfolg. Nun gibt es einen erneuten Anlauf für das kommende Jahr, erklärte Sandra Burghardt, zuständig bei der Stadt für Sanierungsgebiete, im Bauausschuss. Ziel wäre die Aufwertung des Wohnstandortes, indem unter anderem Mittel fließen für die Sanierung der historischen Bausubstanz sowie öffentliche Entsorgungsanlagen, die Einfriedungen der Gärten und die Wiederherstellung des Tors zur Unterwelt. 90000 Euro sind schon mal im Etatentwurf 2016 für den Rahmenplan vorgesehen.

Da bei Sanierungsgebieten jeweils ein Drittel der Summe Bund, Land und Kommune tragen, würde sich der Eigenanteil der Stadt auf 30000 Euro belaufen. Ulrich Löb (Grüne) hakte nach: Wenn es nichts mit der Programmaufnahme werde, stehe der Anteil der Stadt doch zur freien Verfügung? Vielleicht schon mit Blick auf Änderungsanträge der Grünen, für die es dann Deckungsmöglichkeiten geben muss.

Kaltenmoor ist seit 1999 Sanierungsgebiet. 600000 Euro (davon ein Drittel Eigenanteil der Stadt) könnten im nächsten Jahr fließen für die Neugestaltung von weiteren Wohnwegen und für Gebäudesanierungen. Das Sanierungsgebiet Am Weißen Turm ist frisch ins Programm Soziale Stadt aufgenommen worden. Verteilt auf die kommenden fünf Jahre sollen 500000 Euro bereitgestellt werden. In einem ersten Schritt soll unter anderem ein Konzept erstellt werden, mit dem Freiflächen attraktiver gestaltet werden. Dazu bedürfe es jedoch noch der Zustimmung aller Eigentümer, so Sandra Burghardt. Das Sanierungsgebiet westliches Wasserviertel profitiert von dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz. Rund eine Million Euro Fördermittel könnten für private Sanierungsprojekte fließen, unter anderem für das durch Brand zerstörte Lösecke-Haus sowie die Fassaden-Sanierung eines Hauses an der Koltmannstraße und die Sanierung der Traufseite des Hauses, in dem sich das Lokal Pons befindet.

2 Kommentare

  1. Hmmm, ich werd das Gefühl nicht los, das in dieser Stadt nur etwas saniert/gebaut wird wenn man dafür irgendwo Fördergelder abgreifen kann.
    Heisst das im Umkehrschluss das andere Gebäude und Infrastrukturen die nicht „befördert“ werden, schlussendlich dem schleichenden Verfall preisgegeben werden?

  2. Wollte nicht eigentlich Hr. Sallier für die Zerstörung des Tores zur Unterwelt aufkommen? Mir war so… – aber gemachte Versprechen von sog. „Großinvestoren“ einzufordern, traut sich der sozialdemokratische Bürgermob wohl schon lange nicht mehr aus Angst ihre letzten Wähler zu vergrätzen. Lieber beim Subventionierungsschwachsinn mitmachen…