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Die ersten mutigen Schüler haben sich auf den neuen Kletterfelsen gewagt. Er bietet unterschiedliche Herausforderungen für die verschiedenen motorische Fähigkeiten. Foto: be
Die ersten mutigen Schüler haben sich auf den neuen Kletterfelsen gewagt. Er bietet unterschiedliche Herausforderungen für die verschiedenen motorische Fähigkeiten. Foto: be

Schule am Knieberg weiht neuen Kletterfelsen ein

emi Lüneburg. Ein bis zu fünf Meter hoher und sechs Meter langer Kletterfelsen ragt aus einer Sandfläche auf dem Gelände der Schule am Knieberg empor. Manch ein Zuschauer reibt sich verwundert die Augen — wie ist der Koloss bloß auf das Lüneburger Schulgelände gekommen? Schulleiter Ulrich Eckhard lacht. „Das ist ein Kunstfelsen. Darunter verbirgt sich eine Stahlgeflecht-Konstruktion, auf der in mehreren Schichten Spritzbeton aufgetragen worden ist.“ Jetzt ist der Kletterfelsen offiziell eingeweiht worden.

Möglich gemacht hatte die neue Attraktion eine Spende in Höhe von rund 10000 Euro des Lions Clubs Lüneburg-Ilmenau, der die Schule schon seit Jahren unterstützt. Die Gäste des Sommernachtsfestes hatten ihr Geld dafür gegeben. Annette Brand, zuständig für die Spendenvergabe, ließ zur Taufe eine Sektflasche, befestigt an einem Kletterseil, am Felsen zerschellen. Er trägt damit vorerst den Namen „Mount Knieberg“.

Ein Jahr lang war an dem Projekt geplant worden, nur eine Woche dauerte der Bau des Kunststeins. Ursprünglich war einmal vorgesehen gewesen, eine Kletterwand am Schulgebäude anzubringen, die Idee ließ sich jedoch technisch nicht umsetzen. Schließlich fiel die Wahl auf den Kletterfelsen.

Gebaut ist er so, dass Ungeübte ihn erklimmen können, er kann aber am höchsten Punkt auch dazu genutzt werden, Seilklettern zu üben. Künftig können die Schüler in den Pausen am Felsen emporklettern, angedacht sei aber auch, später einmal eine Kletter AG zu gründen, sagt Schulleiter Ulrich Eckhard.

Dem 15-jährigen Linus aus der Klasse 10b gebührte die Ehre, unter Applaus und Anfeuerungsrufen seiner Mitschüler als erster an einem Seil bis zur Spitze zu klettern — natürlich gut gesichert von seinem Klassenlehrer Martin Goethe.

„Wir haben bewusst einen Felsen mit unterschiedlichen Herausforderungen gewählt“, sagt Ulrich Eckhard, „so können unsere Schüler unterschiedliche motorische Fähigkeiten trainieren.“ Nachdem Linus seine Sicherheitsausrüstung abgestreift hatte, durften auch andere Schüler den Kletterfelsen erklimmen. Jubelnd stürzten sich einige auf den niedrigeren Teil des Kunststeines.

Annette Brand, ihre Kollegen vom Lions Club Lüneburg-Ilmenau und Vertreter des Fördervereins der Schule sahen lächelnd zu. „Das Selbstbewusstsein, das die Kinder bekommen, das Strahlen, das ist einfach phänomenal“, sagte Brand. Bei Liedern, Essen, Getränken und bestem Wetter klang die kleine Einweihungsfeier fröhlich aus.