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Eine breite Schneise zieht sich von der Artlenburger Landstraße hinauf zum Turmweg. Die neue Eigentümer-Gemeinschaft des 16 000 Quadratmeter großen Grundstücks lässt es herrichten, um hier später Einfamilienhäuser zu bauen. Foto: t&w
Eine breite Schneise zieht sich von der Artlenburger Landstraße hinauf zum Turmweg. Die neue Eigentümer-Gemeinschaft des 16 000 Quadratmeter großen Grundstücks lässt es herrichten, um hier später Einfamilienhäuser zu bauen. Foto: t&w

Adendorf: Einfamilienhäuser sollen auf altes Grundstück

cec Adendorf. Eine breite Schneise zieht sich aktuell von der Artlenburger Landstraße in Adendorf hoch bis zum Turmweg. Frisch gerodet und gemulcht sieht es fast so aus, als sollte auf der gleichmäßigen großen Fläche eine Straße entstehen. Tatsächlich ist es aber ein einziges Grundstück, das seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt werden soll: Bereits im Bebauungsplan Anfang der 1970er-Jahre enthalten, wurde es nie entsprechend bebaut. Nachdem der ehemalige Eigentümer verstorben ist, hat es jetzt eine vierköpfige Eigentümer-Gemeinschaft erworben und möchte hier Einfamilienhäuser und eventuell auch Reihenhäuser oder Wohnungen errichten lassen.

Das gut 16 000 Quadratmeter große Grundstück sei bereits im gut 40 Jahre alten Bebauungsplan beschrieben, der den Bereich zwischen Bültenweg im Norden, Neuer Straße im Süden, Artlenburger Landstraße im Westen und Kirchweg im Osten umfasst, schildert Adendorfs Bauamtsleiter Christian Ninnemann. „Es wurde damals alles bebaut – mit Ausnahme dieses einen Grundstückes.“ Was die Käufergemeinschaft hier bauen werde, stehe noch nicht fest. „Denn aktuell wurde noch eine Änderung des Bebauungsplanes beantragt“, sagt der Bauamtsleiter, „mit dem Wunsch, etwas dichter zu bauen als damals vorgesehen.“

Das bestätigt auch einer der vier Eigentümer, Nikolas Graff. Zu Zeiten der Erstellung des Bebauungsplanes Anfang der 1970er-Jahre seien die Grundstücke mit 1200 bis 1400 Qua­dratmetern noch deutlich größer als heute gewesen, auch weil Selbstversorgung damals noch eine Rolle gespielt habe. Heute seien solche großen Grundstücke nicht mehr zeitgemäß, zum einen angesichts der steigenden Grundstückspreise, aber auch wegen der veränderten Lebensbedingungen. „Heute arbeiten häufig beide Partner, diese fragen so große Grundstücke nicht nach.“

In einem ersten Schritt wurden Teile des Baumbestandes des Grundstückes gerodet – alles in enger Absprache mit der Verwaltung, wie der Adendorfer betont: „Wir haben jeden Schritt mit der Gemeinde abgesprochen, haben mit dem Bauamt und dem Naturschutzbeauftragten jeden Baum, der von der Baumschutzsatzung betroffen ist, markiert und stehen gelassen.“ Selbst in der Flucht der geplanten Verbindungsstraße zwischen Bergstraße und Turmweg, die der alte Bebauungsplan bereits vorgesehen hatte, und die jetzt umgesetzt werden soll, ist ein Baum vorerst stehen geblieben. „Vielleicht hat ja jemand noch eine rettende Idee.“

Wie genau die Bebauung später aussehen werde, könne man derzeit noch nicht sagen. „Das hängt vom neuen Bebauungsplan ab“, so der Projektentwickler und Makler. Auch der Baustart steht noch nicht fest, wenn alles gut verläuft, rechnet Graff aber mit dem Beginn der Erschließungsarbeiten im kommenden Jahr.