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Gratulanten und Preisträger: (v.l.) Jürgen Dawo, Gründer der Town and Country Stiftung, mit den Preisträgern Sina Gussek, Monika Montz und Mara Leya sowie Britt Claasen von Town und Country Lüneburg und Christian Treumann, Vorsitzender der Town und Country Stiftung. Foto: nh
Gratulanten und Preisträger: (v.l.) Jürgen Dawo, Gründer der Town and Country Stiftung, mit den Preisträgern Sina Gussek, Monika Montz und Mara Leya sowie Britt Claasen von Town und Country Lüneburg und Christian Treumann, Vorsitzender der Town und Country Stiftung. Foto: nh

Kinderschutzbund Lüneburg erhält Town & Country Stiftungspreis

lz Erfurt/Lüneburg. Die Reise nach Erfurt hat sich gelohnt: Monika Montz, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Lüneburg, Mara Leya als Projektkoordinatorin und Sina Gussek als Projektteilnehmerin nahmen im Kaisersaal den Town & Country Stiftungspreis für Niedersachsen entgegen. Mit dem Projekt „Jugendliche beraten Jugendliche“ hatte sich der Kinderschutzbund Lüneburg im Frühjahr für die Auszeichnung beworben. Es ist ein anonymes telefonisches Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche, die sich hier Hilfe für ihre Sorgen und Nöte holen können.

Die Probleme, die am Telefon zur Sprache kommen, erstrecken sich von Liebes- und Erziehungskrisen über Gewalt, Druck, sexuelle Unsicherheit bis hin zu Mobbing. Jeden Sonnabend von 14 bis 20 Uhr kann das Angebot von Ratsuchenden kostenlos in Deutschland genutzt werden. Die Beratungen erfolgen von Ehrenamtlichen und speziell ausgebildeten Beratern im Alter von 16 bis 21 Jahren. Die Besonderheit des Projekts liegt darin, dass die Anrufer mit Gleichaltrigen ihre Sorgen und Probleme besprechen können. Eine Sozialpädagogin koordiniert das Projekt und steht als Hintergrunddienst immer zur Verfügung.

Das Preisgeld soll für die Ausbildung neuer Berater verwandt werden. Die Ausbildung umfasst etwa 80 Unterrichtstunden. Die Kosten betragen pro Einheit 2400 Euro. Darin sind unter anderem Honorare für Fachreferenten und Schulungen in der Drogenberatungsstelle und bei ProFamilia enthalten. Die laufenden Kosten für Koordination, Supervision und Aufwandsentschädigung betragen jährlich 3600 Euro.

Die Town & Country Stiftung richtet sich an regional operierende gemeinnützige Organisationen in ganz Deutschland, die benachteiligte und kranke Kinder unterstützen. Zu diesem Zweck vergibt sie zum dritten Mal den Stiftungspreis. Insgesamt 350 Bewerber entsprachen den Vorgaben und erhielten in den vergangenen Monaten eine Förderung in Höhe von 500 Euro. Unter ihnen wählte eine Jury 16 Gewinner aus, die nun den mit jeweils 5000 Euro dotierten Preis erhalten. Somit fließen insgesamt 255000 Euro an gemeinnützige Projekte.