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Die Stadt sieht gravierende Mängel bei Haus Nummer 4 in der Egersdorffstraße. Foto: t&w
Die Stadt sieht gravierende Mängel bei Haus Nummer 4 in der Egersdorffstraße. Foto: t&w

Von Senkungsschäden betroffenes Gebäude in der Egersdorffstraße ist abgesperrt

lz Lüneburg. Noch ist es eine Vorsichtsmaßnahme: Das Haus mit der Nummer 4 in der Egersdorffstraße ist abgesperrt. Als Grund nennt die Stadt „gravierende Mängel an der Standsicherheit“. Vom Einsturz bedroht sei das denkmalgeschützte Gebäude aus dem 19. Jahrhundert aber nicht.

Der Fußweg entlang der Egersdorffstraße, gegenüber des Marienplatzes, ist zurzeit teilweise gesperrt. Der Grund: In dem von Zäunen umgebenenen Wohn- und Geschäftshaus, in dem bis vor kurzem ein Friseurgeschäft seinen Sitz hatte, sind Statikern gravierende Mängel an der Standsicherheit aufgefallen. Die Bauverwaltung hat reagiert.

Eine Nutzung des Gebäudes ist zurzeit nicht mehr möglich. Das Friseurgeschäft, das eigentlich erst zu Weihnachten schließen wollte, ist ab sofort dicht. Ebenso geschlossen ist ein Lampengeschäft in dem Haus.

Das Gebäude war im Laufe dieses Jahres verkauft worden, der neue Eigentümer hatte mit der Stadt den Plan entworfen, das Haus zu sichern und unter anderem eine Stahlbetonsohle einzuziehen, um Senkungsschäden entgegenzuwirken. Doch bei der Vorbereitung stellten Statiker fest: „Der Baugrund ist extrem weich und nur bedingt tragfähig“. Sondierungen hätten diesen Befund bestätigt.

Von der Bauaufsicht heißt es: „Das Haus weist nach aktuellem Stand Mängel in der Standsicherheit auf, ist jedoch nicht akut einsturzgefährdet. Die Eigentümer führten Maßnahmen zur vorläufigen Sicherung des Gebäudes durch. Das weitere Vorgehen kann erst nach Vorliegen von gesicherten Erkenntnissen von dem beteiligten Bodengutachter geklärt werden.“

Das Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert. Es hat eine zweigeschossige Holzfachwerkkonstruktion mit Teilkeller aus den Jahren vor 1898.