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Dirigentin Nicole Maack und die  jungen Musiker  ihres Blasorchesters Flutissima begeisterten die Besucher des Bardowicker Winterdoms mit Film- und Musicalmelodien sowie Weihnachtsliedern. Foto: ina
Dirigentin Nicole Maack und die jungen Musiker ihres Blasorchesters Flutissima begeisterten die Besucher des Bardowicker Winterdoms mit Film- und Musicalmelodien sowie Weihnachtsliedern. Foto: ina

Das Orchester Flutissima verzaubert den Bardowicker Weihnachtsdom

ina Bardowick. Großer Andrang im Dom St. Peter und Paul zu Bardowick. Bei friedvollem Sonnenschein trafen sich jetzt zahlreiche Besucher zur vorweihnachtlichen Feier. Schon vor der großen Eichentür wurde sich formiert, in Gruppen geplaudert. Im Inneren warteten Stände mit jeder Menge selbst Gemachtem: Ölbilder, Puppenkleider, Holzspielzeug. Und während sich Interessierte das Eine oder Andere zum Kauf aussuchten, schwappte schon die wunderbare Welle voller, satter und doch sanfter Klänge durch das Kirchenschiff dem Eingang zu. Denn im Vorderschiff in Altarnähe hatte sich Nicole Maack mit ihren „Flutissima“-Musikern versammelt, um die Besucher in die Welt von Musicals, Filmmusik und speziell ausgewählten Weihnachtssongs zu locken.

Bereits seit 16 Jahren führt die schon mehrfach prämierte Dirigentin das von ihr gegründete Blasorchester des TSV Bardowick mit rund 50 jungen, begabten Musikern an. Abgelöst wurden sie dann nachmittags von der Blaskapelle Vögelsen, die mit ihrem Adventskonzert für weihnachtliche Stimmung sorgten.

Besonders viel Trubel herrschte am Tombola-Stand. Dort konnten die Besucher ihre Gewinne abholen. Jutta Piesker aus Vögelsen kommt mit ihrem Ehemann jedes Jahr zum Weihnachtsdom im Flecken. „Hier herrscht so eine wunderbare Atmosphäre!“ Fünf Lose hatte sie gekauft, die Nummer 59 verhieß einen tollen Preis. „Mir ist es nicht so wichtig, was ich mir da jetzt abholen kann. Mir geht es eher um die Unterstützung der guten Sache.“ Am Ende erhielt sie für ihre fünf Euro statt des Fahrrads als Hauptgewinn eine Rolle Geschenkpapier. „Passt prima, habe noch keins eingekauft.“

Erstanden hat die Loskäuferin ihre fünf Röllchen von den beiden Konfirmandinnen Anna-Lena Anton und Kim Rosenkranz. „Wir bekommen für diesen Einsatz immerhin zwei Sozialpunkte“, freuten sich die beiden Zwölfjährigen. Mehr als 100 Lose hatten sie innerhalb kurzer Zeit verkauft. „Eine Frau kaufte gleich 30 auf einmal!“

Mit Kerzenziehen beschäftigten sich derweil Wessam Shihab und Ahmad Arab. Die beiden Syrer leben seit drei und vier Monaten in Vögelsen. Während Ahmad mit seinen Eltern, einem Bruder und zwei Schwestern hier lebt, hat Wessam die lange, beschwerliche Reise allein mit seinem zwanzigjährigen Bruder bewältigt. Die ehrenamtliche Helferin Marion Stilke kümmert sich im Rahmen der „Willkommensinitiative“ um die Familien. „Die beiden warten nur noch darauf, dass bei der Lüneburger BBS endlich die Migrationsklasse startet.“ Bei der Kerzenfertigung unterstützt werden sie von Aaron Futi Futi, dessen Vater aus dem Kongo stammt. „Sie müssen jetzt dringend Deutsch lernen“, sagt der in Deutschland Geborene. „Denn wenn sie die Sprache nicht können, haben sie hier keine Chance.“