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Erstmals brachten Mitglieder der beiden Lüneburger Lions Clubs Apfelsaft und Wasser an die festlich geschmückten Tafeln im Glockenhaus. Sie waren für die Ehrenamtlichen des DRK eingesprungen, was Koordinatorin Sandra Mendel (hinten, 2.v.r.) sehr freute. Foto: t&w
Erstmals brachten Mitglieder der beiden Lüneburger Lions Clubs Apfelsaft und Wasser an die festlich geschmückten Tafeln im Glockenhaus. Sie waren für die Ehrenamtlichen des DRK eingesprungen, was Koordinatorin Sandra Mendel (hinten, 2.v.r.) sehr freute. Foto: t&w

Lions Clubs decken die Tafel

emi Lüneburg. Entenbraten steht auf dem Speiseplan, dazu gibt es Rotkohl und Klöße, Selter und Apfelsaft, zum Nachtisch wartet Pannacotta. Auf weißen Tischdecken an langen Tafeln liegen Schokoladen-Nikoläuse und Äpfel zwischen Tannenzweigen und weißen Servietten mit goldenen Sternen, an den Wänden leuchten Lichterketten, neben der Theke steht ein festlich geschmückter Tannenbaum. Ein vorweihnachtliches Festmahl wartete jetzt auf knapp 200 Gäste im Lüneburger Glockenhaus. Eingeladen hatten das Deutsche Rote Kreuz (DRK), der Lions Club Lüneburg sowie der Lions Club Lüneburg-Ilmenau. „Wir wollten vor allem Familien die Möglichkeit geben, an der Weihnachtsstimmung teilzuhaben, die sonst nicht die Möglichkeit haben“, betont DRK-Ehrenamtskoordinatorin Sandra Mendel.

Bereits zum vierten Mal fand die Aktion statt, die die Lüneburger Lions Clubs aus Spenden finanzierten. Die Familien waren zuvor über die Wohlfahrtsverbände und die Lüneburger Tafel angesprochen worden und die Anmeldungen steigen von Jahr zu Jahr, sagt Mendel: „Das zeigt, dass der Bedarf da ist. Und für uns ist das auch ein schönes Ergebnis, denn offensichtlich hat sich die Veranstaltung etabliert.“

In diesem Jahr gab es eine Neuerung: Erstmals lag die Organisation und Betreuung bei den Mitgliedern der beiden Lüneburger Lions Clubs. Sie hatten eingekauft, sich um das Catering gekümmert und die Tafeln gedeckt, übernahmen außerdem die Bewirtung der Gäste mit Getränken und räumten am Ende auch wieder auf. Aufgaben, die sonst immer die Ehrenamtlichen des DRK untereinander aufgeteilt hatten.

Dirk Schneefuß, Präsident des Lions Club Lüneburg, erklärt: „Wir haben in den letzten Jahren die Finanzierung übernommen, aber die Arbeit hatte das DRK. Doch in diesem Jahr waren die Ehrenamtlichen wegen der Flüchtlingsbetreuung personell komplett gebunden.“ Und Dirk Michael Habor, Präsident des Lions Clubs Lüneburg-Ilmenau, ergänzt: „Zurzeit wird viel für Flüchtlinge getan, aber es gibt auch bei uns Menschen, die sich so etwas nicht leisten können. Weil uns wichtig war, dass die Veranstaltung stattfindet, sind wir eingesprungen.“
Insgesamt zwölf Helfer eilten mit Tabletts von Tisch zu Tisch und reichten alkoholfreie Getränke, zwischen Hauptgang und Dessert sorgte Zauberclown Blankoh für gute Laune, für die Kinder gab es einen Basteltisch. Nach rund drei Stunden gingen die Gäste nach Hause mit vollen Bäuchen und leuchtenden Augen.