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Kahlschlag am Blümchensaal, die Bahn hat Bäume an der Bahnstrecke entfernt: Notwendig aus Gründen der Sicherheit, argumentiert die Bahn. Foto: us
Kahlschlag am Blümchensaal, die Bahn hat Bäume an der Bahnstrecke entfernt: Notwendig aus Gründen der Sicherheit, argumentiert die Bahn. Foto: us

Ärger über gefällte Bäume an der Bahnstrecke

ahe Lüneburg. Was die eine Seite aus Gründen der Sicherheit als dringend notwendig erachtet, sieht die andere Seite schlicht als Naturfrevel: Die Deutsche Bahn hat Bäume an der Bahnstrecke nahe der Straße Blümchensaal gefällt. Nicht nur Anwohner beklagen den aus ihrer Sicht radikalen Kahlschlag, auch die Stadt Lüneburg ärgert sich über das Vorgehen.

Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis erklärt den Hintergrund: „In dem Bereich verläuft eine Starkstromleitung. Die Pappeln ragten zum Teil schon bedenklich über diese 110-kv-Leitung, die wir für die Fällarbeiten sogar extra abschalten mussten.“ Für die Stadt sagt Pressesprecher Daniel Gritz: „Schade um die Bäume. Wir sind auch nicht erfreut über das Vorgehen der Bahn. Unser Fachmann Peter Zurheide hat sich sehr darüber aufgeregt.“ Diese Kritik wiederum kann die Bahn, die sich jüngst schon in Vögelsen nach einer ähnlichen Baumfällaktion harscher Kritik ausgesetzt sah, nicht nachvollziehen: „Die Stadt Lüneburg hat eine Baumschutzsatzung. Die von uns gefällten Pappeln und Birken gehören zum Weichholz, fallen damit also nicht unter diese Satzung.“ Und in Richtung Anwohner sagt Meyer-Lovis: „Von denen haben uns einige gefragt, ob sie das Brennholz bekommen können. Und das haben sie auch.“

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