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Claudio Patrik Schrock-Opitz. Foto: t&w
Claudio Patrik Schrock-Opitz. Foto: t&w

Lüneburg Marketing: Veranstaltungen müssen sich finanziell selbst tragen

as Lüneburg. „Auf gutem Weg“ sieht Ulrich Blanck die Lüneburg Marketing GmbH. Der grüne Ratsherr ist Mitglied im Aufsichtsrat der LMG und gleichzeitig Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der Stadt. Dort nahm Claudio Patrik Schrock-Opitz, seit Oktober neuer Chef der Gesellschaft, zum Wirtschaftplan 2016 und zu künftigen Marketing-Strategien Stellung.

Der Wirtschaftsplan, vor zwei Wochen dem Aufsichtsrat vorgelegt, sei in Anlehnung an den Plan 2015 entstanden, erklärte Schrock-Opitz. Für das laufende Jahr wird ein Plus von 84000 Euro erwartet, fürs kommende ein Überschuss von rund 21000 Euro.

Nachdem die Marketing GmbH die Jahre davor mit satten Defiziten abgeschlossen hatte, seien von den Interimsgeschäftsführern neue Strukturen geschaffen worden mit Liquiditätsübersicht. Es wurden neue Sponsoren gefunden und — ganz wesentlich: Veranstaltungen werden seither vor- und nachkalkuliert. Zu dem guten Ergebnis trägt auch ein Reduzieren des sogenannten Materialaufwands in Höhe von rund 183000 Euro bei, unter anderem wurde beim Werbeeinsatz gespart. Dass fürs kommende Jahr das Plus geringer prognostiziert wird, liegt daran, dass nun rund ums Jahr für den Neuen Chef-Gehalt fällig wird.

Die geplanten Investitionen sind mit rund 11150 Euro übersichtlich. So sollen vier neue Computer angeschafft werden, außerdem Ersatz für Infotürme, die an verkaufsoffenen Sonntagen oder fürs Stadtfest genutzt werden, und neue Funkgeräte. 4000 Euro von dem Gesamtbetrag gehen in Gesundheitsprävention am Arbeitsplatz, weil dies im Sinne der Fürsorgepflicht wichtig sei, sagt der neue Chef.

Niels Webersinn (CDU) wollte wissen, ob im kommenden Jahr neue Veranstaltungen geplant sind. Schrock-Opitz: Die Marschrichtung sei, dass neue Veranstaltungen nur umgesetzt würden, wenn sie sich selbst trügen. Das Sponsoring werde zunehmend schwieriger, gerade bei Brauereien, da es dort einen Konzentrationsprozess gebe. Da die Standgebühren schon erhöht worden seien, könne man da nicht erneut rangehen. Die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses votierten einstimmig für den Wirtschaftsplan der LMG.