Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Ein Zaun und Container sichern das einsturzgefährdete Haus an der Egersdorffstraße. Gestern befand die Verwaltung, es müsse sofort gehandelt werden. Foto: be
Ein Zaun und Container sichern das einsturzgefährdete Haus an der Egersdorffstraße. Gestern befand die Verwaltung, es müsse sofort gehandelt werden. Foto: be

Egersdorffstraße: Akute Einsturzgefahr +++ veränderte Verkehrsbedingungen

ca Lüneburg. Die Einsturzgefahr ist größer als zunächst befürchtet: Heute Nachmittag haben Stadt und Eigentümer Container vor dem schiefen Haus an der Egersdorffstraße aufstellen lassen. Quasi wie eine Barriere und Auffangbehälter, falls sich Elemente aus dem Fachwerkbau lösen und in Richtung Straße stürzen. Zudem hat die Stadt den Bereich mit Bauzäunen gesichert – dadurch ist Fahrbahn nun nur noch einspurig befahrbar.

Wie berichtet, haben Untersuchungen ergeben, dass das Gebäude von Grundwasser unterspült wird, tragende Mauern in der Luft hängen, möglicherweise auch Senkungen eine Rolle spielen. Trotz des Denkmalschutzes, geht die Stadt davon aus, dass das Gebäude nicht zu halten ist, eine geplante Sanierung ist Makulatur. Und die Bauverwaltung macht Tempo: Bereits Ende Januar soll das Haus Egersdorffstraße 4 abgetragen sein. Ob und wann dann eine Bebauung auf dem Areal mit dem problematischen weichen Untergrund erfolgen kann, müssen Gutachten ergeben. Auch will die Verwaltung prüfen, wie die Lage in der Nachbarschaft ausschaut. Dafür sollen unter anderem Messpunkte ausgelesen werden, mit denen Fachleute die Senkungen in der Altstadt beobachten.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge bittet um Verständnis für die Absperrungen: „Gefahrenabwehr hat höchste Priorität.“

Auf Verkehrsteilnehmer kommen Veränderungen zu, die ab sofort gelten. Die Egersdorffstraße wird stadteinwärts zur Einbahnstraße ebenso die Straßen Auf dem Meere und Neue Sülze.

Als Höchstgeschwindigkeit gilt hier ein Tempo von 30 Kilometer pro Stunde, unmittelbar entlang der Baustelle in der Egersdorffstraße Tempo 20. Der Busverkehr stadtauswärts fährt nicht die Haltestelle Rathaus an, sondern wird über An den Brodbänken, Bardowicker Straße und Hindenburgstraße umgeleitet. Gegenläufig werden die KVG-Busse stadteinwärts Richtung Bahnhof weiter durch die Egersdorffstraße fahren können.