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Ursula Dyck fühlt sich wieder als glückliche Oma. Ihre Enkeltochter hat ihr nach Streitigkeiten verziehen. Foto: nh
Ursula Dyck fühlt sich wieder als glückliche Oma. Ihre Enkeltochter hat ihr nach Streitigkeiten verziehen. Foto: nh

Momente des Glücks im Adventskalender

ap Lüneburg. In diesem Jahr hat die LZ eigens für ihre Facebook-Fans und Nutzer einen Adventskalender zusammengestellt. Darin sprechen 24 Lüneburger und Touristen über ihren persönlichen Glücksmoment 2015 — ein Ereignis oder eine Begegnung, von dem und der sie das ganze Jahr zehren oder woran sie immer zurückdenken müssen.

Ob es die Kinder sind, die einem jeden Tag ein Lächeln auf die Lippen zaubern oder der Besuch eines ganz besonderen Menschens, die besinnliche Weihnachtszeit im Allgemeinen oder ein ganz persönliches Ziel, das man in diesem Jahr erreicht hat. Die Redaktion hat einige der schönsten und bewegendsten Antworten zusammengefasst.

Der persönliche Glücksmoment von Grit Schumacher ist nicht nur auf 365 Tage im Jahr verteilt, sondern von weitaus längerer Dauer: Ihre Zwillinge Anton und Klara sind am 14. August 2015 zur Welt gekommen. „Das war ein unbeschreiblicher Moment. Das war so grandios, da kann ich jedem nur empfehlen, auch Kinder zu kriegen — besonders zwei auf einmal, wenns klappt“, sagt die junge Mama und strahlt.

Dass alte Liebe nicht rostet, erlebt Ehepaar Klemt jeden Tag aufs Neue. Die beiden wirken noch wie ein frisch verliebtes Pärchen. Sie freue sich jeden Morgen, wenn sie die Treppen herunter ins Esszimmer komme und ihr Mann das Frühstück zubereitet habe. „Jeden Morgen um acht Uhr setze ich mich an den gedeckten Tisch, das ist einfach wunderbar. Dann gibt es Brot, Butter, unsere selbstgemachte Marmelade und manchmal auch Käse.“ Er versichert: „Das mache ich gern für uns.“

Dem amtierenden Sülfmeister Leon Steinhauer macht es nichts aus, bei kalten Temperaturen in seinem Marktstand zu stehen. Im Gegenteil, genau diesen Trubel genieße er. „Das ist die Weihnachtszeit — es ist so herrlich. Die ganze Familie kommt zusammen, die Clementinen-Zeit fängt an. Die Leute sind gut drauf. Das ist ein ganz herzliches Gefühl“, sagt er.

Emmanuel Krüs kommt aus Hamburg, studiert derzeit an der Leuphana. Sein persönlicher Erfolg sind seine guten Noten: „Dieses Jahr war ein sehr besonderes Jahr für mich, weil ich das erste Mal eine 1,7 in Deutsch geschrieben habe. Das war wirklich cool, denn eigentlich habe ich Probleme mit Hausarbeiten.“

Bobo Haider ist wehmütig und dankbar zugleich. Ihr wurde zwar etwas genommen, aber dafür kam auch viel neues Glück in ihr Leben: „Ich habe die wichtigsten Menschen für mich aus meiner Jugend schon alle verloren“, sagt sie. „Ich freue mich einfach, wenn ich morgens aufwache und meine Kinder und meinen Mann um mich habe.“ Außerdem habe sie eine tolle Arbeit, bei der sie sehr glücklich sei und „deshalb bin ich immer schon hellwach, voller guter Laune und freue mich“.

Hannah Lahmann und Nico Gebken hatten auf dem Weihnachtsmarkt einen eigenen Süßwaren-Stand, dort bot das Paar hauptsächlich Marzipan-Spezialitäten an. „Wir sind ganz frisch hierher gezogen — vor drei Tagen“, sagt Hannah Lahmann. Sie schlafen noch mit Schlafsäcken auf Isomatten, aber es sei toll. „Und wir haben eine der schönsten Wohnungen, die wir uns vorstellen können. Mitten in der Altstadt“, erzählt Gebken.

Für Sandra Bengsch ist die Musik am Morgen ein Grund, um sich auf dem Weg zur Arbeit etwas Zeit zu lassen. Immer wenn sie etwasspät dran sei, höre sie den Turmbläser von St. Johannis. „Das ist ein besonders schöner Moment, der mich die Hektik des Alltags, der gerade beginnt, vergessen lässt“, sagt sie. Sich täglich die Mühe zu machen, auf den Turm zu steigen und so schön zu spielen, empfinde sie als „Bereicherung für die ganze Stadt“.

Ursula Dyck konnte 2015 endlich wieder lachen, sie ist wieder eine glückliche Großmutter. Sie habe Streit mit ihrer Enkeltochter gehabt, darunter habe sie sehr gelitten. „Mein Glücksmoment war, dass meine Enkelin nicht mehr böse mit mir ist und dass sie mich weiterhin sehr lieb hat“, sagt die Seniorin mit Tränen in den Augen. „Du bist mein größtes Glück“ — das richtet sie direkt an ihre Enkeltochter, die sie liebevoll ihr „Sternchen“ nennt.