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Die Wahlbereiche für die Kommunalwahl 2016: Bereich 1 (Lüneburg: Westliche Altstadt, Kreideberg, Ochtmissen, Östliche Altstadt und Goseburg-Zeltberg), Wahlbereich 2 (Lüneburg: Hagen, Kaltenmoor, Klosterkamp, Lüne, Moorfeld und Ebensberg), Bereich 3 (Lüneburg: Bockelsberg, Oedeme, Häcklingen, Rettmer, Wilschenbruch und Rotes Feld), Bereich 4 (Samtgemeinden Amelinghausen, Ilmenau und Ostheide), Bereich 5 (Samtgemeinden Bardowick und Gellersen), Bereich 6 (Samtgemeinde Scharnebeck und Adendorf) sowie Bereich 7 (Stadt Bleckede, Gemeinde Amt Neuhaus und Samtgemeinde Dahlenburg). Grafik: meiferts
Die Wahlbereiche für die Kommunalwahl 2016: Bereich 1 (Lüneburg: Westliche Altstadt, Kreideberg, Ochtmissen, Östliche Altstadt und Goseburg-Zeltberg), Wahlbereich 2 (Lüneburg: Hagen, Kaltenmoor, Klosterkamp, Lüne, Moorfeld und Ebensberg), Bereich 3 (Lüneburg: Bockelsberg, Oedeme, Häcklingen, Rettmer, Wilschenbruch und Rotes Feld), Bereich 4 (Samtgemeinden Amelinghausen, Ilmenau und Ostheide), Bereich 5 (Samtgemeinden Bardowick und Gellersen), Bereich 6 (Samtgemeinde Scharnebeck und Adendorf) sowie Bereich 7 (Stadt Bleckede, Gemeinde Amt Neuhaus und Samtgemeinde Dahlenburg). Grafik: meiferts

Wahlbereiche stehen fest

dth Lüneburg. Rund neun Monate vor der Kommunalwahl hat der Kreistag die Einteilung der Wahlbereiche im Kreis Lüneburg beschlossen. Damit wird die bisherige Einteilung in insgesamt sieben Wahlbereich beibehalten, drei entfallen allein auf die Stadt Lüneburg und vier auf die weiteren Kreis-Kommunen. Die Wahlberechtigten in Niedersachsen werden am 11. September 2016 an die Wahlurnen gerufen, um neue Kommunalparlamente zu bestimmen — von Gemeinde- und Stadträten bis hin zum Kreistag.

In der Samtgemeinde Amelinghausen wird parallel ein neuer Samtgemeindebürgermeister gewählt. Die jetzt festgelegten Wahlbereiche sind für die Wahl des Lüneburger Kreistags entscheidend. Dabei ist wichtig, dass die Wahlbereiche nach Einwohnerzahlen ungefähr gleich groß sind, damit jede Stimme eines Wahlberechtigten weitgehend den gleichen Zählwert hat. Bis zur folgenden Kreiswahl 2021 könnten sich die Verhältnisse ändern.

Maßgeblich für die Ausweisung der Wahlbereiche sind die Einwohnerzahlen. Für die Kommunalwahl 2016 wurden die Daten vom Stichtag 31. März 2015 zugrunde gelegt: Zu diesem Zeitpunkt zählte der Landkreis Lüneburg insgesamt 178272 Einwohner. Nach dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz sind in Landkreisen mit mehr als 175000 Einwohnern 58 Abgeordnete für den Kreistag zu wählen, aus mindestens vier und maximal acht Wahlbereichen heraus. Bei der Bildung der Wahlbereiche müssen die Einwohnerzahlen nicht genau gleich sein, es darf Abweichungen geben — und zwar plus oder minus 25 Prozent von der durchschnittlichen Bevölkerungszahl aller Wahlbereiche. Bei den sieben Wahlbereichen im Kreis Lüneburg liegt der Durchschnittswert bei 25467 Einwohnern. Dabei sind die größten Ausreißer in drei Wahlbereichen außerhalb der Hansestadt Lüneburg zu finden.

Die größte Abweichung nach unten hat der Wahlbereich 7 mit der Stadt Bleckede, der Gemeinde Amt Neuhaus und der Samtgemeinde Dahlenburg. Zusammen kommen die Ostkreis-Kommunen auf 20285 Einwohner und liegen somit mehr als 20 Prozent unter dem Wahlbereichs-Durchschnitt. Auch im Minus, aber nur mit rund zwölf Prozent Abweichung, ist der Wahlbereich 3 mit den Lüneburger Stadtteilen Bockelsberg, Oedeme, Häcklingen, Rettmer, Wilschenbruch und Rotes Feld. Der Bereich kommt auf insgesamt 22364 Einwohner. Die Minus-Abweichung ist im Grunde gar nicht schlecht: Denn weniger Einwohner haben nach den Wahlbereichen ein vergleichsweise höheres Stimmengewicht. Tendenziell schlechter gestellt sind also die einwohnerstarken Bereiche.

Der größte Ausreißer nach oben ist der Wahlbereich 5 mit den Samtgemeinden Bardowick und Gellersen, die mit einer gemeinsamen Einwohnerzahl von 30184 plus 18,52 Prozent über dem Durchschnitt liegen. Ähnlich sieht es im Wahlbereich 4 mit den Samtgemeinden Amelinghausen, Ilmenau und Ostheide aus mit 29122 Einwohnern (plus 14,35 Prozent).

Am nächsten am Durchschnittswert liegt der Wahlbereich 6, in dem die Samtgemeinde Scharnebeck und die Gemeinde Adendorf zusammengefasst sind mit 26084 Einwohnern (plus 2,42 Prozent). Es folgt der Wahlbereich 1 mit den Lüneburger Stadtteilen Westliche Altstadt, Kreideberg, Ochtmissen, Östliche Altstadt und Goseburg-Zeltberg mit 26365 Einwohnern (plus 3,52) und Wahlbereich 2 mit Hagen, Kaltenmoor, Klosterkamp, Lüne, Moorfeld und Ebensberg mit 23868 Einwohnern (minus 6,28).

„Die Prognose der Entwicklung der Bevölkerungszahlen lässt befürchten, dass die Diskrepanz zwischen den Wahlbereichen bei der Kreiswahl 2021 noch größer sein wird“, hieß es in der Sitzungsvorlage zur jüngsten Kreistagssitzung. Angenommen der Ostkreis würde in den nächsten Jahren um weitere 1184 Einwohner schrumpfen, dann würde vom Gesetzgeber gesetzte Marke von 25 Prozent Abweichung erreicht. Dann müssten die Karten neu gemischt und die Stadtteile und Kommunen in nur noch fünf Wahlbereichen zu größeren Einheiten zusammengelegt werden. Doch zunächst entschied sich der Lüneburger Kreistag „aus Gründen der Kontinuität“ für die Kreiswahl 2016 noch die sieben Wahlbereiche beizubehalten — mit einer Differenz von 9899 Einwohner zwischen dem kleinsten und dem größten Wahlbereich.