Aktuell
Home | Lokales | Adendorf | Geldsegen für Adendorf
Fröhliche Gesichter zum Jahresende: Katharina Hinz (v.l.), Matthias Gierke, Petra Meyer, Gundi Schmidt, Karl Reinhold Mai, Dörte Christiansen, Manfred Nahrstedt, Joachim Pritzlaff, Thomas Maack und Jens Kaidas bei der Spendenübergabe. Foto: cw
Fröhliche Gesichter zum Jahresende: Katharina Hinz (v.l.), Matthias Gierke, Petra Meyer, Gundi Schmidt, Karl Reinhold Mai, Dörte Christiansen, Manfred Nahrstedt, Joachim Pritzlaff, Thomas Maack und Jens Kaidas bei der Spendenübergabe. Foto: cw

Geldsegen für Adendorf

cw Adendorf. Einen unerwarteten Geldsegen gab es für die Gemeinde Adendorf zum Ende des Jahres: Mit insgesamt 27500 Euro bedachte die Sparkassenstiftung Bücherei, TSV und Serenade. „Wir machen das gern“, versicherte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Karl Reinhold Mai. „Wir verdienen unser Geld hier in der Region und wir geben es nicht an Aktionäre weiter, sondern zurück an die Menschen.“ Das sei eine Art „Sozialdividende“, scherzte er. Er dankte seinen Mitarbeitern, die es „wieder geschafft haben, ein Plus zu erwirtschaften“.

Die drei Empfänger spiegeln eine breite Palette von Aktivitäten in Adendorf wider, die die Sparkassenstiftung mit ihrer Spende unterstützt. Den Sport, die Bildung und die Kultur. Der TSV Adendorf bekam 10000 Euro für die Anschaffung zweier Busse. „Als ehemaliger Vereinsvorsitzender weiß ich, wie wichtig Unterstützung für Vereine ist“, sagte Jens Kaidas, Vorsitzender des Förderfonds Sport. „Doch mit dem Geld ist es ja nicht getan, da hängt noch jede Menge ehrenamtliche Arbeit daran.“ TSV-Vorsitzender Joachim Pritzlaff dankte Kaidas. „Vor einiger Zeit standen wir kurz vor dem Abgrund, aber gemeinsam mit vielen Helfern haben wir es geschafft, den Verein zu sanieren“, so Pritzlaff. „Das ist eine großzügige Spende, die uns wirklich weiterhilft.“

Weitere 10000 Euro gingen an die Bücherei. „Wir versuchen seit zwei Jahren, eine E-Book-Abteilung aufzubauen, jetzt ist es endlich möglich“, freute sich Büchereileiterin Gundi Schmidt. E-Books seien ein Medium wie jedes andere auch und gehörten in einer zeitgemäßen Bücherei einfach dazu. Das Angebot sei sowohl für Jugendliche als auch für Senioren wichtig. „Jugendliche wollen lesen, aber Bücher sind uncool“, schmunzelte Schmidt. „Für Senioren bieten E-Books die einzigartige Möglichkeit, die Schriftgröße individuell anzupassen.“ Mit der Spende tue die Stiftung ganz Adendorf und Umgebung einen „Riesengefallen“.

Die letzten 7500 Euro bekommt die Adendorfer Serenade. „Wir haben uns bewusst für das Stiftungsmodell entschieden und verzichten als Stadt und Landkreis Lüneburg auf die Ausschüttung“, betonte Landrat Manfred Nahrstedt. Das Geld für die Serenade ist zweckgebunden für eine Sache bestimmt, die Leiterin Katharina Hinz anderenfalls niemals hätte realisieren können: die Überarbeitung des wertvollen Bechstein-Flügels, der fester Bestandteil der Serenaden-Konzerte ist. „Der Flügel ist so alt wie die Serenade“, sagte sie. „Aber nach 35 Jahren sind die Hammerköpfe abgespielt.“ Ein normaler Verschleiß, der aber eben bezahlt werden will. „Es ist ein erstklassiges Instrument. Und Sie werden kaum etwas Vergleichbares in der Gegend finden“, versicherte sie. „Das Geld ist gut angelegt.“

Bürgermeister Thomas Maack war naturgemäß begeistert: „Diese Spenden machen Dinge möglich, die die Gemeinde so ohne weiteres nicht hätte realisieren können“, betonte er. „Wir können schließlich keine 70 Euro für eine Serenadenkarte nehmen.“ Der TSV sei gerade so gut im Aufwind und auch die Bücherei sei ein unverzichtbarer Bestandteil der Gemeinde und wichtig für deren Attraktivität. „Einen ganz herzlichen Dank von mir und meinen Mitarbeitern.“