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Vor zahlreichen Schaulustigen stiegen gestern 29 Schwimmer von der Lauenburger Elbuferpromenade aus in die Elbe und machten beim Neujahrsschwimmen der DLRG mit, darunter auch Bürgermeister Andreas Thiede (vorn rechts). Foto: tja
Vor zahlreichen Schaulustigen stiegen gestern 29 Schwimmer von der Lauenburger Elbuferpromenade aus in die Elbe und machten beim Neujahrsschwimmen der DLRG mit, darunter auch Bürgermeister Andreas Thiede (vorn rechts). Foto: tja

Lauenburger DLRG beweist beim traditionellen Neujahrsschwimmen ihre Einsatzbereitschaft

tja Lauenburg. Rekord beim traditionellen Neujahrsschwimmen, zu dem die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Lauenburg seit Jahrzehnten jeweils am 1. Januar einlädt: 29 Schwimmer trauten sich in die Elbe. Vom Rufer-Platz aus ging es etwa 800 Meter weit elbabwärts bis zur Rudergruppe, wo heißer Kakao und eine leckere Erbsensuppe auf die Schwimmer und die etwa 200 Schaulustigen, die das Spektakel lieber am Ufer verfolgten, warteten.

„Das Schwimmen am Neujahrstag hat einen ernsten Hintergrund und ist kein bloßer Spaß, obwohl wir den dabei natürlich auch haben“, sagte Florian Fischer, technischer Leiter für den Einsatzbereich der DLRG. Fischer: „Wir stellen damit unter Beweis, dass wir jederzeit einsatzbereit sind.“ Vergangenes Jahr leisteten die Wasserretter des ­DLRG-Bezirks Oberelbe, zu denen sich Lauenburg und Geesthacht zusammengeschlossen haben, etwa 1400 Stunden Wachdienst an den Badestellen und in den Freibädern der Region.

Doch nicht nur im Wasser, auch an Land kann man sich in Lauenburg auf die DLRG verlassen: Mit ihrem durch Ehrenamtliche besetzten Rettungswagen halfen sie bei 100 Einsätzen als Ersthelfer, bis der hauptamtliche Rettungsdienst — den in Lauenburg ebenfalls die DLRG stellt — am Einsatzort war. Mehr als 500 Stunden Ausbildung wurden im medizinischen Bereich absolviert, außerdem elf Seepferdchen-Prüfungen abgenommen, 46 Mal das Deutsche Jugendschwimmabzeichen abgelegt und 46 Lehrgänge in Erster Hilfe angeboten.

„Dieses Engagement der DLRG für Lauenburgs Bürger kann man gar nicht hoch genug würdigen“, zollte Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede den Rettern seinen Respekt. Der Rathauschef stieg anschließend ebenso wie seine Frau Angela und sein Schnakenbeker Kollege Christian Pehmöller beim Neujahrsschwimmen mit in die Elbe. Als jüngste Schwimmerin war Jule-Marie Matern aus Lüneburg dabei, außerdem Schwimmer aus Schwarzenbek, Büchen und Ratzeburg.

Vor 90 Jahren wurde die Lauenburger Gruppe gegründet. „Wir sind gut aufgestellt, würden uns aber über weitere Verstärkung freuen“, rührte Fischer die Werbetrommel.