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Es geht voran mit dem Zentralgebäude der Leuphana nach Plänen von Daniel Libeskind. Foto: t&w
Es geht voran mit dem Zentralgebäude der Leuphana nach Plänen von Daniel Libeskind. Foto: t&w

Universität Lüneburg hat keine Fördermittel zu verschenken

red Lüneburg. Die Universität Lüneburg hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, Fördermittel für den Libeskind-Bau aus dem von der EU gespeisten Innovationsinkubator in Höhe von 14 Millionen Euro in Anspruch nehmen zu können. Das Geld ist ein wichtiger Bestandteil des Finanzierungsplans für das neue Zentralgebäude. In einer Pressemitteilung der Leuphana heißt es: Fristgerecht zum Jahresende 2015 hat die Hochschule den notwendigen Mittelabfluss erreicht. Holm Keller, hauptberuflicher Vizepräsident der Uni, zeigt sich zufrieden: „Die Sorge, dass es hier zu einem Verfall von Fördermitteln kommen könnte, hat sich als unberechtigt erwiesen.“ 2009 hatte die EU das Großprojekt zur wissensbasierten Regionalentwicklung mit einem Gesamtvolumen von 98 Millionen Euro genehmigt.

Die bauliche und infrastrukturelle Verstetigung der mit dem Inkubator eingeleiteten Entwicklung war von Beginn an ein Ziel des Vorhabens. 14 Millionen Euro des Gesamtbudgets wurden deshalb für Flächen innerhalb des künftigen Innovations- und Forschungszentrums imZentralgebäude vorgesehen und bewilligt. Dort entstehen auf rund 3000 Quadratmetern mehr als 200 Arbeitsplätze. Damit wird die Forschungsinfrastruktur in der Region verbessert, ist sich die Hochschule sicher.

Gestartet wurde der Inkubator als Pilotprojekt der Europäischen Union im Rahmen der EU-Lissabon-Strategie und als Anschubhilfe für eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft. Im Sommer 2015 endete das Vorhaben planmäßig. Dass es die Erwartungen mehr als erfüllt habe, bestätigen laut Uni zwei voneinander unabhängige Untersuchungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Paris (OECD) und des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Nach jetzigem Stand und vorbehaltlich einer abschließenden Prüfung durch die niedersächsische NBank, konnten mehr als 98 Prozent des Fördervolumens in Anspruch genommen werden. Dr. Sabine Johannsen, Vorstandsmitglied der NBank, über die die Zuschüsse gesteuert wurden, sagt: „Die eingereichten Unterlagen waren vorbildlich, das zeigten auch alle unsere Vor-Ort-Kontrollen. Auch die Quote der abgerufenen Mittel ist überdurchschnittlich gut, insgesamt also ein Vorzeige-Projekt.“